Das gilt offiziell, aber wer überprüft daß dies auch wirklich so geschieht?
Sowohl Tierkliniken als auch niedergelassene Tierärzte müssen nachweisen können, dass sie Abfälle aus der AVV-Gruppe 1802 einem Entsorger übergeben haben. Hierfür ist laut Nachweisverordnung (NachwV) ein Übernahmeschein obligatorisch, um den Verbleib der Abfälle gegenüber der zuständigen Abfallbehörde dokumentieren zu können. Diese Übernahmescheine sind fünf Jahre aufzubewahren.
Für veterinärmedizinische Kliniken und Praxen gelten – ebenso wie für humanmedizinische Einrichtungen – die Regelungen der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA).
Es wird zwischen gefährlichen und ungefährlichen Abfällen unterschieden. Für Tierkadaver sind u.a. die Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 sowie das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG) bindend. Im speziellen Fall der Versuchstierhaltung sind zusätzlich die Anforderungen der Biostoffverordnung sowie die technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 120) zu beachten.
Natürlich kann nicht alles kontrolliert werden und schwarze Schafe gibt es überall. Nur - was soll ein Tierärzt für Vorteile haben, wenn er sich nicht dran hält? Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Unternehmen dem Tierarzt noch Kohle dafür bezahlt, dass es ein totes Tier abholen kann.
Aber - durch europäische Firmenvernetzungen ist es leider möglich, dass die Rohstoffe für die Tiermehlherstellung aus Tierkörperbeseitigungsanlagen für Haustiere kommt.
Probleme mit Tiermehlprodukten hätten Katzen- und Hundebesitzer aber nicht, wenn sie ihre Tiere artgerecht füttern würden.
Hauskatzen beispielsweise sind reine Fleischfresser (Carnivore) und ernähren sich in ihrer natürlichen Umgebung ausschließlich von kleinen Beutetieren. Das bedeutet, dass ihr Stoffwechsel auf die Verwertung tierischer Eiweiße (Proteine) ausgerichtet ist. Eine Katze vegetarisch oder gar vegan zu ernähren, ist also absolut gegen ihre Natur. Für überzeugte Veganer und Vegetarier empfehlen sich daher Kaninchen oder Wellensittich. Das Raubtier Katze braucht Fleisch. Ihr Verdauungssystem ist nicht auf Getreide ausgelegt. Das beginnt schon beim Speichel: Im Gegensatz zum Menschen, dient der Speichel der Katze lediglich als Gleitmittel und enthält keine spaltenden Enzyme. Außerdem ist ihr Darm zu kurz, um Nährwerte aus dem Getreide ziehen zu können. Getreide macht Katzen zwar satt, ernährt sie aber nicht, die Kastze wird zwangsläufig krank.
Grundsätzlich würde ich kein industriell hergestelltes Futter kaufen, da es auch einen relativ hohen Getreideanteil enthält, einfach wegen der Kosten. Whiskas beispielsweise ist absoluter Dreck. Um neuartiges Katzenfutter zu testen, werden dort Laborkatzen gehalten. Die Zwangsfütterungen sind Tierquälerei, die Katzen leiden ihr Leben lang an allen möglichen Neurosen.
In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Katzen, die aus solch einem Versuchslabor gerettet wurden; es hat über ein Jahr gedauert, bis sich die Katzen überhaupt nur mal kurz anfassen ließen.
Statt sich darum zu kümmern, kaufen die Leute lieber den noch größeren Dreck aus den Discountern. Was in diesen Dosen steckt, möchte ich dann auch lieber nicht wissen ...