Die Makroamylasämie ist durch ein Makromolekül mit enzymatischer Amylasefunktion bedingt. In der Regel handelt es sich um eine Zusammenlagerung (Assoziation) von Amylase (aus Pankreas oder Speicheldrüse) mit Immunglobulinen des Bluts.
Amylase, die an Makromoleküle gekoppelt vorliegt, kann von den Nieren nicht ausgeschieden werden und verbleibt deutlich länger als freie Amylase im Blut. Da sie enzymatisch aktiv bleibt, findet sich auch bei sonst Gesunden eine Erhöhung der enzymatischen Aktivität über den als normal festgelegten Grenzwert. Eine Krankheit liegt daher nahe, die jedoch nicht auffindbar ist. Oft folgen aufwändige Untersuchungen bis hin zu einer Computertomographie und einer HNO-ärztlichen Untersuchung.
Während eine Aktivitätserhöhung der Amylase im Serum in der Regel auf eine Entzündung der Speicheldrüsen (Sialadenitis) oder des Pankreas (Pankreatitis) hindeutet, kann ein solcher Schluss bei einer Makroamylasämie jedoch nicht gezogen werden.
Schwierig wird die diagnostische Sitaution bei gleichzeitigem Vorliegen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. 1
Eine „Enzymerhöhung“ im Serum ohne klinische Zeichen einer normalerweise aus ihr ableitbaren Krankheit ist verdächtig auf das Vorliegen eines Makroenzyms. In der Regel hat eine Makroamylasämie keine klinische Bedeutung.
Ähnliche diagnostische Probleme gibt es bei anderen Makroenzymen, wie z. B. bei der Makro-CK oder der Macroaspartatemie. 2 3
Der Nachweis einer Makroamylasämie (wie auch von anderen Makroenzym-Anomalien) gelingt durch chromatographische Methoden, bei denen die enzymatische Aktivität zusammen mit den Immunglobulinen läuft.
Schreibt: https://medicoconsult.de/makroamylasaemie/
Die Studien im Anhang sind schon älter.
Man kann wohl selbst bei einer Erkrankung viel höhere Werte haben, als durch die Erkrankung bedingt sind, die eine harmlose Ursache haben und offenbar eigentlich bedeutungslos sind. Das erschwert logischerweise eine korrekte Diagnose.
Hier kannst Du auch sehen, dass das ein schon lange bekanntes Problem ist, für das es spezielle Untersuchungen gibt.
Die Diagnose einer Makroamylasämie wird typischerweise durch die Messung des Amylasespiegels im Blut und Urin und die Durchführung zusätzlicher Tests gestellt, um das Vorhandensein von Makroamylase zu bestätigen. [ 5 ]
Die Seite unter 5 schreibt:
Makroamylasämie ist eine seltene Erkrankung, bei der Amylase (eine Art Protein) an andere Makromoleküle (wie Immunglobuline und Polysaccharide) gebunden ist, um einen Komplex namens Makroamylase zu bilden.
Aufgrund der Größe der bildenden Komplexe ist die renale Ausscheidung vermindert und der Amylasespiegel im Blut steigt.
Die Prävalenz der Makroamylasämie liegt bei etwa 0,5-2% der Allgemeinbevölkerung.
Es tritt häufiger bei älteren Menschen (im Alter von 50-70 Jahren) auf.
Im Falle einer Makroamylasämie ist der Amylasespiegel im Blut höher als normal.
Die mit dem Urin ausgeschiedene Amylase wird jedoch reduziert.
Ein hoher Amylasespiegel im Blut deutet normalerweise auf eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung hin, aber manchmal gibt es kein Problem im Zusammenhang mit der Bauchspeicheldrüse und es ist auf eine Makroamylämie zurückzuführen.
Wenn die Möglichkeit einer Makroamylasämie in Betracht gezogen wird, ist das Amylase-Kreatinin-Clearance-Verhältnis (ACCR) sehr hilfreich.
Das ACCR-Verhältnis wird nach der folgenden Formel gemessen:
ACCR = (Amylase im Urin x Kreatinin im Serum x 100) / (Amylase im Serum x Kreatinin im Urin)
Bei der Makroamylasämie ist das ACCR-Verhältnis reduziert, da die Amylase im Serum hoch und die im Urin ausgeschiedene Amylase niedrig ist. Eine ACCR-Ratio von weniger als 1 Prozent bei einer 24-Stunden-Entnahme unterstützt die Diagnose einer Makroamylasämie.
Bei Pankreatitis ist der Amylasespiegel im Blut ebenfalls hoch, aber auch das ACCR-Verhältnis ist hoch mit Werten zwischen 1 % und 4 %.
Makroamylämie ist eine gutartige Erkrankung, die keine Behandlung erfordert.
Makroamylarämie: Ursachen, Symptome und Behandlungˍ
Vielleicht bringen die Berechnungen schon weiter.