Hier mal was zur Physik von Gasspeichern
: https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-ver…ung-li.10015834
„Sinkt der Speicherfüllstand unter etwa 50 Prozent, verringert sich der Druck im Speicher“, erklärt der staatliche Energieimporteur Uniper, der selbst Gasspeicher betreibt, auf Anfrage der Berliner Zeitung. Dadurch lasse die Ausspeicherleistung physikalisch bedingt nach und es könne weniger Gas pro Zeiteinheit bereitgestellt werden. Je niedriger der Füllstand, desto stärker sei die technische Leistungsfähigkeit eingeschränkt, insbesondere an sehr kalten Wintertagen mit hoher Nachfrage.
Gasspeicher-Krise: Gas ist da – kommt aber langsamer
Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) bestätigt diesen Effekt. Mit sinkenden Speicherfüllständen nehme die Leistungsfähigkeit der Speicher ab, teilt der Verband auf Anfrage mit. „Das bedeutet, dass innerhalb einer bestimmten Zeit weniger Gas in das Netz ausgespeichert werden kann.“ Wie stark dieser Effekt ausfällt, hänge von der Art des Speichers ab, etwa davon, ob es sich um Kavernen- oder Porenspeicher handelt. Gerade bei Verbrauchsspitzen, also an sehr kalten Tagen, kann das relevant werden. Denn dann steigt der Gasbedarf sprunghaft, während die maximale Ausspeicherleistung bereits eingeschränkt ist.
Kann das Gas schnell genug dort ankommen, wo es gebraucht wird?
Wichtig ist: Es geht nicht um einen plötzlichen Gasmangel oder Abschaltungen für Haushalte. Das Gas ist vorhanden, aber nicht mehr beliebig schnell verfügbar. Die Bundesnetzagentur betont, dass niedrige Speicherfüllstände keine direkte Auswirkung auf den Gasdruck in den Fernleitungsnetzen hätten. Die Netze würden aktiv gesteuert, um die Stabilität jederzeit zu gewährleisten.
Dennoch räumt auch die Behörde ein, dass es in Spitzenlastsituationen zu Optimierungen oder Umverteilungen von Gasmengen kommen kann. Entscheidend ist also nicht ein plötzlicher Ausfall, sondern die Frage, ob Gas bei hoher Nachfrage rechtzeitig und in ausreichender Menge verfügbar ist.
Wenn in nächster Zeit kein LNG-Gas kommt und die Gasspeicherfüllstände der einzelnen Speicher weiter in den Roten Bereich sinkt, haben wir also nicht nur das Problem von zu wenig Gas, sondern auch noch zu wenig Druck! Ich Übersetze das mal allein nur für das Stromnetz: Wenn schnellstartfähige Gaskraftwerke für die Stromproduktion bei schlagartig steigender Last nicht genug Druck haben und dadurch zu wenig Gas ankommt, kann man eben auch nicht schnell genug auf eine schnell fallende Netzfrequenz der 50 Hz reagieren! Das löst Kettenreaktionen aus, und es kommt zu Lastabwürfen. Sollte die Netzfrequenz trotzdem nicht wieder hoch kommen und sich dann noch in einen unzulassigen Betriebszustand befinden, gehen die Lichter aus....Blackaout!
Da nützen uns dann solche dummen Sprüche wie hier von den grünen Sekten auch nix:
Die strategische Antwort liegt nicht im Rückfall in fossile Sicherheitsfantasien, sondern in der konsequenten Transformation: schnellere Elektrifizierung von Wärme und Verkehr, beschleunigter Ausbau von Wind und Solar, systemische Speicherlösungen, flexible Netze, Effizienzsteigerung im Gebäudebestand und der schrittweise Ersatz von Erdgas durch Strom, Wärmepumpen, perspektivisch grünen Wasserstoff und synthetische Moleküle dort, wo Elektrifizierung nicht direkt möglich ist. Jede Kilowattstunde, die nicht mehr mit Gas erzeugt oder verheizt wird, senkt Importabhängigkeit, Preissensitivität und geopolitische Verwundbarkeit.
Wer heute seriös über Versorgungssicherheit und Gasspeicher-Füllstände spricht, muss daher nicht fragen, wie wir das nächste Gasjahr überstehen – sondern wie schnell wir das fossile System hinter uns lassen. Die eigentliche Sicherheit entsteht nicht durch immer neue Reservekapazitäten, sondern durch ein robustes, elektrifiziertes, heimisches Energiesystem. Genau hier entscheidet sich, ob Deutschland vom permanenten Krisenmodus in eine Phase struktureller Stabilität kommt. 
Na, wenn die nicht eine an der Klatsche haben?!