Rekordkälte am Südpol im November
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Rekordkälte am Südpol mit -45°C? Und die Rekorde folgen auf den sechsmonatigen Winter 2020-21, der der kälteste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1957 war? Seit Beginn der Aufzeichungen?
Liebe Leute bei uncutnews - mal eine kurze Info: Der Norweger Roald Amundsen musste seine Südpol-Erkundung im September 1911 abbrechen, da die eisige Kälte dort von weit unter -50°C ihm und seinen Kameraden so zu schaffen machte, dass sie umkehren mussten.
Erst am 20. Oktober konnte der finale Sturm auf den Südpol beginnen, Amundsen hatte dazu die Größe seiner Crew von acht auf fünf Männer reduziert, dazu gab es nur noch vier Schlitten und 48 Huskys. Erst im Dezember 1911 betrat Amundsen dann als erster mit seinen Mannen den Südpol.
Da wir gerade vom Südpol sprechen und vom Klimawandelmärchen .... und weil mir am vergangenen Wochenende jemand erzählen wollte, dass wir alle sterben werden, wenn die Polkappen schmelzen. mal folgendes: Solche Aussagen sind absoluter Nonsens im Quadrat und zeigt, dass da jemand im Physikunterricht nicht aufgepasst hat!
Nehmen wir zunächst mal den Nordpol, die Arktis, dort schwimmt das Eis frei im Wasser, neun Zehntel unter Wasser, ein Zehntel über Wasser. Ist hier jetzt zwar egal, ich wollt´s dennoch nur mal erwähnt haben. Titanic und so.
Eis schwimmt im Wasser, weil Eis eine kleinere Dichte hat als Wasser, Eis hat dadurch bei gleicher Menge ein größeres Volumen. Daher verdrängen 100 g Eis auch 100 g Wasser, nur haben diese 100 g Wasser eben nicht das identische Volumen wie die 100 g Eis. Das Volumen von 100 g Wasser ist ca. 10% geringer als das Volumen von 100 g Eis. Weiß jeder, der mal eine geschlossene, volle Flasche Wasser ins Eisfach gelegt hat.
Lange Rede, kurzer Sinn: Würde das Eis am Nordpol schmelzen, käme es dadurch niemals zu einer Anhebung des Meeresspiegels, dem Meeresspiegel wäre das völlig schnurzpiepe. Nämlich ganz im Gegenteil - der Meeresspiegel würde sogar etwas sinken. Das riesige Volumen des Eises ist futsch, an seine Stelle gelangt dann das geringere Volumen des Wassers. Mal drastisch und etwas vereinfacht ausgedrückt.
Was hierbei zum Tragen kommt sind einmal die Anomalie des Wassers und zum anderen unser altbekannter Freund Archimedes und die Sache mit der Krone und der Badewanne ...
Anders verhält es sich allerdings mit dem Eis am Südpol, der Antarktis. Dieses schwimmt ja nicht frei im Wasser, sondern liegt auf einer Landmasse. Gelangt dieses nun ins Meer, würde sich die Wassermenge im Meer natürlich erhöhen. Nach Messungen des US-amerikanischen Forschungssatelliten GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) hat sich der jährliche Landeisverlust der letzten 10 Jahre auf 175 Milliarden Tonnen erhöht.
Zu diesen Messungen fehlen mir jetzt allerdings weitere Daten und 175 Milliarden Tonnen Eis sind vom Volumen her nicht identisch mit 175 Milliarden Tonnen Wasser. Eigentlich müsste man nun umrechnen, was dies als Volumen ausmacht und anschließend dieses Volumen rund um den Erdball auf die Meere verteilen und könnte so annähernd die Auswirkungen erkennen. Aaaaber - zu solch einer Rechnerei habe ich jetzt keine Lust. Wäre eigentlich eine schöne Rechenaufgabe für den Physikunterricht .... 
Außerdem gibt es noch zumindest eine Unbekannte: Was ist, wenn sich nun auch noch eine Kontinentalplatte senkt oder eine andere sich hebt? Was bedeutet das dann für den Meeresspiegel?
Fragen über Fragen .... ich gehe morgen aber mal in eine Eisdiele - bei uns hat noch eine geöffnet - vielleicht kennt man dort die Antworten ....