Beiträge von Eremitin

    Der Westen ist verlogen, die Putin-Freunde sind erbärmlich

    Der Krieg in der Ukraine zeigt uns zwei Dinge: Erstens ist niemand verlogener als die sogenannte „Freie Welt“. Zweitens ist niemand erbärmlicher als die europäischen „Putin-Versteher“.

    deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/518021/Der-Westen-ist-verlogen-die-Putin-Freunde-sind-erbaermlich

    Julius Cäsar soll gesagt haben: „Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verräter!“

    Bei mir ist die Angelegenheit etwas anders: „Ich hasse den Verrat, und ich hasse Verräter!“

    Cüneyt Yilmaz

    Mein Blut sah aus wie Erdöl: Mit der Help-Therapie habe ich Long-Covid überwunden

    Kathrin (45) ist wegen Long-Covid ein Pflegefall – bis ihr Mann von einer Ärztin hört, die sich auf Blutwäsche spezialisiert hat und erste Betroffene erfolgreich behandelt haben soll. Ein Dreivierteljahr später und 20.000 Euro ärmer sagt Kathrin: Mein Leben kommt zurück!

    focus.de/gesundheit/coronavirus/spaetfolgen-machen-kathrin-zum-pflegefall-mein-blut-sah-aus-wie-erdoel-mit-der-help-therapie-habe-ich-long-covid-ueberwunden_id_60753498.html

    : https://anti-spiegel.ru/2022/in-der-uk…vor-der-presse/

    Im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens ging es natürlich wieder um die Ukraine. Leider ist die Seite des russischen Fernsehens in Deutschland mittlerweile der Zensur zum Opfer gefallen und im Netz nicht mehr zu erreichen. Sollten Sie die Seite über VPN doch erreichen können, dann empfehle ich Ihnen dringend, den Beitrag des russischen Fernsehens anzuschauen, denn der reine Text klingt so unglaublich, dass man nicht glauben will, was man liest. Leider wird alles mit Bildern bestätigt und die meisten Bilder sind Bilder offizieller ukrainischer Kanäle und Medien. Wegen der Zensur in Deutschland habe ich in die Übersetzung mehr Kommentare eingebaut, die das beschreiben, was in dem Beitrag des russischen Fernsehens (vesti7.ru/video/2389922/episode/06-03-2022/ - zensiert) gezeigt wird.

    Die ganze Woche über haben die westlichen Verbündeten der Ukraine ihr Bestes getan, um Präsident Selensky eine einfache Botschaft zu vermitteln: Niemand wird seine Truppen in die Ukraine schicken, niemand wird den Luftraum über der Ukraine schließen, weil das zu einem direkten Zusammenstoß zwischen den Armeen der NATO und Russlands führen würde, und die Ukrainer sollten auch den Beitritt zur NATO und zur Europäischen Union besser vergessen. Die Ukraine ist für die USA und Europa Verbrauchsmaterial, ihre historische Aufgabe ist es, Russland zu schaden. Das ist alles.

    Ukraine:Selenskys gefürchteter Helfer

    Der ukrainische Oligarch Ihor Kolomoisky ist bekannt für seine rabiaten Methoden. Im Wahlkampf tat er alles, um seinen Erzfeind Poroschenko stürzen. Davon profitiert der neue Präsident.

    Auch als Kolomoisky, jetzt in der Ukraine wichtigster Wahlhelfer des neuen Präsidenten Wolodymyr Selensky, zu Beginn des Krieges gegen Russland Anfang 2014 zum Gouverneur seiner Heimat, der Region Dnipro, ernannt wurde, pflegte er den robusten Stil, der ihn zu einem der gefürchtetsten Geschäftsleute des Landes gemacht hatte. Im Kampf gegen die Russen bezahlte Kolomoisky den Aufbau der Freiwilligenbataillone "Dnipro" und "Asow" und bot seinen Männern 10 000 Dollar für jeden gefangenen Russen. Wladimir Putin schimpfte er einen "schizophrenen Zwerg". Anders als Lugansk oder Donezk blieb Dnipro unter ukrainischer Kontrolle - und Kolomoisky wurde für viele ein Held. Allerdings nicht für lange.

