LDL, HDL, LDL/HDL-Quotient
Einige Threads haben mich dazu angeregt, wie letztens bei den Hunden, am WE auch für meinen Mann alle Labor-Untersuchungen, die er besitzt, in einer Exceldatei einzutragen.
Mit Markierung der Werte in rot, blau und lila für erhöht, zu niedrig und früher normal. ![]()
Einen Wert habe ich grün gemacht. Den für das "gute" HDL-Cholesterin.
Das halte ich für eine wirklich interessante Sache, da man nur so eine wirkliche Übersicht über die Werte hat.
Wenn man eine Übersicht über viele Jahre hat, dann relativieren sich auch gleichzeitig manche Werte.
Und ganz nebenbei erfährt man, wie sich Laborwerte im Laufe der Zeit ändern.
Wie z.B., dass der Laborwert für Cholesterin jetzt bei kleiner 200 ist und 2008-12 (frühere Blutwerte gibt es nicht) bei kleiner 220 lag. Der Übergang von <240 war also schrittweise.
Oder dass die Triglyceride jetzt bei kleiner 150 sind und 2012 noch bei kleiner 200 lagen. Ganz schöner Unterschied. ![]()
Man erfährt also, dass man mit dem gleichen Wert 2008-12 noch gesund war und anhand der neuen Laborparameter krank wäre. ![]()
So kann ich am Ende tatsächlich sagen, das letzte große Blutbild meines Mannes ist besser als das aus 2008.
Aber man sieht auch eins.- Erstmals war das gute Cholesterin so hoch wie es 2012 sein sollte und der LDL/HDL-Quotient mit 2,3 so niedrig.
: https://www.laborwerte-app.de/laborlexikon/ldl-hdl-quotient/
Es gibt außer der Untersuchung aus diesem Jahr keine einzige Untersuchung, bei der das HDL meines Mannes höher als max. 43 war, etliche Male war er sogar unter 40, obwohl es 2012 noch größer als 55 sein sollte. Diesmal liegt er das erste Mal im Referenzbereich von 2012. Letztes Jahr noch bei 40.
Ich würde gerne sagen, das war die Regenaplex-Therapie und indirekt war sie es sicher auch.
Denn ich denke, es lag wahrscheinlich an den Asthmamedikamenten.
Denn diverse Medikamente blockieren das HDL. HDL ist quasi der Transporter für das LDL und transportiert das LDL aus dem Blut.
Diesen Bereich habe ich mir jetzt genauer angeschaut und mich auch gefragt, ob man wohl für den vermehrten Einsatz von Statinen die Parameter geändert haben könnte. ![]()
Die Parameter des Labors seines Arztes:
| 2023 | 2012 | ||
| Bezeichnung | Einheit | Referenzbereich | Referenzbereich |
| Gesamtcholesterin | mg/dl | <200 | <220 |
| Triglyceride | mg/dl | <150 | <200 |
| HDL-Cholesterin | mg/dl | >40 | >55 |
| LDL-Cholesterin | mg/dl | <116 | <130 |
| LDL-HDL-Quotient | LDL/HDL | 2.5-4.0 |
Früher wurde der LDL/HDL-Quotient immer angegeben, aber in keiner Untersuchung seit 2017 wurde das noch getan.
Abgesehen davon wird man unschwer bemerken, dass der Quotient aus den angegebenen Grenzwerten 2012 einen Wert von 2.4 ergeben hat und der 2023 schon bei 2.8 liegt. ![]()
Das bei Weitem Verrückteste ist die Absenkung des HDL auf jetzt größer 40. Da frage ich mich, wie kann es sein, dass man das HDL jetzt abgesenkt hat, wo es doch so wichtig ist.
Ich nehme an, dass sehr viele Menschen mit Dauermedikamenten wie mein Mann, wenn überhaupt doch kaum (auch nicht in der Zeit der Antikrebsdiät) über ein HDL von größer 40 kommen und man ihn deshalb abgesenkt hat.
Mein persönliches Highlight ist Netdoktor. Denn nach den neuen Leitlinien, wird nicht mehr wie früher eingeschätzt, was ein guter oder schlechter Quotient ist, sondern es kommt auf den Einzelfall an.
Zur Vereinfachung kann man sich merken: die Blutkonzentration von HDL-Cholesterin bei Frauen sollte mindestens 45 mg/dl betragen, bei Männern 40 mg/dl.
Neben dem HDL-Cholesterin bestimmt der Arzt auch das Gesamtcholesterin und das „böse“ LDL-Cholesterin - für eine bessere Abschätzung des Arteriosklerose-Risikos.
Dazu kann er auch den Quotienten aus Gesamtcholesterin und HDL-Cholesterin errechnen (Ziel: < 4,5) sowie den LDL/HDL-Quotient.
Für letzteren gilt:
Bei Menschen, die keine sonstigen Risikofaktoren für Arteriosklerose (wie Bluthochdruck) haben, sollte der LDL/HDL-Quotient unter vier liegen.
Dagegen wird bei Menschen mit solchen weiteren Risikofaktoren ein Quotient unterhalb von drei und bei Menschen, die beispielsweise bereits Arteriosklerose haben, ein Quotient unterhalb von zwei empfohlen.
Der LDL-/HDL-Quotient hat mittlerweile etwas an Bedeutung verloren, wenn es um die Abschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos (kardiovaskulären Risiko) geht. Offenbar besteht nämlich bei extrem hohen Werten an "gutem" HDL-Cholesterin (oberhalb von ca. 90 mg/dl) eine erhöhte Gefahr für Arteriosklerose. Beim HDL-Cholesterin gilt also nicht: Je mehr, desto besser.
LDL:
Nach aktuell gültigen Leitlinien sollte der LDL-Cholesterin-Spiegel bei gesunden Erwachsenen mit einem niedrigen kardiovaskulären Risiko weniger als 116 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut) betragen. Fällt der gemessene LDL-Wert zu hoch aus, wird der Arzt eine zweite Probe veranlassen. Ist dann das LDL-Cholesterin normal, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf.
Liegen jedoch Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vor, sollte das LDL-Cholesterin noch niedriger sein, nämlich kleiner 100 mg/dl (oder zumindest das erhöhte LDL um mindestens die Hälfte reduziert werden). Leiden Patienten etwa schon an einer Koronaren Herzkrankheit empfehlen Experten ein LDL-Cholesterin weniger 70 mg/dl.
Zur Beurteilung des Arteriosklerose-Risikos eines Patienten kann auch der LDL/HDL-Quotient hilfreich sein: Je mehr LDL- und je weniger HDL-Cholesterin jemand besitzt, desto höher der Quotient, und umgekehrt.