Der Begriff ist meines Erachtens falsch gewählt und irreführend.
Wie wir heute wissen, kamen die verantwortlichen braunen Eliten damals trotz des Nürnberger Prozesses nicht nur ungeschoren davon, sie hatten kurz nach Ende des Krieges auch wieder verantwortungsvolle Pöstchen inne.
An der Wiege der BRD standen hochrangige faschistische Verbrecher: Globke, Speidel, Oberländer, Heusinger, Lübke, Filbinger, um nur mal einige zu nennen. Gerade Filbinger, der furchtbare Nazi-Richter, der noch kurz vor der deutschen Kapitulation Menschen wegen Fahnenflucht in den Tod beförderte und später, im Jahre 1978 meinte: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein" war später Ehrenvorsitzender der CDU. Und der wichtigste Komplize von Eichmann, der Gestapo-Chef von Wien, Huber, war viele Jahre BND-Spion, lebte aber bis zu seinem Tod 1975 unbehelligt in München. Mit Sicherheit mit einer guten Beamten-Pension.
Grund für solche "Begnadigungen" waren unter anderem das US-militärische Geheimprojekt "Operation Paperclip" oder das ebenfalls geheime Forschungsprogramm "MKULTRA" der CIA, Dabei wurden die wissenschaftlichen Untersuchungen von Foltermethoden der Nationalsozialisten zur Bewusstseinskontrolle weiterentwickelt. Ohne die "Rettung" entsprechender Führungsleute des damaligen braunen Gesocks wäre das nicht möglich gewesen.
Auf solch einen Nürnberg-Prozess kann ich gerne verzichten. Besser geeignet wäre hier wohl "World Tribunal for Law, Freedom and Health". Oder so ähnlich.