Beiträge von Carboni

    Zitat

    100 Gramm Nüsse enthalten ca. 1,9 gr. Selen

    Dort muß es mg heißen. 100 g Paranüsse enthalten 1.9 Milligramm bzw. 1900 Mikrogramm Selen.


    Bezüglich der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln existieren natürlich Pro und Kontra-Argumente, die hier aber nicht zum eigentlichen Thema gehören. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass isolierte, bzw. synthetisch hergestellte Monosubstanzen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit unbedingt kritisch hinterfragt werden müssen und euphemistische Beschreibungen der Hersteller leider allzu häufig unbedacht übernommen werden.


    Zu deinem Link im Eingangspost habe ich folgenden Hinweis auf die Studie des Fraunhofer Institutes für Zelltherapie und Immunologie wegen der Phosphatbindung gefunden:


    Detoxifikation


    Dort ist eine verantwortliche Person und eine Telefonnummer genannt. Möglicherweise kannst du dort aktuelle Informationen über den Stand der Forschung und der bisherigen Erfahrungen bekommen oder auch andere nützliche Tipps.


    Nun ja, Frei-Lebenskunst, ich sehe es so, dass die Ärzte, deine Ärzte, ja eine gewisse Verantwortung für dich übernommen haben.

    Wenn sie sich also nicht auskennen, speziell in diesem Fall der 'Heilerde', inwieweit dies Einfluss auf deinen Elektrolyt-Haushalt bzw. auf deine harnpflichtigen Substanzen hat, dann läge es auch in ihrer Veranwortung sich kundig zu machen. Und immerhin könnten sie dir dann keine Eigenmächtigkeit vorwerfen, was dem Vertrauensverhältnis Arzt-Patient sicher nicht gut tut. Manchmal hat es Vorteile den Arzt in Entscheidungen einzubeziehen oder zumindest eine Mitteilung zu machen.

    Gute Ärzte sind wohl tatsächlich dünn gesät und alles was über Standardbehandlung hinausgeht wird leider allzu häufig als nicht relevant oder therapiefördernd angesehen. Aber letzten Endes ist es der Patient der entscheidet, obwohl und das muß ich aus meinen Erfahrungen gerade im Bereich der Dialyse sagen, manche Patienten auch recht fahrlässig mit ihrer Gesundheit umgehen. Eine zeitlang habe ich in diesem Bereich gearbeitet (Trainingszentrum für Heimdialyse) und es kam bei einigen wenigen immer wieder zu Disziplinlosigkeit hinsichtlich ihres Ernährungsverhaltens und Regelmäßigkeit der Dialyse, sodass sie sich in lebensgefährliche Situationen brachten. Kurz und knapp, die Entscheidungen die mancher Patient trifft, sind auch nicht immer von Vernunft und Weitsicht geprägt.


    Aber nochmals würd ich gern meine Frage wiederholen, ob bei dir eine Schwermetallbelastung vorliegt. Oder was sind die konkreten Gründe für die Anwendung von 'Heilerde'?






    Also mein Rat lautet als Dialysepatient solltest du unbedingt deinen Nephrologen fragen, was diese Substanzen mit deinem Elektrolythaushalt veranstalten. Besonders, du wirst es wissen, ist auf das Kalium und das Natrium-Kaliumverhältnis zu achten. Hier können Verschiebungen in die eine oder andere Richtung dich arg in Schwierigkeiten bringen.


    Welche Schwermetalle möchtest du denn ausleiten bzw. wurden bei dir festgestellt? Auch hier könntest du deinen Nephrologen fragen, ob sich die Dialyse mit einer Hämoperfusion kombinieren ließe.

    Chrysolith-Salbe? Echt? Das gibt es? Bin total verwundert. Man lernt nicht aus. Chrysolith ist ja ein eher altertümlicher Name für einen Olivin. Oder besser gesagt für ein bestimmtes Endglied der Mischungsreihe der Olivine, dem Peridot (Forsterit).

    Und das wird vermahlen und in einer Salbe verwendet?

    Zitat

    - die Tropfen verwende ich also nur bei Bedarf. Die Schwindelattacken sind bisher immer ca. 2 Tage danach aufgetreten. Zufall?

    Hallo Elisa,


    ja, könnte Zufall sein. Manchmal verknüpfen wir Dinge, die eine scheinbare Kausalität zeigen, dennoch aber nicht zusammengehören.

    Das beste wäre, entweder eine zeitlang ohne Augentropfen auszukommen oder Tropfen mit anderen Wirkstoffen zu verwenden.

