Trotz der reduktionistischen Doktrin des Körpers als Maschine, die von den Transhumanisten vertreten wird, ist bekannt, dass Nahrung eine Form von Information ist und dass diese Information direkt mit unserer genetischen Infrastruktur interagiert und epigenetische Veränderungen bewirkt, indem sie verschiedene Gene ein- und ausschaltet – „Du bist, was du isst“, wie das alte Sprichwort sagt
Epigenetik bezeichnet die Wissenschaft, wie Zellen die Genaktivität steuern, ohne die DNA-Sequenz zu verändern. Unsere Nahrung und unsere Umwelt sind zwei wichtige Faktoren, die epigenetische Veränderungen bewirken.
Einer der wichtigsten epigenetischen Mechanismen ist die DNA-Methylierung – ein Prozess, der die Genexpression reguliert, indem er die Proteinaktivität verändert und/oder die Bindung von Transkriptionsfaktoren hemmt.
Die DNA-Methylierung ist jedoch nicht der einzige Mechanismus, über den Nahrung mit unserer DNA interagiert.
Alle Nahrungsmittel, ob pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, enthalten nicht-kodierende RNA, die die Verdauung überstehen und tiefgreifende Veränderungen in der Genexpression bewirken kann. Diese RNAs werden in Mikrovesikeln (auch Exosomen genannt) transportiert. Eine bahnbrechende Studieˍ aus dem Jahr 2011 zeigte, dass exogene pflanzliche Mikro-RNAs die Genexpression beim Menschen regulieren können.
Eine weitere Informationsquelle sind die Mikroorganismen, die in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Das sogenannte „Mikrobiom“ bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen (Pilze, Bakterien usw.) in unserem Körper, die sich größtenteils im Darm befinden. Jüngste Erkenntnisse haben die Bedeutung des Mikrobioms und seine Rolle bei nahezu allen chronischen Erkrankungen, von Depressionen bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verdeutlicht.
Nützliche Mikroben tragen zur Regulierung des pH-Werts im Darm bei, produzieren Vitamine, erhalten die Integrität der Darmschleimhaut aufrecht, regulieren die Immunfunktion, reduzieren Entzündungen und fermentieren komplexe Kohlenhydrate, die normalerweise für die menschliche Verdauung unzugänglich sind.
Mikroben stellen einen immensen Informationsspeicher dar, der uns über unsere Nahrung erreicht. Fermentierte Lebensmittel (wie Kimchi) sind daher unersetzliche Quellen nützlicher Bakterienˍ , die zu einer optimalen Darmgesundheit beitragen, das Krankheitsrisiko senken und das durch stark verarbeitete Lebensmittel, Glyphosat und andere im modernen Leben verbreitete Giftstoffe geschädigte Mikrobiom wiederherstellen.
Erst wenn wir den umfassenden Einfluss natürlicher Lebensmittel für unseren Körper begreifen, erkennen wir das Ausmaß der Agenda, die den Konsum von gentechnisch veränderten, synthetisch hergestellten und im Labor entwickelten Produkten aus Konzernlaboren forciert.
guenter, da und an etlichen anderen Stellen bin ich ganz bei Dir.
Aber was das angeht:
Servus Die Mama,
Bis vor 2 Generationen war es normal bis 10 Kinder in einer Familie aufzuziehen. Hygienische Mißstände, Not und Hunger waren es die die Anzahl reduzierten.
Weiß ich nicht, von was Du sprichst. Eine Generation entsprach bis vor Kurzem 25 Jahren, da es die durchschnittliche Zeit beschreibt, bis die nächste Generation geboren wird.
Früher hatten viele Frauen notgedrungen mangels Verhütung mehr Kinder. Die Mutter von Dürer (1471-1528) z.B. hatte angeblich 14 Kinder geboren, von denen die meisten gestorben sind.
Familien mit 10 Kindern gab es vor der Industrialisierung durchaus und vereinzelt auch danach.
Nach Daten des statistischen Bundesamts lag die durchschnittliche Kinderzahl aber schon im Jahr 1900 nur noch bei 4,2 Kindern. Hatte ich sogar verlinkt. : RE: Warum sinken die Geburtenzahlen in Deutschland? Kinder-wollen- oder Kinder-können-Problem?
Da lag die durchschnittliche Lebenserwartung aufgrund der eingerechneten hohen Kindersterblichkeit und den vielen Kriegen mit 45-48 Jahren sehr niedrig.
In meiner Generation hatte eine Familie unserer Kleinstadt mit 6 Kindern die meisten Kinder und wurde deshalb als asozial bezeichnet.
Zudem gab es zu allen Zeiten auch Frauen, die gar keine Kinder bekommen konnten.
Wenn Du mit 2 Generationen 2 Menschenleben meinst, dann lag die durchschnittliche Kinderzahl im 19. Jahrhundert (1800-1899) nach meinen früheren Recherchen bei 4,7 Kindern.
Im 19. Jahrhundert lag die Geburtenrate in ganz Europa – gemessen als Kinder pro Frau (Total Fertility Rate, TFR) – zwischen 4,5 und 5,5. Zu Beginn des Jahrhunderts hatten Frauen im Durchschnitt fünf oder mehr Kinder, besonders in ländlichen und agrarisch geprägten Regionen.
An der Stelle sei erwähnt: Im 19. Jahrhundert war Kinderarbeit in Deutschland noch weit verbreitet, besonders während der Industrialisierung.
Kinder ab 6–7 Jahren arbeiteten in Fabriken, Bergwerken und Landwirtschaft unter harten Bedingungen – oft 12–16 Stunden täglich für Hungerlöhne.
Falls jemand lesen sollte in 1839 gab es das erste Verbot der Fabrikarbeit für Kinder unter 9 Jahren, dann galt dieses Gesetz damals nur in Preußen. Erst 1871 wurde das Deutschen Reich gegründet. Aber auch da gab es Ausnahmeregelungen.
Auch die Abschaffung der vielzitierten Leibeigenschaft in Deutschland erfolgte zwischen Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts.
Du versuchst eine Zeit zu glorifizieren, die in meinen Augen für viele Menschen einen erbarmungslosen Überlebenskampf darstellte, der darin endete, dass z.B. zwischen 1816 und 1914 viele Millionen Deutsche auf der Suche nach einem besseren Leben oder aus Fluchtgründen unter meist erbärmlichen Bedingungen in die USA ausgereist sind. Belogen wurden die Menschen damals allerdings auch nicht weniger.
Und trotzdem hatten sie mehr Kinder als heute. Nicht nur, weil sie der Natur viel stärker ausgeliefert waren, sondern da sie Kinder für die Altersversorgung brauchten.
Und wenn wir darauf zurückkommen, was mit Beginn der Nahrungsmittelindustrie damals in den USA alles im Lebensmittelbereich gelaufen ist, wie letztens dokumentiert, dann war das schon damals nicht weniger erschreckend.