Die Nahrungsmittelindustrie - des Teufels Küche

  • Ach, und wieviel % wir dann sozusagen wieder verwertet?

    Mir geht derzeit schon immer die Hutschnur hoch, wenn ich bei Stoff- oder Kleidungshändlern für Naturstoffe sehe, daß die immer mehr Zeugs aus wiederverwertetem Plastik als ÖKO anpreisen.

    70% oder mehr des Plastikmülls sind nichtmal wiederverwertbar, und anstatt sich Gedanken zu machen, welches Plastik mal reduziert werden könnte (und damit meinte ich nicht Trinkstäbchen und Einkaustüten), sollen wir uns demnächst dann ganz ökomäßig fühlen, weil wir für die Nachhaltigkeit Plastik fressen.

    Plastik bindet übrigens Schadstoffe, weswegen man das wiederverwertete Zeug wahrscheinlich auch einparfumieren muß.

    "Egoismus ist nicht, wenn ich so lebe wie ich es wünsche, sondern wenn ich von Anderen verlange so zu leben wie ich es wünsche" Oscar Wilde

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • es wird schlimmer und irrer... .zumindest jetzt noch

    irgendwann hört das auf, sag ich jetzt mal so :D


    wer wirkliche Naturklamotten zu fairem Preis will

    schaffe sich ein Spinnrädchen an, gibts auch gebraucht, die neuen sind eher was für Großkapitalisten

    und frage bei Schafhaltern an, ob ein Sack Wolle, gut geschnitten, übernommen werden kann

    ich mach das mittlerweile so,

    kauf aber auch prima irische Schafwollpullis im Gebrauchtwarenladen für fast nix....

    weil viele Leute finden die kratzen.... find ich überhaupt nicht

    wens dennoch kratzt kann ja was dünnes Langärmliches drunterziehen

    also eine Möglichkeit für Leute, die keine Zeit und keinen Bock zum Spinnen haben

    es gibt Spinnkurse hier und da

    ich habs mir damals ausm Internet beigebracht, geht auch


    Wolle ist für mich einfach das Allerbeste,

    hab früher zum Joggen so Funktionsklamotten gehabt, pures Plastik

    allemal lieber einen dünnen Wollpulli

    und die dicken Wollpullis im Winter

    hab ein Spinnrad und Wolle wird hierzulande oft als Dünger gebraucht bei Demeter- Leuten, oder halt weggeschmissen.......

    eine superschöne Tätigkeit für den Winter

  • Du bist ein wahres Naturwunder, Marmotta! <3:):thumbup: Meine Großmutter hatte auch noch ein Spinnrad und konnte auch sehr gut stricken, häkeln u.v.m.. Mein Großvater, der als Hobby nebenbei Jäger und Sammler war, der konnte auch nähen, nur als Hobby, für den Eigenbedarf. Ich kann das leider nicht. Bin nicht so begabt, aber als Kind habe ich manchmal für meine Puppen Kleidchen genäht, die zum Spielen gut genug waren.

  • ciao bella

    und danke

    Spinnen ist leicht, wenn einmal begriffen ist wie es geht

    und total meditativ

    es geht immer um die Spannung zwischen Halten und Loslassen

    freilich auch immer zum genau richtigen Moment

    boha, also echt echt echt meditativ :huh:


    mit ner Handspindel gehts auch für den Anfang, die ist selbst-bastelbar aus einem Stöckchen und einer alten CD....oder so

    ach ja und wem das alles zuviel ist

    kann sich ja richtig gute Schafwollsocken anschaffen

    und falls die irgendwann löchrig werden

    ganz meditativ stopfen üben

    anstatt einfach wegschmeissen:*

    Anleitungen gibts bei Bedarf garantiert auch im Internet

  • Zu unserer Zeit hat man noch alle mögliche Handarbeiten wie nähen, stricken, häkeln, stopfen in der Schule gelernt.
    Besonders als die Kinder noch klein waren und davor habe ich auch manchmal gestrickt, sogar ziemlich viel genäht (es gab entzückende Strampler zum Selbstnähen) und selten gehäkelt. Danach weniger.
    Meine Mutter hat auch noch Socken gestopft. Aber es gibt eh kaum Situationen für den modernen Menschen, in denen er dicke Socken braucht und die normalen Socken waren immer so günstig, dass man die ruhig wegwerfen kann, wenn sie ein Loch haben.
    Alle meine Reste an Wolle, Stoffen, Leder, usw. wurden vor Jahren von unserer Tochter im Rahmen der Hilfe nach dem Einzug unter dem Motto- gammelt seit Jahren nur noch rum und brauchst Du eh nicht- entsorgt. Thema Handarbeit für mich beendet.
    Hatte früher auch viele Wollsachen. Aber meine Wollsachen wurden fast alle von den Motten gefressen.
    Ich dachte aber eigentlich, hier geht es um Nahrung, und nicht um Kleidung.:/