    Wie wäre es beispielsweise mit Euphrasia Augentropfen oder Augensalbe, damit du nicht ganz ohne auskommen mußt?

    Auf diese Weise könntest du dann definitiv herausfinden, ob es was mit deinem Augenpräparat 'Blink' zu tun hat.


    Ich nehme an, du warst auch schon beim Ohrenarzt? Innenohrschwierigkeiten diverser Art können für Schwindel verantwortlich sein.

    Auch entzündliche Prozesse im Kopf-und Kieferbereich.

    Zitat

    - Ich trage eine Brille zum Autofahren und Fernsehen. Diese Brille wurde auch beim Augenarzt angesehen, die Stärke ist ist Ordnung.

    Es geht nicht allein um die Stärke (Dioptrienzahl), bei mir (und man glaubt es einfach nicht, das sowas passieren kann) wurden mal die Achsen verwechselt, d.h., die Brille mit falschen Werten geschliffen. Das kann der Optiker leicht nachmessen, man muß nur darauf kommen.

    Allerdings, wirst du die Brille im Bett nicht aufhaben, also wird es nicht daran liegen. :)



    Hallo Elisa,


    du schreibst, du hättest es morgens beim Aufstehen und dann etwas später sagst du nach der Gabe von Augentropfen. Wie ist der Zusammenhang?

    Du nimmst gleich nach dem Aufstehen die Augentropfen und dann wird dir schwindelig? Oder bedeutet Aufstehen schon sozusagen auf der Bettkante, also vom Liegen in die vertikale Position und dann der Schwindel?

    Gibt es Tage ohne Schwindel, trotz Augentropfen? Wenn du die Tropfen wegläßt, bist du dann schwindelfrei?

    Wichtig wäre ja, festzustellen, ob tatsächlich ein Zusammenhang mit den Tropfen besteht. Frei von Nebenwirkungen, na ja, Hyaluronsäure, PEG-400 und Borsäure können bei spezifischen Empfindlichkeiten schon Störungen machen. Ich denke nur mal an Nasensprays, deren Wirkstoff Xylometazolin, über die Schleimhäute der Nase den Blutdruck erhöhen kann (nur ein Beispiel). Außerdem existieren bei diesen 'künstlichen Tränen' physikalische Eigenschaften bezüglich Viskosität und Thixotropie, die die Synchronität der Augen beeinflußen können, d.h., die Augen können eine zeitlang unterschiedlich fokussieren, bis sich der Tränenfilm wieder angepasst hat und bei beiden Augen gleich ist.

    Am besten ausprobieren, indem du die Tropfen mal weg läßt. Anschließend könntest du mal andere Tropfen benutzen und sehen, ob es da auch auftritt.

    Tritt in beiden Fällen der Schwindel nicht mehr auf, hat man einen starkes Indiz für einen Zusammenhang.


    Erzähl doch mal von dem Verlauf deines Schwindels. Ist er noch da wenn du die Augen schließt oder wird er dann stärker. Fühlst du eine Benommenheit?

    Trägst du eigentlich eine Brille? Ich weiß, viele Fragen, aber im Grunde ist es so, dass man sich nur durch Nachfragen wirklich ein Bild machen kann.

    Störungssuche ist Detektivarbeit und gerade beim Schwindel mit seinen vielfältigen Ursachen äußerst schwierig. Auch dabei muß man aufpassen, nicht in die psychogene Ecke abgeschoben zu werden, nur weil kein Arzt den Auslöser finden kann. Wobei ich nicht sagen möchte, dass es das nicht gibt, allerdings ist es eine beliebte Lösung (nicht nur bei Schwindel) dies als Verlegenheitsdiagnose zu stellen, wenn der Arzt mit seinem Latein am Ende ist.





    Hallo Elisa,


    im Grunde genommen fehlen eine Menge weiterer wichtiger Informationen, um dein Problem überhaupt eingrenzen zu können.

    Zuallerst, wie heißen denn deine Augentropfen? Wie ist deine sonstige Konstitution, was macht dein Blutdruck, gibt es Verdauungsprobleme, Probleme mit dem Bewegungsapparat. Existieren traumatische Erlebnisse wie ein Sturz usw. und so fort. Dies sind nur Beispielfragen, um sich ein Bild machen zu können und um die Problematik einzugrenzen. Für Schwindel (Vertigo) existieren eine Unmenge an Auslösern, die man nach und nach ausschließen muß. Ein Bekannter von mir hatte einen verschobenen Wirbel im Nackenbereich und daher Schwindelanfälle. Nachdem dieser durch einen fähigen Arzt eingerenkt wurde, war auch der Schwindel verschwunden. Dies nur als Beispiel, dass für eine Eingrenzung möglicher Faktoren und Ursachen, auch Informationen, die man vielleicht nicht unbedingt damit im Zusammenhang sieht, wichtig sein könnten.

