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Atomausstieg: Ein Pyrrhussieg der Systemopposition von vorgestern
Schon im nächsten Winter könnte es nicht nur weitere dramatische Verteuerungen von Energie geben, sondern auch eine handfeste Energiekrise. Selbst wenn sich dieses Problem irgendwie bewältigen lässt, bleibt es eine Tatsache, dass die gegenwärtige Energiepolitik alles andere als umweltfreundlich ist. Mittels Fracking gewonnenes US-amerikanisches Erdgas wird mit Tankschiffen, die Unmengen an dreckigem Schweröl verbrauchen, über den Atlantik transportiert und dann an den von Robert Habeck hastig errichteten LNG-Terminals umgepumpt, wobei große Mengen an giftigen Chemikalien ins Wattenmeer gelangen. Wenn die heutigen Grünen tatsächlich noch Restbestände eines ehrlichen Wunsches nach Umwelt- und Klimaschutz besäßen, müssten sie zumindest anerkennen, dass Kernenergie CO2-neutral ist und bis auf den bei der Kühlung entstehenden Wasserdampf keinerlei Abgase freisetzt. Stattdessen führt ihre Politik in der Praxis dazu, dass nun – zusätzlich zu dem ganzen Dreck, den der teure Erdgasimport aus Übersee erzeugt – Braunkohle als einer der schmutzigsten und ineffektivsten Energieträger überhaupt einen immer größeren Anteil bei der Stromerzeugung einnimmt. Zu der Vorgestrigkeit der Atomausstiegs-Ideologie kommt also ein zweite Rückkehr in die Vergangenheit der 1970er und 1980er Jahre hinzu – diesmal in die der DDR.
Hoffen auf die EU-Nachbarn
Dabei übersehen sie völlig, dass monströse Windräder nichts anderes sind als „Eiffeltürme“, bei denen allein die Herstellung des benötigten Stahls riesige Mengen an Energie verschlingt, die man in diesem Umfang kaum jemals mit „grünem Wasserstoff“ wird erzeugen können.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Forderung nach einem Atomausstieg in den 1970er und 1980er Jahre durchaus ihre Berechtigung hatte, sich aber in der Folgezeit zu einem Mythos entwickelt hat, der jetzt – mit gefährlichen Folgen – im Deutschland des Jahres 2023 herumspukt. Noch gäbe es Möglichkeiten, Fehlentwicklungen zu stoppen, die zum völligen Ruin unserer Volkswirtschaft und damit auch zu Wohlstandseinbußen führen müssen, die weit über das Maß eines aus meiner Sicht durchaus gebotenen Rückbaus unserer dekadenten Konsum- und Spaßgesellschaft hinausgehen und wirkliche Massenarmut erzeugen müssten. Eine gewisse Hoffnung besteht darin, dass an irgendeinem Punkt unsere europäischen Nachbarn der deutschen Selbstmordpolitik in den Arm fallen werden. Ohne ein wirtschaftlich starkes Deutschland können weder die EU noch der Euro langfristig existieren. Die europäischen Völker brauchen uns Deutsche, selbst wenn sie uns oftmals nicht mögen. Deshalb werden sie unserem nationalen Suizid auch kaum tatenlos zusehen. 