    Fast mein ganzes Leben lang habe ich z.B. Bolognese mit leichten Abwandlungen im Wesentlichen nach einem extra-Kochkurs der Zeitschrift freundin^^ gekocht. Das waren kleine Heftchen als Beilage Anfang der 80er Jahre, mit denen alles gelungen ist.
    Stangensellerie hatte ich nie benutzt. (Was der Bauer nicht kennt.........) Alkohol auch nicht.
    Immer habe ich Gemüse und Fleisch getrennt angebraten oder die Möhren von der Maschine kleinreiben lassen.
    Länger kochen lasse ich schon länger. Milch mache ich schon seit einiger Zeit dazu. Erst die Tage habe ich jetzt wegen der Herstellung einer Pizza bei YT auch nach einem original italienischen Rezept für Bolognese geschaut. Ganz original hat uns eine Bolognese zu wenig Sauce.

    Gestern das erste Mal von Hand ganz klein geschnittenen Soffritto aus Stangensellerie, Möhren, Zwiebeln und Petersilienwurzel hergestellt (Pancetta/Speck immer noch weggelassen) und danach das Hack in dem Topf "zusammen" mit dem Soffritto leicht angebraten. Diesmal auch einen sehr süffisanten spanischen Rotwein dazugegeben. Bis auf den Stangensellerie alles Bio. Natürlich habe ich trotzdem weiter Nelken, Pfefferkörner und Lorbeerblatt (nicht Bio) im Teeei genommen, auch wenn nur Pfeffer/Salz zum Original gehören und auch andere Kräuter außer Petersilie dazu und frische Thymianzweige mitgekocht.
    Seinem Essen, das man schon x-Mal gekocht hat, durch Abwandlung einen neuen, noch besseren Geschmack zu verleihen, das finde ich cool.

    Aber auch das Rezept mit den gekochten Hühnern, so dass man von jedem Huhn separat 2 gekochte Brüste und 2 gekochte Schenkel in Brühe und nochmal Brühe mit Fleisch zum Einfrieren hat, finde ich super, weil man so aus einem Huhn 5 verschiedene Mahlzeiten für 2 Personen jeweils sehr schnell herstellen kann.
    Auch wenn ich eigentlich etwas skeptisch gegenüber Huhn bin, waren die letzten Hühner ohne weitere Angabe laut der Herstellungsnummer eigentlich französische Biohühner. Auch seltsam.

    Ich vermute, es stimmt, dass im Alter mehr Wert auf Essen gelegt wird.8)

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

  • Ganz original hat uns eine Bolognese zu wenig Sauce.

    Viel Soße ist typisch Deutsch. :S

    In eine Bolognese gehört außer Salz und Pfeffer auch Oregano und Pimentón dulce. Und dann alles laaaange köcheln lassen. Und man nimmt auch kein gemischtes Hackfleisch, sondern nur vom Rind. So hat es meine sizilianische Nonna gekocht. Der Speck wird separat knusprig gebraten und am Schluss oben aufs Essen gegeben.

    (Ein)gekochtes Huhn kann man für viele Gerichte nehmen. Wenn´s schnell gehen soll z.B. für ein Curryhuhngericht o.ä. Ich hab immer einige Gläser davon im Regal stehen. Ich bin eh ein großer Aficionado von selber eingekochten Fertiggerichten. Da weiß man, was man drin ist und daß es schmeckt.

    Lache das Leben an und es knurrt zurück.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne. ( Jean Paul )

  • Ich esse lieber weniger Fleisch, deshalb nehme ich etwas mehr Tomaten, dadurch gibt es mehr fruchtigen Geschmack. Da ich keine Italienerin bin :D, koche ich dieses Gericht etwas anders. Kommen Oliven in die Soße/Sauce? ich esse sie gerne mit grünen Oliven drin. Manchmal nehme ich außer Oregano noch Basilikum zur Abwechslung. Und ich nehme keinen Speck. Ob das noch eine Bolognese ist? :/^^ Keine Ahnung. Aber interessant zu wissen, wie dieses Gericht in Bella Italia und woanders gekocht wird. Danke für eure Erzählungen! :):thumbup:

  • Viel Soße ist für Menschen, die alles hastig runterschlingen

    Das ist Quatsch mit Soße. ;)

    Wir Thüringer sind dafür bekannt, daß bei uns das Essen in der Soße schwimmen muß, das heißt aber noch lange nicht, wir können unser Essen nicht genießen, und schlingen es herunter.

