Liebe Die Mama,
das ist mir alles bekannt. Doch es ist kein Grund, das Geschlecht zu hinterfragen. Die ganzen ideologistischen Begriffe, die Du oben als verschiedene Geschlechtsidentitäten aufgezählt hast, sind erfunden,
Das sehe ich tatsächlich völlig anders als Du, da es schon immer Menschen gibt, die das tun. Früher nicht, weil es ihnen jemand sagte, sondern weil diese Fragen zu einem innere Bedürfnis wurden.
Man hat nichts erfunden, sondern aus dem, was es schon ewig gibt, neue Begrifflichkeiten geschaffen, mit dem Ziel, all das als normal anzuerkennen, weswegen sich viele Menschen früher gezwungen sahen aufgrund von gesellschaftlichem Druck angepasst zu leben.
Spontan fällt mir ein, mir gefällt der alte Begriff Hermaphrodit, aber Betroffene empfinden ihn als beleidigend. Deshalb jetzt intersexuell.
Ich kann auch keinen wirklichen Unterschied zwischen androgyn und genderqueer erkennen.
Männer, die sich sehr weiblich fühlen, haben meist eine bestimmte Ausstrahlung. Kennt man schon ewig. Gibt auch Frauen, die sich eher männlich fühlen oder je nach Situation unterschiedlich. Das ist doch nicht Neues.
Es gab auch schon immer Menschen, die sich einfach asexuell fühlen, usw.
Ob man jetzt jede Abweichung von der festgelegten Geschlechtsidentität als Mann oder Frau in Gruppen kategorisieren muss, ist die eigentliche Frage.
Denn mir ist es eigentlich völlig egal, wie sich andere identifizieren.
So genau will man es eigentlich wirklich nicht wissen, wenn man mit Menschen im Arbeitsleben in Kontakt ist.
Ich denke sogar, wenn man das derart bis in die Tiefe zerlegt, dann habe ich selbst auch eine mir bislang nur nicht bewusste von der Norm abweichende Geschlechtsidentität.![]()
Erstens halte ich das nicht für einen Defekt, sondern die Medizin hält es für einen Defekt. Es ist ja auch medizinisch klassifiziert.
Nein. Genau das ist jetzt Vergangenheit.
Wenn eine Einordnung alleine durch moralische und religiöse Vorgaben definiert ist, dann kann man diese Einordnung auch ändern.
Eine geschlechtsangleichende Maßnahme (früher „Geschlechtsumwandlung“) ist kein Defekt, sondern mittlerweile eine medizinisch anerkannte Behandlung für Menschen mit Geschlechtsinkongruenz.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Geschlechtsinkongruenz nicht mehr als psychische Störung, sondern als „Zustände im Bereich der sexuellen Gesundheit“ ein.
Dies bedeutet eine Entpathologisierung. Die Identität von trans* Menschen wird nicht als Krankheit betrachtet.
Die medizinischen Maßnahmen (Hormone, OPs) dienen der Linderung des Leidensdrucks (Geschlechtsdysphorie) und der Anpassung des Körpers an die Geschlechtsidentität.
Das Ziel ist nicht mehr wie früher eine „Umwandlung“, sondern die Anpassung des Körpers an die Geschlechtsidentität.
Der Begriff „Umwandlung“ wird von vielen Betroffenen als diskriminierend empfunden, da er suggeriert, dass die Identität erst durch OP entsteht.
Dass die Geschlechtsidentität meist schon früh im Menschen selbst entsteht, der sich im falschen Körper fühlt, ist ein bekannte Geschichte.
Da gibt es ja auch diverse Lebensläufe von Männern, die sich früher als Frau fühlten, als Geächtete dem starken gesellschaftlichen Druck beugten und heirateten und Kinder bekamen, bis die Kinder dann irgendwann 2 Mütter hatten.
Tatsächlich kann man sehen, dass es jetzt sogar recht betagte Männer gibt, die noch geschlechtsangleichende OPs machen lassen, weil es ihnen ein tiefes Bedürfnis ist.
Was mich stört, ist der überzogene Hype, der vor allem in den USA unter Biden ganz, ganz extrem war, die mögliche Beeinflussung von Kindern und Jugendlichen in ihrer freien Entwicklung und dass es kein höheres Mindestalter für diese OP gibt, wie z.B. 21 oder 25 Jahre.
Denn so ein OP ist eine umfassende körperliche Veränderung, bei der viel schief gehen kann und die im Prinzip irreversibel ist.
Zudem sollten auch alle möglichen gesundheitlichen Folgen dieser OP besser dokumentiert sein und veröffentlich werden.
Wenn man alleine sieht, was in D schon bei einem Augenlifting schief gehen kann, von dem man denkt das wäre heute längst eine Standardanwendung, ist das schon gruselig.
Da hab ich die Tage einen Zufallsfund mit dem Titel Das dubiose Geschäft der Augenlidstraffungen entdeckt.
: https://www.youtube.com/watch?v=3Qo42GiAzEI
Auch wenn es wie ein Schildbürgerstreich wirkt, dass sich ein 60-jähriger Mann in Ö als Frau registrieren lässt, eine Fußfessel ablehnt und dann in ein Frauengefängnis kommt, wundert es mich eigentlich mehr, dass es keinen Aufschrei gab, dass die dortige Rentenversicherung feststellte, er könne jetzt 4 Jahre früher (mit 61) in Rente gehen, nachdem es bei uns aktuell den Vorschlag zum Rentenbeginn beider Geschlechter mit 73 gibt.
Denn wenn ich mir das anschaue, wäre ich in Ö schon 2017 Rentnerin gewesen. Was doch der einzig wirklich wichtige Fakt ist.
Seit 1. Jänner 2024 wird das Regelpensionsalter für Frauen an das der Männer angeglichen. Bis zum Jahr 2033 steigt es von 60 auf 65 Jahre.