Leider findet man verdammt wenige offizielle Angaben zur Gewalt oder sexuellen Gewalt gegen Migranten.
Völlig unabhängig von der Nationalität. Leider nur bis 2013 anhand der BKA-Daten gefunden.
Die Zahl der „überfallartigen Vergewaltigungen“ macht über alle betrachteten Jahre hinweg kontinuierlich ungefähr 1/4 der Vergewaltigungen aus. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 3/4 der Vergewaltigungen in Deutschland von Personen verübt werden, die ihre Opfer vorher kannten: Ehepartner, Verwandte, Freunde, Bekannte, Geschäftskontakte, Verabredungen.
Wenn man bedenkt, dass die Dunkelziffer steigt, wenn sich Täter und Opfer kennen (siehe unten), vermutlich sogar noch mehr. Weiter Infos dazu liefert die sehr aufschlussreiche Dissertation von Katja Goedelt "Vergewaltigung und sexuelle Nötigung- Untersuchung der Strafverfahrenswirklichkeit".
: https://univerlag.uni-goettingen.de/bitstream/hand…5-28-9/GSK8.pdf
Die Zahl der überfallartigen Vergewaltigungen in Deutschland ist von 1987 bis 1996 kontinuierlich gesunken. Auch sie steigen dann ab 1997 stark an. Erst ab 2006 sinken sie wieder, dann jedoch sogar deutlicher als die Gesamtzahl der Vergewaltigungen und liegen 2014 sogar unter dem Niveau von 1987 (und 1991).
Für die Steigerung ab 1997 liefert weder das Datenmaterial noch die Historie eine Erklärung. Es wäre aber möglich, dass aufgrund der öffentlich geführten Diskussion um die Vergewaltigung in der Ehe auch mehr überfallartige Vergewaltigungen zur Anzeige kamen, also nicht die absolute Zahl stieg, sondern die Dunkelziffer sank. Denkbar wäre auch, das Verheiratete aus Angst vor Strafe vermehrt Unbekannte überfallen und vergewaltigt haben, statt den eigenen Ehepartner. Aber das sind alles reine Spekulationen.
Die Vergewaltigung einer verheirateten Frau war bis 1997 als „außereheliche Tat“ definiert. Ehemänner durften ihre Frau beliebig vergewaltigen.
Vergewaltigung in der Ehe war kein Straftatbestand. […] Im Mai 1997 stimmte in namentlicher Abstimmung [… ] eine Mehrheit der Abgeordneten – vom Fraktionszwangˍ befreit – für einen fraktionsübergreifenden Gruppenantrag der weiblichen Abgeordneten und für die rechtliche Gleichstellung ehelicher und außerehelicher Vergewaltigung. 470 Abgeordnete stimmten dem Antrag zu, 138 stimmten dagegen, 35 enthielten sich.
: https://web.archive.org/web/2016051306…igebereitschaft
Das diese sehr grundlegende Rechtsänderung zu einer Erhöhung der Vergewaltigungszahlen in der Statisitk um fast 1/3 geführt hat, legt nahe, dass jede dritte Vergewaltigung in Deutschland vom Ehepartner begangen wird. Dem verstärkten Anstieg der Zuwanderung und Asylanträge ab 2010 steht dagegen ein stagnieren bis (leichtes) Sinken der Vergewaltigungen gegenüber.
Die Bereitschaft von Opfern, die Tat anzuzeigen, ist Umfragen zufolge gering. Vergewaltigung gehört zu den Straftaten, deren Häufigkeit unterschätzt wird. […] In den USA bleiben zwei Drittel bis drei Viertel aller Vergewaltigungen im Dunkelfeld. [… ] Die Anzeigebereitschaft sinkt mit dem Anstieg des Bekanntheitsgrades zwischen Tätern und Opfern.
Eines jedoch lässt sich mit den Daten klar belegen: Selbst größere Steigerungen von Migration und an Asylanträgen führten in der Kriminalstatistik bis 2014 nicht zu Steigerungen der überfallartigen Vergewaltigungen.
Für den Bundesdurchschnitt galt noch vor10 Jahren und ich denke nicht, dass es sich wesentlich geändert hat:
- Sexualstraftaten werden in der Regel von Männern begangen (98,8%)
- Etwa 3/4 aller Fälle gegen Frauen werden im persönlichen Umfeld begangen, davon:
- im Kreise der Ehe, Familie oder Partnerschaft
- im engeren Freundeskreis
- im Bekanntenkreis
- die Dunkelziffer bei Fällen aus diesem Umfeld ist besonders hoch
- Bei 1/4 aller Fälle gegen Frauen kommt der Täter nicht aus dem Umfeld
- Der Anteil der Ausländer bei diesen Straftaten beträgt im Jahr 2015 nach den Daten der Kriminalstatistik 20%
- 26% dieser Straftaten werden unter Einfluss der Droge Alkohol begangen
- 1/3 der schweren Sexualstraftaten werden unter Einfluss von Alkohol begangen
- Die Größe der Gemeinde des Tatorts spielt statistisch keine signifikante Rolle
2018 wurden laut der BKA-Statistik insgesamt 140.755 Personen (Vorjahr: 138.893) Opfer versuchter und vollendeter Gewalt (Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexuelle Übergriffe, Bedrohung, Stalking, Nötigung, Freiheitsberaubung, Zuhälterei und Zwangsprostitution)
81,3% davon sind Frauen, 18,7% Männer. Somit waren insgesamt 114.393 (2017: 113.965) Frauen und 26.362 Männer (2017: 24.928) von Partnerschaftsgewalt betroffen.
Bei Vergewaltigung, sexuellen Übergriffen und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu 98,4% weiblich, bei Bedrohung, Stalking, Nötigung in der Partnerschaft sind es 88,5%.
Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sind es 79,9%, bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 77% der Opfer Frauen.
Die Statistik beinhaltet noch weitere alarmierende Zahlen: 122 Frauen wurden 2018 durch Partnerschaftsgewalt getötet (durch Mord, Totschlag und Körperverletzung mit Todesfolge; 2017: 147). Das bedeutet: an jedem dritten Tag. Mehr als ein Mal pro Stunde wird statistisch gesehen eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt.
Dunkelziffer: Jede 3. Frau einmal im Leben von Gewalt betroffen
Die aufgeführten Zahlen bilden nur jene Straftaten ab, die überhaupt zur Anzeige gebracht wurden.
Die Dunkelziffer ist weitaus höher: Nach sogenannten Dunkelfeldstudien ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen (also nicht nur von Partnerschaftsgewalt). Statistisch gesehen sind das mehr als 12 Millionen Frauen.
Man kann leicht mit einigen herausgestellten Fällen etwas darstellen, was so eigentlich gar nicht in der Masse existiert.
Ein guter Grund dafür ist in meinen Augen z.B. dann gegeben, wenn man mit der Behauptung die Sicherheit erhöhen zu wollen Gesetze verschärfen will, die alle treffen.
Denn dazu muss man erst einmal ein Klima schaffen, damit die Bürger in Angst geraten und denken, dass die Lage sehr unsicher ist.
Ich selbst habe auch keinen Einzigen angezeigt. ![]()
Dirk: Infos zum Wachrütteln und nicht zur Panikmache und "Neues aus Absurdistan"▪![]()