    Und außerdem liebe ich Suppen, die ja auch aus viel Soße bestehen. ^^

    Ob das noch eine Bolognese ist?

    Ich glaube nicht, daß es ein geschützter Begriff ist. Ich kenne auch zig Varianten von Szegendiner Gluasch. Mal mit Wirsing, mal mit Sauerkraut, mal mit in Butterschmalz geschmorten Weißkraut. Und eben Fleisch, Rind, oder Schwein, oder Wild.

    Ich nehme für Bolognese oft, statt Hackfleisch Linsenhackfleisch (selbst gemacht), und ansosnten mache ich alels dran, worauf ich Lust habe.

    "Egoismus ist nicht, wenn ich so lebe wie ich es wünsche, sondern wenn ich von Anderen verlange so zu leben wie ich es wünsche" Oscar Wilde

  • Ich glaube nicht, daß es ein geschützter Begriff ist.

    Letzte Woche bin ich nach Jahrzehnten auf die Idee gekommen selbst Pizza zu machen. Ein Pizzateig von irgendeiner Webseite, der alles, aber kein Pizzateig war. Pizza kann man natürlich auch essen, wenn der Teig nicht so geworden ist, wie er sein soll. Deshalb hatte ich mich entschlossen fürs nächste Mal einen ordentlichen Teig zu suchen.

    Dabei bin ich auf einen Italiener gestoßen, der auch ein Video zu Bolognese gemacht hat, denn dazu gibt es ein Originalrezept. Bolognese kommt aus Bologna.
    Das "offizielle Rezept" für das Ragù alla Bolognese wurde am 17. Oktober 1982 von der Delegation Bologna der Accademia Italiana della Cucina bei der Handelskammer von Bologna (Camera di Commercio) hinterlegt.
    Obwohl die Fleischsauce bereits seit dem 18. Jahrhundert (erste Erwähnung Ende 1700 in Imola) und insbesondere durch Pellegrino Artusis Kochbuch von 1891 bekannt war, erfolgte die offizielle Kodifizierung erst 1982. Ziel war es, die traditionelle Zubereitung vor Verfälschungen zu schützen und für die Nachwelt zu bewahren.

    Die offiziellen Zutaten (1982)

    Fleisch: 300 g grob gewolftes Rindfleisch (spezielle Stücke wie cartella oder fesone di spalla).
    Speck: 150 g ungeräucherter Pancetta.
    Gemüse (Soffritto): Je 50 g Zwiebel, Karotte und Sellerie.
    Tomate: 300 g Tomatenpassata oder geschälte Tomaten.
    Flüssigkeit:
    ½ Glas trockener Weißwein (im Originaltext von 1982 explizit Weißwein, Rotwein wurde erst später in Aktualisierungen erlaubt).
    1 Glas Vollmilch.
    Etwas Fleisch- oder Gemüsebrühe (nach Bedarf):
    Fett: 3 Esslöffel Olivenöl oder 50 g Butter.
    Würze: Salz und Pfeffer.
    Optional: Ein Schuss Sahne (nur wenn das Ragù mit trockener Pasta serviert wird; bei frischen Tagliatelle entfällt sie).

    Gleichzeitig wird das Rezept regelmäßig aktualisiert. Die angezeigte Version 2017:
    Klassisches Bologneser Ragout

    Regionen: Emilia-Romagna

    Zutaten:
    Zutaten für 4 Personen:
    300 g grob gehacktes Rindfleisch (Bauch, Schulter oder Hüfte),
    150 g Schweinebauch,
    50 g gelbe Karotte,
    50 g Stange Sellerie,
    50 g Zwiebel,
    300 g Tomatenpüree oder geschälte Tomaten,
    ½ Glas Rotwein,
    1 Glas Vollmilch, etwas Brühe, Olivenöl oder Butter,
    Salz und Pfeffer,
    ½ Glas Schlagsahne (optional)

    In einem Terrakotta- oder schweren Aluminiumtopf mit etwa 20 cm Durchmesser den gewürfelten Pancetta schmelzen und anschließend mit einem Mezzalunamesser fein hacken. Drei Esslöffel Öl oder 50 Gramm Butter und die fein gehackten Kräuter hinzufügen und sanft anbraten. Das Hackfleisch dazugeben und mit einer Schöpfkelle gut umrühren, bis es brutzelt. Den Wein angießen und unter Rühren vollständig einkochen lassen. Passierte Tomaten oder geschälte Tomaten hinzufügen, abdecken und etwa zwei Stunden köcheln lassen, bei Bedarf Brühe hinzufügen. Gegen Ende der Garzeit Milch unterrühren, um die Säure der Tomaten abzumildern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Bologneser Tradition wird dem Ragù Sahne hinzugefügt, wenn getrocknete Pasta verwendet wird. Es sollte nicht mit Tagliatelle zubereitet werden.

