Alles anzeigenGrad geht es mir darum, nach meinem KH-Aufenthalt und Herzinfarkt meinen Tag wieder gut in den Griff zu kriegen - vieles hat einfach Füße gekriegt und sich davon geschlichen.
Kurz zum Thema (gesundes) Fett: Optimal für mein Herz (usw.) wäre es, wenn ich täglich ca. 3x 2 TL gesundes Fett zu mir nehme?
Ich starte bisher (bis vor KH) mit einem Kaffee und 2 TL Kokosfett, um dem Körper morgens Energie zu geben und die nachfolgenden Aminosäuren etwas abzufedern (die aus Whey-Protein können den Blutzucker hochfahren). Dann kleine Runde laufen (30 min).
Mittags dann evtl. Omega-3-vegan , wieder 2 TL und abends nochmal 2 TL aus Olivenöl (nativ, kalt gepesst).
Passt das von der Menge her???? Gehe mal von 55 kg "Magermasse " aus, die ich natürlich nicht habe, aber darum geht es ja, um die Menge richtig zu berechnen??
Ist Herzchen dann optimal mit Energie versorgt für den Tag?
Nach einem Herzinfarkt ist dein Gedanke, gezielt auf „gute Fette“ zu achten, grundsätzlich richtig, aber die Rechnung mit Teelöffeln und Magermasse ist so nicht wirklich sinnvoll. Fürs Herz zählt weniger eine exakt berechnete Fettmenge, sondern vor allem welche Fette du nimmst und wie sie in deine Gesamternährung passen.
Deine 6 Teelöffel Öl am Tag entsprechen grob 25–30 Gramm Fett. Das liegt in einem völlig normalen Bereich und ist nicht zu viel. Wichtig ist aber die Zusammensetzung: Olivenöl und Omega-3 sind klar positiv fürs Herz. Kokosfett dagegen besteht überwiegend aus gesättigten Fettsäuren, die man nach einem Infarkt eher begrenzen sollte. Für schnelle Energie ist es nicht nötig, und fürs Herz ist es kein Vorteil. Da wären Rapsöl, Olivenöl oder Nussfette deutlich besser.
Omega-3 ist sehr sinnvoll, vor allem wenn du wenig fetten Fisch isst. Zwei Teelöffel eines guten Algenöls können schon eine ordentliche Menge liefern, da lohnt sich ein Blick auf die EPA-/DHA-Angabe auf der Flasche.
Dein Herz „läuft“ nicht davon ab, ob du morgens Fett oder Protein isst, sondern davon, dass dein Stoffwechsel insgesamt stabil bleibt: regelmäßige Mahlzeiten, wenig Blutzuckerspitzen, ausreichend Kalorien und eine entzündungsarme Ernährung. Bewegung wie deine 30 Minuten Laufen ist dafür mindestens genauso wichtig wie das Öl im Kaffee.
Kurz gesagt: Die Menge an Fett, die du nimmst, ist okay. Tausche das Kokosfett lieber gegen ein herzfreundlicheres Öl aus, dann passt das Ganze deutlich besser zu deiner Situation nach dem Infarkt. ![]()