    Im vergangenen Präsidentschaftswahlkampf tat Kolomoisky alles, um seinen Erzfeind Poroschenko zu stürzen. Erst setzte er auf die Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, dann auf Wolodymyr Selensky, der als Schauspieler und Produzent Kolomoiskys Fernsehsender 1+1 seit Jahren verbunden ist. Selensky bestreitet eine Einflussnahme Kolomoiskys. Doch seit 2017 hat er Kolomoisky immerhin 14-mal besucht, in Genf und Israel, im Dezember 2018 sogar für vier Tage. Am Silvestertag durfte Selensky auf 1+1 um Mitternacht anstatt des Präsidenten sprechen und seine Kandidatur erklären.

    sueddeutsche.de/politik/kolomoisky-praesidentschaftswahl-in-der-ukraine-selensky-1.4418172

    freitag.de/autoren/lutz-herden/krieg-russland-wird-nicht-verschwinden

    Ukraine Dieser Krieg ist zu sehen, zu ahnen, zu fürchten – denn er findet in einem Teil Europas statt. Das darf den Blick auf seine Vorgeschichte und die Rolle des Westens nicht vollends verstellen, soll es eine Perspektive für die Zukunft geben

    Wer die Schuld eines Krieges auf sich lädt, kann keine unschuldige Sache vertreten. Das galt für die USA 2003 im Irak, das gilt für Russland 2022 in der Ukraine. Und doch gibt es bei der hiesigen Wahrnehmung dieser Intervention einen gravierenden Unterschied, messbar am Grad der Betroffenheit, an Angst, Wut und Verunsicherung. Wenn ein Teil Europas zum Kriegsschauplatz wird, dann überwältigt der Eindruck: Dieser Krieg ist zu hören, zu sehen, zu ahnen, zu fürchten. Er spielt sich vor der eigenen Haustür ab, nicht in der Bergwelt des Hindukusch. Es gab Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Serbien und Libyen, es gibt Jemen, Syrien und Mali. Man sah 2003 die Fernsehbilder der von Raketen getroffenen Häuser in Bagdad, aus denen kein Bewohner mehr gezogen werden konnte, weil man keinen mehr fand. Das alles verblasst, wenn mitten in Europa gekämpft und gestorben, gelitten und geflohen wird wie seit den jugoslawischen Bürgerkriegen vor einem Vierteljahrhundert nicht mehr.


    Einer von vielen Kommentaren:

    Einer der besten Artikel im gesamten deutschsprachigen Blätterwald zum Ukrainekrieg, danke. Er bringt ziemlich genau auf den Punkt, was ich zur Zeit denke, wahrnehme und empfinde. Ohne Putin zu stark verstehen zu wollen, aber die Reaktionen des Westens im Zusammenhang mit der humanitären Situation der ukrainischen Bevölkerung wirken angesichts des Irakfeldzuges 2003 geradezu geheuchelt. Das Schicksal der irakischen Zivilbevölkerung war dem „Embedded Journalism“ und der Politik damals doch vollkommen egal. Statt dessen eine Bilderflut aus Baghdad, die aus dem ganzen Angriffskrieg ein Spektakel zu machen versucht hat. Die Massenvernichtungswaffen will ich gar nicht mehr erwähnen. Nun greift der Russe halt zu den gleichen Mitteln. Und China wohl auch. Das ist die neue, multipolare Weltordnung.

    Hermann Hesse hat einmal geschrieben, die Zeit zwischen zwei Epochen sei die gefährlichste. Genau da befindet sich die Welt. Was das bedeutet? Ganz einfach: Noch mehr Krieg. Wer will, kann ja jetzt Rüstungsaktien kaufen: Northrop Gruman, Lockheed Martin, Rheinmetall, Krauss-Maffei, Dassault Rafaele, usw. Ist aber nur etwas für abgebrühte Zyniker. Man muss langsam wirklich aufpassen, nicht zum Misanthropen zu werden.