Wenn es so weit ist, sage ich ja dazu.
Dann lese noch etwas weiter, denn Du bist ja biologisch nicht tot, wenn dir Organe entnommen werden. Das ist in Europa ausgeschlossen.
Toten werden keine Organe entnommen, da sie nutzlos und nicht verwertbar sind. Daher ist es wichtig ist, dass der Mensch bis zur Entnahme biologisch gesehen noch lebendig ist. Denn die Organe müssen lebendig und funktionsfähig sein und frisch entnnommen werden.
Deshalb wird der Körper bis zur Entnahme beatmet, damit alle Lebensfunktionen im Körper künstlich aufrecht erhalten werden können.
Du wirst zur Organ-Entnahme auch keine Schmerzmittel erhalten, da Du ja offiziell tot bist.
Ich denke da immer an die Mutter, die ihr Kind zur Organspende frei gab und in der Folge seit dem Tag der Organentnahme über lange Zeit jede Nacht davon träumte, wie ihr Kind sie verzweifelt um Hilfe rief, während ihm die Organe entnommen wurden.
Aus solchen überrumpelten Eltern hat sich eine Initiative gegründet. initiative-kao.de/bericht-r-greinert--naechstenliebe-kannibalismus.html
Oder das Interview mit dem Titel Wer noch warm ist, ist nicht tot aus 2012 in der FR.
Alexandra Manzei hat 15 Jahre lang Komapatienten betreut und zur Organspende vorbereitet. Als sie das nicht länger ertragen konnte, gab sie ihre Arbeit als Krankenschwester auf und studierte Soziologie. Ein Gespräch über den Hirntod, das Sterben und Alternativen zu Transplantationen.
fr.de/politik/noch-warm-ist-nicht-11324822.html
Obwohl es eben auch dokumentierte Fälle gibt, bei denen Menschen mit der Diagnose Hirntod vor der OP wieder aufgewacht sind, die Frau Manzei hier nicht erwähnt. Und erst letztens ist ein für tot erklärter Mann in seinem Sarg bei der Beerdigung wieder aufgewacht und hatte alle Verwandten überrascht.
Ich denke auch an die OP-Teams, die berichtet haben, wie sich die angeblich Toten wie Lebendige ohne Bewusstsein verhalten und mit schmerzverzerrtem Gesicht bei der Organentnahme viele Abwehrbewegungen machen. Sie sind ja eben nicht einmal betäubt, obwohl sie eigentlich noch leben.
Schon wenn man der Organentnahme zugestimmt hat, ist man in meinen Augen medizinisches Freiwild. Sie werden es zwar abstreiten. Aber es gab in den USA schon vor mehr als 10 Jahren Fälle, bei denen verunglückte junge Menschen schon gleich im Krankenwagen mit den entsprechenden Medikamenten zur Vorbereitung auf eine Organentnahme behandelt wurden.
Und es tut mir leid. Aber seitdem ich weiß, dass unter denen, die auf Organe warten und auf der Liste stehen, der Begriff Spenderwetter kursiert und sie regelrecht darauf geiern und sich freuen, wenn möglichst viele verunglücken, um sie mit ihren Organen zu versorgen, und ich dazu noch das gelesen hatte, was eine Frau in meinem damaligen Forum an abfälligen Äußerungen von sich gegeben hatte, die nach der Transplantation die Niere wieder abgestoßen hat, ist das Thema für mich durch, was den Punkt Nächstenliebe betrifft. Denn diese Menschen haben in Wahrheit nicht ein Fünkchen Nächstenliebe mit den Spendern/Verunglückten.
Das ist für diese Menschen nur wie ein Warenlager für lebendige Organe, aus dem man sich bedient und bei dem Jeder hofft, auf Kosten eines anderen zu überleben. Auch wenn sie später etwas anderes behaupten, weil sich das so gehört.
Für mich geht es dabei auch um die Frage, wie man sterben will.
Friedlich oder als medizinisches Schlachtopfer unter größten Schmerzen in einem und für ein System, das insgesamt mehr dafür tut Menschen krank zu machen und zu töten, als dafür zu sorgen, dass Menschen lange gesund leben können. Ein System, in dem es bei vielen Menschen erst durch Medikamente, Gifte oder falsche Behandlung zum Organversagen gekommen ist.
Nein. Ich werde niemals ja dazu sagen. Mein Tod gehört nur mir.
Ich bin nicht bereit mein Leben auf einer Schlachtbank des medizinisch-industriellen Komplexes unter Schmerzen während des Ausschlachtens zu beenden, damit meine Organe für das Verfügung stehen, was ich komplett für mich ablehne und prinzipiell als Form des modernen Kannibalismus sehe, damit meine Organe dem System für weiteren Umsatz zur Verfügung stehen. Das wäre in meinen Augen auch vollkommen kurios.