Carlito, das stimmt. Zum Glück.
Denke auch, dass er etwas Giftiges gefressen hatte. Denn sowas hatte er noch nie.
Wir machen uns da aber keine Vorwürfe, denn man kann das nicht vermeiden.
Als sie kurz nach dem Umzug den Sack Lindor-Schokolade von unserer Tochter geplündert haben, der auf dem Boden stand, hätten wir uns schon Vorwürfe gemacht, wenn was passiert wäre. Aber da ist nichts passiert. Zu wenig Schokolode und zu viele Milch. Die beiden hatten nicht Mal einen verdorbenen Magen.
Unsere verstorbene Hündin hätte sowas aber niemals gemacht.
Ja, Cairnterrier. Halb Hund, halb Katze sozusagen.
Wenn ich eine Silhouette von einem der Hunde im Sitzen von vorne zeichnen würde, würde sie auch eher aussehen, wie die einer großen Katze.
Die Hündin unserer Tochter hat in Aachen tatsächlich einmal einen Giftköder mit Rattengift gefressen. Da war sie an der Leine. Unsere Tochter hatte das gar nicht mitbekommen. Die Hündin konnte vom Tierarzt aber noch gerettet werden.
Da hätten Kohletabletten natürlich nichts genutzt. Mein Mann hatte aber ausgeschlossen, dass der Hund ein derartiges Gift gefressen haben könnte.
Kohletabletten sind meist das Erste, wenn es einem Hund schlecht geht und er sich ernsthaft übergibt.
Insgesamt haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die beiden Hunde sehr gut auf Kohle reagieren.
Jetzt, wo sie älter sind, sind die Hunde schon ein bisschen wie Kinder, die man umsorgen muss.
Sagt der Freund vom Nachbarn immer, wenn er mich sieht: Wieder mit den Kindern Gassi? ![]()
Da der eine Hund mittlerweile Arthrose hat und immer derjenige war, der bei uns am Fußende im Bett liegt, oder sich anderweitig in unserem Bett breit macht, jetzt aber nicht mehr selbst vom und auf das Bett springt, muss man ihn ja vom/ins Bett heben, wenn er runter oder hoch will.
Da hab ich auch schon zu meinem Mann gesagt, ist fast wie mit den Kindern als sie klein waren. ![]()
Sie sind aber auch sehr niedlich
, obwohl völlig unterschiedliche Charaktere.
Es ist oft einfach zum Schießen, wenn man die beiden so nebeneinander her laufen sieht.
Auch die ganzen Interaktionen zwischen den beiden. Der eine Hund will unbedingt raus, weil der andere was machen muss, ist typisch für die beiden.
Mein Mann hat sie beim Gassigehen oft am Koppelband frei laufen.
Uns würde hier wahrscheinlich keiner kennen. Aber durch die Hunde sind wir bekannter, als wir selbst denken, wie uns schon öfter aufgefallen ist.
Die beiden waren hier auch schon in der Zeitung, wie sie sich am Koppelband selbst Gassi führen, denn jeder muss automatisch lächeln, wenn er die beiden so sieht.
Einer musste vor Jahren sogar schon von der Feuerwehr befreit werden, weil er sich an einem Geländer im Kurpark den Kopf eingeklemmt hatte. Zwischen die Stäbe kam er mit dem Kopf, aber nicht mehr raus.
Immer wieder was los mit den Beiden. ![]()
Als wir innerhalb des Orts hierher gezogen sind, ist der coole Hund mit dem Lipom Anfangs auch mehrfach über das Dach des Gartenhauses des Nachbarn das sich an unsere Terrasse anschließt abgehauen und war teils Tage lang weg. Einmal musste ich ihn beim Tierheim abholen, weil er abgegeben wurde.
Einmal hat mein Mann schon geheult weil er 2 Tage weg und unauffindbar war, da er dachte, er sieht ihn nie wieder. Da saß er kurz darauf plötzlich, als wäre nichts, vor der Haustür, die ich aus einem Gefühl heraus geöffnet hatte.
Mein Mann sagt, es vergeht kein Tag, an dem sie mir nicht eine Freude sind.
Einmal habe ich ihr Abenteuer gerade noch verhindert, weil ich sah, wie beide über dieses Gartenhausdach gemeinsam abhauen wollten. Der coole Hund natürlich vorneweg und sein Bruder hinterher geschlichen.
Von der Optik her sahen sie wirklich aus wie Max und Moritz, die sich durchaus schuldbewusst auf ein neues Abenteuer begeben wollen.
Die letzten Jahre ist es aber nicht mehr passiert, dass einer verschwunden ist. Mit dem Alter legt sich offenbar auch bei Hunden die Abenteuerlust.
Wie ich von der Vorbesitzerin weiß, sind die beiden schon als Welpen gemeinsam abgehauen. Erst aus der Wurfkiste verschwunden und später über ein selbst gebuddeltes Loch aus dem dortigen Garten. Es ist wohl selten, dass so ein Hundeteam lebenslang zusammen bleibt.
Mit diesen beiden Hunden gibt es über die Jahre jedenfalls unendlich viele Geschichten, die wir mit unseren anderen Hunden niemals erlebt haben und natürlich möchte man sie nicht verlieren, wie man nie einen Hund verlieren möchte, obwohl es letztlich leider unvermeidbar ist.