    Dies ist das aktualisierte Rezept für das authentische Bologneser Ragù, registriert am 17. Oktober 1982 von der Delegation der Italienischen Kochakademie in Bologna bei der Handelskammer Bologna.
    https:/ / www.accademiaitalian…a/ragú-classico-bolognese

    Am 20. April 2023 reichte die Italienische Kochakademie das aktualisierte Rezept für das authentische Ragù alla Bolognese bei der Handelskammer Bologna ein.
    Das Rezept, das sich gegenüber der am 17. Oktober 1982 eingereichten Fassung geändert hat, ist nun erhältlich.
    Traditionell wurde in Bologna das „Cartella“ (Steak), das Zwerchfell vom Rind, verwendet, das heutzutage jedoch schwer zu finden ist. Ist es nicht verfügbar oder erforderlich, werden kollagenreiche Vorderteile wie Lende, Schulter, Flanke und Brust bevorzugt. Auch gemischte Zuschnitte sind möglich. Nach einer modernen Methode werden die Fleischsorten separat angebraten und anschließend mit den ebenfalls angebratenen, gehackten Kräutern vermischt.

    Das ist das aktualisierte Originalrezept 2023:
    Klassisches Bologneser Ragout

    Regionen: Emilia-Romagna

    Zutaten:
    Zutaten für 6 Personen:
    Grob gehacktes Rinderhackfleisch: 400 g;
    Frischer Schweinebauch in Scheiben: 150 g;
    Eine halbe Zwiebel: ca. 60 g;
    1 Karotte: ca. 60 g;
    1 Stange Sellerie: ca. 60 g;
    1 Glas Rot- oder Weißwein;
    Tomatenpüree: 200 g;
    Doppelt konzentriertes Tomatenmark: 1 Esslöffel;
    1 Glas Vollmilch (optional);
    Leichte Fleisch- oder Gemüsebrühe (oder Brühwürfel);
    Natives Olivenöl extra: 3 Esslöffel;
    Salz und Pfeffer.

    Ich nehme nur Rind, aber gemischtes Hack gehört mittlerweile zu den erlaubten Abweichungen.
    Knoblauch, Rosmarin, Petersilie, andere Kräuter oder Gewürze gehören zu den nicht erlaubten Abweichungen.^^

    Eigentlich darf sich nur das Bolognese nennen, was nach Originalrezept gekocht wurde. Alles andere ist nach Bologneser Art oder so.

    Dieser Italiener hat mich drauf gebracht, auch wenn 2024 die von ihm verwendete Petersilie im Original nicht mehr erlaubt war.^^
    : https://www.youtube.com/watch?v=t9Qq93gvvtQ

    Allerdings habe ich auch gelesen, dass sehr viele Italiener, ähnlich wie das von Kavurei erwähnte Rezept, ein vom Originalrezept abweichendes traditionelles Familienrezept haben, das sie seit Generationen in ihrer Familie weitergeben.

    Ich mache ja eh was ich will und seit Jahrzehnten bei 400 gr. Hack mind. 1 große Möhre rein, egal ob ich die raspele damit sie in etwa die Form von Hackfleisch hat, in Scheiben oder ganz klein schneide. Wiege natürlich auch die Zwiebel nicht ab.
    Den Rest vom Stangensellerie habe ich kleingeschnitten und eingefroren. Dabei habe ich für die Entnahmenmenge 1 Stange Stangensellerie gewogen und die hatte ganz genau 60gr. Der reicht ja für etliche Soßen.

    Die größte Abweichung in der Zubereitung war für mich eben, das Fleisch im Soffritto zu braten und nicht separat.

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (8. Juni 2026 um 16:29)

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

    • Offizieller Beitrag

    Bitte beim Thema bleiben.

  • Beitrag von Die Mama (8. Juni 2026 um 16:38)

    Dieser Beitrag wurde von bermibs aus folgendem Grund gelöscht: OT (8. Juni 2026 um 16:41).