Vitamin K2 bei Einnahme von sog. "Blutverdünnern" wie ASS, Heparin, Nattokinase u.ä.
Hallo allerseits,
zuerst einmal vorweg: Über die Sinnhaftigkeit der Einnahme von ASS, Nattokinase etc. möchte ich bitte nicht diskutieren. Es geht mir ausschließlich um die Frage, wie man trotz der Einnahme von "Blutverdünnern" sinnvoll und bestmöglich Vitamin K2 zu sich nehmen kann.
Ich habe gestern wieder einen Artikel zum Thema Vitamin K2, Blutgerinnung und Blutverdünnerˍ auf vitamind.net gelesen, der das stützt, was ich bisher an verschiedenen Stellen gelesen habe, jedoch nicht restlos alle für mich ungeklärten Fragen beantwortet.
Mir ist mittlerweile klar, dass bei Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (Cumarinen/Antikoagulanzien wie Marcumar, Warfarin etc.) seit Neuerem nicht mehr zu Vitamin K-Verzicht geraten, sondern die Einnahme einer fixen Dosis K2 empfohlen wird. Der INR wird dann darauf abgestimmt mit der entsprechend angepassten Medikamenten-Dosis "eingestellt". Das soll nicht nur Vitamin-K-Mangel (samt Nebenwirkungen) vorbeugen, sondern den INR sogar stabilisieren.
Das ist so u.a. im o.a. Artikel zu lesen, und auch Kate Rhéaume-Bleue schreibt dies in ihrem Buch "Vitamin K2 und das Calcium-Paradoxon".
Leider verstehe ich die Wirkungsweisen der anderen "Blutverdünnern" zu wenig, um daraus die richtige bzw. bestmögliche Vorgangsweise bzgl. Vitamin K2-Einnahme ableiten zu können, und habe diesbezüglich bisher auch keine befriedigenden bzw. fundierten Aussagen dazu gefunden.
Laut Zentrum der Gesundheit▹ˍ gibt es 4 Arten von sog. "Blutverdünnern": Cumarine, Heparine, ASS und direkte orale Antikoagulanzien
Ob bzw. wie man Vitamin K2 bei Einnahme von Cumarinen nehmen kann/soll verstehe ich wie o.a. erwähnt.
Bzgl. der direkten oralen Antikoagulanzien habe ich gelesen, dass es bei einer Überdosierung nichts gibt, womit sich die übermäßigen Blutungen stoppen lassen. Daraus schließe ich, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin K2 also kein Problem darstellt.
Aber wie sieht es bei der Einnahme von Heparinen, ASS und natürlichen Alternativen wie konkret Nattokinase aus? Welchen Einfluss hat die Einnahme von Vitamin K2 dann und stört die Einnahme von Vitamin K2 die Wirkung dieser "Blutverdünner"?
Heparin:
Ich habe demnächst eine OP und werde mir danach sicher wieder Heparin spritzen müssen. 2 Wochen werde ich es ohne K2 aushalten
Aber wie sieht es grundsätzlich aus?
ASS:
Ich kenne überraschend viele Leute, die regelmäßig ASS nehmen - die meisten auf ärztliche Anordnung, und die meisten, weil sie bereits mehr oder minder stark Atherosklerose haben.
Nattokinase:
Auch Nattokinase als natürliche Alternative ist mittlerweile recht weit verbreitet - bei den Leuten, die ich kenne, ebenfalls wegen Atherosklerose.
Meinem Verständnis nach ist ja die Einnahme von Vitamin K2 gerade bei Atherosklerose empfehlenswert und wichtig. Soviel ich bei Kate Rhéaume-Bleue und anderen gelesen habe, wirkt Vitamin K2 nicht nur vorbeugend gegen die Einlagerung von Calcium in den Arterien, sondern baut die Einlagerungen sogar auch wieder ab.
Daher meine konkreten Fragen:
- Beeinflusst bzw. wie beeinflusst die Einnahme von Vitamin K2 die Wirkung von Nattokinase?
- Beeinflusst die Einnahme von Vitamin K2 die Wirkung von ASS?
- Beeinflusst die Einnahme von Vitamin K2 die Wirkung von Heparin?
- Wenn ja: Welche K2-Dosen sind als sicher anzusehen trotz Einnahme von Nattokinase oder ASS oder Heparin?
- An welchen Blutwerten kann man ggf. Änderungen an der Wirkung von Nattokinase und ASS ablesen? Ebenfalls am INR? Oder an den Thrombozyten? Oder ...?
Besonders wichtig sind mir dabei aus gegebenem Anlass bitte Antworten bzgl. Nattokinase und ASS.
Ich bedanke mich im Voraus für fundierte Informationen und sehr gerne auch weiterführende Links - ich habe bisher leider keine mit (verständlichen bzw. glaubwürdigen) Antworten auf diese Fragen gefunden.
Viele Grüße
Andrea