    Nun ja, bei diesen Pilzprodukten ist es auf alle Fälle ratsam, ausschließlich rückstandskontrollierte Ware zu kaufen. Und wer ganz sicher gehen möchte, fragt nach den Analyse-Zertifikaten.


    Bei Pilzen muß man bedenken, dass sie im Mycel und im Fruchtkörper Schwermetalle anreichern. Das gilt generell, potenziert sich aber an belasteten Standorten und wird dann zur Gefahr für die Gesundheit. So haben auch schon Pilzsammler, die ihre Pilze in der Nähe einer Autobahn gesammelt hatten, gesundheitliche Probleme bekommen, die eine Behandlung (Ausleitung von Blei) im Krankenhaus erforderte.


    Das 'Leberproblem' muß man differenziert betrachten, eine hepatotoxische Wirkung wurde beobachtet, allerdings waren dies Einzelfälle in Anbetracht der verbreiteten und im asiatischem Raum auch traditionellen Einnahme von Ganoderma-Zubereitungen. Ganoderma (Reishi) gehört ja seit über 2000 Jahren in China zu den Mitteln die als Medizin gelten und bei vielen Beschwerden eingesetzt und angewendet werden. Verunreinigung könnte, muß aber nicht die Ursache gewesen sein, es wird ebenso eine spezifische Überempfindlichkeit der jeweiligen Personen, eine Vorerkrankung oder eine unbekannte Wechselwirkung gemutmaßt. Das sind Faktoren, die immer und bei nahezu jedem Wirkstoff (auch pflanzlichen) vorkommen können und ein gewisses Lebensrisiko darstellen. Auch hier in Europa geraten immer wieder Stoffe in die Diskussion, die grundsätzlich, aber auch bei speziell exponierten Personen, ein Risiko darstellen. Ich denke da beispielsweise an die momentane Debatte über die Giftigkeit von Schöllkraut in Präparaten wie Iberogast.

    Allgemein gilt der Reishi erfahrungsgemäß als hepatoprotektiv, also leberschützend und damit das genaue Gegenteil dieser bedauernswerten Vorkommnisse einer lebertoxischen Reaktion. Doch letztlich, so meine persönliche Ansicht, muß man jedoch nur mal einen Blick in die allereinfachsten Rezepturen unserer schulmedizinischen Mittel werfen, um entweder das Risiko der unerwünschten Nebenwirkungen einzugehen oder das Mittel gleich in die Müllbox zu entsorgen. Wenn man dort die Statistik zugrundelegt und die Kategorien 'Einer von Soundsoviel' betrachtet kann einem ganz schön mulmig werden.

    Der Arzt wird, darauf angesprochen, meist nur milde lächeln, so als müsse ein Hypochonder beruhigt werden. Nun gut, die Schlußfolgerung zu den Risikoabschätzungen überlasse ich mal dem Leser, meine aber, dass die meisten Menschen durchaus, getragen von einer Hoffnung, bei herkömmlichen Arzneien ein deutliches Risiko in Kauf nehmen, welches im Vergleich mit dem Reishi weitaus höher zu liegen scheint.


    Hallo Rolf,


    du fragst nach Auricularia, daher nehme ich an, du hast dich schon darüber informiert. Es gibt einige Seiten dazu, auch mit Hinweisen auf Forschungsergebnisse. Ich selber habe ihn über zwei Jahre genommen und (wie ich schon an anderer Stelle schrieb) die besten Cholesterinwerte erhalten.

    Als Blutverdünner wäre er für mich auf jeden Fall den Statinen vorzuziehen. Aber das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Besonders dieser Hinweis war mir positiv aufgefallen:

    "Bei herkömmlichen blutverdünnenden Medikamenten können die Kollagenbestandteile der Gefässe angegriffen werden, bei Verwendung von Auricularia passiert dies nicht" Zitat: https://www.mykotherapien.com/vitalpilze/auricularia.asp

    Nebenwirkungen bezüglich Blutdrucktabletten (Sartane) konnte ich nicht feststellen, was beispielsweise beim Reishi und dem Maitake anders wäre, diese wechselwirken mit den Sartanen, da sie selber als ACE-Hemmer fungieren. Wie es sich mit Blutdruckmitteln auf anderer Wirkstoffbasis verhält, liegen mir keine persönlichen Erfahrungen vor.

