Fazit: Ein Kaiserschnitt kann für zukünftige Schwangerschaften unvorteilhaft sein und birgt auch nicht zu unterschätzende Risiken. Letztendlich haben beide Arten der Geburt ihre Problematik, und eine schwangere Frau muss sich sehr gut informieren und entscheiden, was ihr wichtiger ist und welche Risiken sie eher bereit ist, einzugehen, und welche nicht.
Du warst ja richtig fleißig und hast etwas Arbeit zu dem geleistet, mit dem sich eine Schwangere befassen sollte.
Ob sie das vor der Geburt tut, ist ja nicht sicher.
Natürlich hat ein Kaiserschnitt viele Nachteile. Auch für das Kind. Ich z.B. kann mir gar nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich freiwillig den Körper zerschneiden lassen, um die Strapazen einer Geburt zu vermeiden. Diese Strapazen haben auch wichtige biologische Funktion.
Ich habe mir damals keinerlei Gedanken zu späteren Folgen der Schwangerschaften und Geburten für meinen Körper gemacht. Denke, die meisten Mütter tun das nicht, sonst würden sie sicher mehr Gymnastik nach der Geburt machen.
Man kann danach auch, wie z.B. Heidi Klum, ein Mammuttrainingsprogramm durchziehen. Sie hat ihre Kinder ja auch natürlich bekommen.
Ich war nach jeder Geburt noch 1 Woche im Krankenhaus. War damals üblich. Da ich ein ziemlich kommunikativer Mensch bin und mich gerne mit anderen Menschen austausche, käme für mich ein Einzelzimmer eh nicht in Frage.
Zu deiner Schilderung nach dem Kaiserschnitt fiel mir ein, dass ich auch schon mit einer Asiatin das Zimmer teilte, die einen Kaiserschnitt hatte.
In der Zeit bekommen die Frauen im Heilig-Geist-Krankenhaus auch Unterstützung bei der Versorgung. Auch in dem sie zu allem angeleitet werden. Nach dem Kaiserschnitt ist man erstmal einige Tage am Tropf. Aber die Frau hat sich sehr schnell erholt und war wieder fit. Ich glaube nicht, dass sie ihr Kind nicht alleine versorgen konnte, bis sie entlassen wurde.
Früher hieß es, dass man nach einem Kaiserschnitt beim nächsten Mal wieder einen Kaiserschnitt haben muss. Aber ich kenne auch eine Frau, die erst einen Kaiserschnitt hatte und danach eine natürliche Geburt.
Wichtig war für mich auch das Rooming-in gewesen, also dass das Baby keine unnötige Sekunde zu viel von der Mutter entfernt wird. Dass sie es nach der Geburt bekommt und es danach nicht weggetragen und im Säuglingszimmer deponiert wird. Dass es im Zimmer bei der Mutter bleibt. Auch wenn sie einen Kaiserschnitt hatte, hat das Baby die meiste Zeit über bei ihr im Raum gelegen.
In dem Buch zu Geburten, dass ich vor der 1. Geburt gelesen hatte, war auch eine Studie mit Ratten erwähnt, denen man die Babys weggenommen hat, Man stellte fest, dass die Bindung zwischen Mutter und Kind durch Trennung leidet und schwächer wird, und durch längere Trennung auch ganz verschwinden kann.
Ich hatte bis auf das letzte Kind, dass später verstorben ist, alle Kinder im Krankenhaus in meinem Bett liegen, da es eben wichtig für die Bindung zwischen Mutter und Kind ist.
Die letzte Geburt war aber in einem normalen Krankenhaus in Erbach. Völlig unkompliziert und natürlich. Aber in normalen Krankenhäusern gab es kein Rooming-in. Da wurde ich nach der Geburt aus dem Kreißsaal geschoben, am Bett meines Babys vorbei und es war auch die meiste Zeit im Säuglingszimmer und nicht bei mir. Wir hätten an dem Abend eben doch besser bis zum Heilig-Geist-Krankenhaus fahren sollen, auch wenn das sicher um die 80 km waren, denn das hat mir nicht gefallen.
Ich denke alles was Du aufführst, auch Akupunktur, manuelle Lageänderung des Kindes, Wassergeburten, usw. sind z.B. im Heilig-Geist-Krankenhaus in Frankfurt möglich. Sie bieten bis heute sehr viel für schwangere Frauen. Mittlerweile auch Kurse, die alle Möglichkeiten und Angebote genauer beleuchten.
Es ist also wichtig, dass man sich möglichst ein Geburtskrankenhaus aussucht, dass auch alle Optionen unterstützt, die sich die werdende Mutter vorstellt und die natürliche Geburt in den Vordergrund stellt.
Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Frauen, die Kinder bekommen, womit auch die Rate der Komplikationen wächst. Da es auch alle möglichen Geburten gibt, die im Notfall eben eine gewisse Technik für Mutter und Kind erfordern, gibt es jetzt diese Entwicklung hin zu Geburtszentren.
Es gab wohl Fälle, in denen Frauen einer höheren Risikogruppe in Geburtskliniken waren, die nicht für sie geeignet, da sie nicht entsprechend ausgestattet waren, was manchmal negative Folgen für Mutter und Kind hatte.![]()
Manchmal im Leben ist das, was man bekommt, leider nicht das, was man will. Wie z.B. bei den Frühgeburten und bei verschiedenen Komplikationen, die auftreten können.
So dass man sagen kann, es ist schön, wenn man natürliche Geburten hatte.
Aber leider klappt das nicht immer so, wie gewünscht und dann ist es auch gut, dass es Technik gibt, die Mutter und Kind retten kann.
Aber immer muss man entscheiden, wie weit man dieser Technik folgen will.
Vor 40 Jahren war ich eigentlich schon eher eine Spätgebärende, weil ich um die 30 war. Das hat sich ja geändert, da man das Alter auf 35 erhöht hat. Aber als Spätgebärende geht es schon los mit den Angeboten für Untersuchungen, ob das Kind möglicherweise krank ist, was mit Untersuchungen des Fruchtwassers verbunden ist, die selbst eine Geburt auslösen können.
Es ist schon auch richtig, dass Frauen ganz schön verrückt gemacht werden können, wenn sie sich verrückt machen lassen.
Männer wissen gar nicht, wie gut sie es haben, dass sie mit all diesen Dingen nur ganz am Rande zu tun haben. ![]()