Norwegen
Die Legende von der westlichen Solidarität am Beispiel der Gaskriseˍ
Im Westen werden immer Einheit und Solidarität beschworen, die die Staaten des Westens angeblich auszeichnet. Die Gaskrise zeigt einmal mehr, dass das nur schöne, aber leere, Worte sind.
Dass die vielgelobte Solidarität im Westen nur leere Worte sind, konnte man immer wieder sehen. Man erinnere sich nur daran, wie die westlichen Staaten (auch innerhalb der EU) zu Beginn der Pandemie alles getan haben, um sich gegenseitig Masken oder andere angeblich unbedingt notwendige Mittel zum Kampf gegen die Pandemie vor der Nase wegzukaufen. Oder man denke an die Frage der Verteilung von Flüchtlingen. Die Liste der Beispiele ist sehr lang.
Einer von vielen Kommentaren
Der Gaspreis ist so teuer, weil alle billigen Anbieter vom Markt ausgeschlossen oder ferngehalten werden. Billig ist Leitungsgas aus der Umgebung. Libyen, Irak, Syrien: kaputt. Algerien: wenig Kapazität mangels Investitionen, da nicht gewünscht. Kaspischer Raum: keine ausreichenden Leitungen und Iran sanktioniert. Nigeria, Niger, Ghana, Sénégal, Mauretanien: Gas ohne Ende, aber von der EU nicht gewünscht.
Drei Stränge Nord Stream selber gesprengt, der vierte gesperrt. Jamal/Polen und zwei Leitungen Ukraine im Stotterbetrieb. Türk-Balkan-Stream wurde von der EU jahrelang behindert, ist aber fertig. Würde man alle, die noch da sind, auf Vollast schalten, wäre Gas genug da.
Rußland hat „seit Z“ die gleichen Umsätze mit der EU wie vorher, aber für weniger Ware. Gleichzeitig hat es die Lieferungen, besonders nach China, Indien, Türkiye, derart erhöht, daß das einen völligen Wegfall der Lieferungen in die EU kompensieren könnte. Daß die Russen dank der Energiesanktionen sehr gut verdienen, ist seit einem halben Jahr sicher bekannt.
Reichlich billiges Gas würde aber die Wuchergeschäfte zum Einsturz bringen.