    Um das Cholesterin bzw. das Verhältnis der Blutfette günstig zu halten, gibt es natürlich noch viele andere Maßnahmen, die ernährungs-und bewegungstechnisch eine Rolle spielen. Sollten hohe Cholesterinwerte als genetische Disposition vorliegen, dann gilt selbstverständlich die Begleitung und Kontrolle durch den Arzt in besonderem Maße.

    Zwischenzeitlich ist es auch mit der Ärztin und dem Kardiologen geklärt. Sofort absetzen. Beides, sowohl Amiodaron als auch Novalgin. Ganze drei Tage hat es gebraucht, damit die Ärzte reagieren. Gut, dass meine Mutter schon auf mich hörte und es von sich aus absetzte.

    "Bad luck"


    Aha, mit den Anführungestrichen kann man englische Ausdrücke maskieren. Generell ist es vielleicht sowieso besser, bei längeren Texten nicht mit dem Forumseditor zu schreiben, sondern mit seinem Computerschreibprogramm, um dann zu kopieren und einzufügen. So hat man den Text, falls es schiefgeht, immer noch gespeichert und braucht sich nicht die Krätze ärgern. :)


    Heute frage ich mal für meine Mutter nach. Ihre Ärztin rief sie an, weil die Thrombozyten stark erniedrigt sind. Sie meint, das läge am Amiodaron, ein Antiarrhythmikum, welches Mutter einnehmen soll. Sie hat einen Herzschrittmacher, bekommt auch Blutverdünnung (Xarelto) und nimmt Novalgin gegen Hüftbeschwerden. Ich meine, da ist es kein Wunder wenn die Thrombozytenzahl abnimmt. Habe ihr geraten das Amiodaron auf alle Fälle abzusetzen und mit dem Novalgin aufzuhören. Was ist eure Meinung dazu?

    Zitat

    Und somit möchte ich allen Langzeit Erkrankten Mut und Hoffnung machen.

    Lieber Franz-Anton,


    Hoffnung und Mut sind Balsam für die Seele. :thumbup:


    Gerade bei Erkrankungen die irgendwie 'aus dem Rahmen fallen', sprich, deren Herkunft, Verlauf und Behandlung, außerhalb des herkömmlichen Erfahrungswissens liegen, ist der Leidensweg und damit der Leidensdruck besonders hoch. Es ist eine natürliche Reaktion, sich irgendwann mit der Krankheit abzufinden, möglicherweise sogar zu resignieren. Gerade dann ist Ermunterung angebracht und tröstende Worte sehr hilfreich.




    Hier ein Forschungsartikel (germany.omicsonline.org/open-access/morgellons-disease-a-chemical-and-light-microscopic-study-2155-9554.1000140.php?aid=5477) in der Zeitschrift für klinische und experimentelle dermatologische Forschung


    Zitat

    Unsere Studie zeigt, dass die Morgellons-Krankheit nicht wahnhaft ist und dass Hautläsionen mit ungewöhnlichen Fasern nicht selbst verursacht oder psychogen sind. Wir liefern chemische, lichtmikroskopische und immunhistologische Belege dafür, dass Filamente, die mit diesem Zustand assoziiert sind, aus menschlichen Epithelzellen stammen, was die Hypothese unterstützt, dass die Fasern aus Keratin bestehen und Produkte von Keratinozyten sind.

    Unterstreichung von mir



    Diesen Bericht sollte man sich ausdrucken und zu seinem Arzt mitnehmen!


    PS: Zwei Übersetzungsfehler sind mir aufgefallen: Einmal heißt es 'Tickbits', was man mit Zeckenbisse übersetzen müßte


    und zum Ende lautet ein Satz: "Morgellons-Filamente wurden fotografiert, die von Epithelzellen des Straßenbelags wachsen,.."

    was natürlich keinen Sinn ergibt. Mit 'Pavement' ist dort das sog. Pflasterepithel gemeint, ein biologischer Ausdruck für einen bestimmten Typ des Epithelgewebes und natürlich in diesem Zusammenhang nicht der Straßenbelag. :)


    Hallo,


    heue morgen habe ich mir eine Papaya zurechtgeschnitzt und fand es schade, die Kerne einfach zu entsorgen. Auf eine habe ich mal raufgebissen, sie war scharf und schmeckte ein wenig nach Senf.

    Darf man die eigentlich essen? Was passiert mit den Kernen in den Papaya-Ländern? Werden die dort verwendet?