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ENERGY RATIONING BEGINS: Germany implementing energy rationing program amid fears of gas shortages and riots
Die deutsche Rationierungspolitik ist wenig bis gar nicht sinnvoll
Am 1. September treten in Deutschland Vorschriften in Kraft, die festlegen, wie warm öffentliche Gebäude und Büros sein dürfen. Die Temperatur in diesen Gebäuden darf dann nicht mehr als 19 Grad Celsius betragen (66,2 Grad Fahrenheit).
Öffentliche Gebäude dürfen auch ihre Flure nicht mehr beheizen, mit Ausnahmen für wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser. Die Regierung verbietet auch das Erhitzen von Leitungswasser zum Händewaschen mit Boilern oder Durchlauferhitzern.
Die Regierung setzt auch Vertragsklauseln außer Kraft, die Vermieter verpflichten, ihre Wohnungen auf ein bestimmtes Niveau zu heizen, um das Wohlbefinden ihrer Mieter zu gewährleisten. Diese Klauseln sollen für sechs Monate außer Kraft gesetzt werden, damit Mieter, die bereit sind, ihre Thermostate freiwillig herunterzudrehen, dies tun können.
Es gibt eine Reihe weiterer Maßnahmen in der neuen Energierationierungspolitik, die von Analysten als wenig bis gar nicht sinnvoll oder als Überschreitung der Grenzen dessen, was die Regierung anordnen können sollte, kritisiert wurden.
Öffentliche Geschäfte dürfen ihre Türen nicht mehr offen lassen. Die Versorgung von Denkmälern mit Energie für die Beleuchtung wird untersagt. Freibäder dürfen nicht mehr mit Gas oder Strom beheizt werden. Leuchtreklamen müssen bis 22 Uhr abgeschaltet werden.
Die Bild-Zeitung stellte fest, dass diese Maßnahmen bei den meisten Bürgern nicht auf Gegenliebe stoßen dürften. Renommierte Wirtschaftswissenschaftler haben die Regierung aufgefordert, in ihrer Energiepolitik "pragmatisch" vorzugehen und fossile Brennstoffe und Kernkraftwerke vorerst am Netz zu lassen.
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, warnte davor, dass die neue Energiepolitik faktisch nicht durchsetzbar sei und die lokalen Behörden nicht in der Lage seien, die Einhaltung zu kontrollieren.
"Wir werden nicht in der Lage sein zu überprüfen, ob die Türen rund um die Uhr geschlossen sind", sagte Gerd. Er fügte hinzu, dass trotz der Vorschriften, die die Umsetzung dieser Energierationierungsmaßnahmen vorschreiben, die lokalen Behörden gezwungen sein werden, ihren "gesunden Menschenverstand" einzusetzen, um zu entscheiden, ob sie den Energieverbrauch einschränken wollen oder nicht.
Trotz der Kritik scheinen die Behörden ihre kurzsichtige Energiepolitik unbeirrt fortzusetzen.
Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun!