Wenn Du nicht zu den Pflichtgruppen gehörst, musst Du sowieso nicht zustimmen.
Das ist leider nur bedingt richtig: in diesem Fall hat der Messstellenbetreiber nämlich die Wahl, ob er Dir einen digitalen Stromzähler oder einen Smart Meter verbaut. Sollte er sich für letztere Option entscheiden, kannst Du den Smart-Meter-Einbau auch dann nicht verweigern, wenn du nicht in eine Pflichtgruppe fällst.
Zitat
Besteht die Möglichkeit, einen bestehenden Smart Meter wieder ausbauen zu lassen. Seid der im Haus ist geht es meiner Mutter immer schlechter. Als ich beim Einbau fragte ob dies ein Smart Meter sei hieß es nein, wäre es nicht.
Man muss unterscheiden, ob es sich tatsächlich um einen Smart Meter handelt oder lediglich nur um einen digitalen Stromzähler. Eigentlich kann man es ganz gut erkennen, ob es sich tatsächlich um einen Smart Meter handelt. Ich habe unten mal solch ein Gerät (die aber auch anders aussehen können, je nach Hersteller) abgebildet: Es handelt sich dabei einerseits um den sogenannten digitalen Zweirichtungszähler (der graue Kasten an sich), zu erkennen am oberen Teil des Gerätes mit dem Display. Hier wird lediglich angezeigt, was reinkommt an Strom und was wieder rausgeht. Etwas vereinfacht ausgedrückt eigentlich das, was früher in den schwarzen Stromzählern die Drehscheibe war.
Auf diesem grauen Kasten sitzt dann das Smart Meter Gateway, auf dem Foto gut zu erkennen, es ist das kleine blaue Kästchen auf der linken Seite. Und um genau dieses Ding geht es, dieses Gerät ist die Kommunikationseinheit, diese schickt die Daten dann an den Netzbetreiber, der die Daten anschließend mit seiner Software ausliest und verarbeitet.
Hinzu kommt zukünftig noch die Steuerbox, zu erkennen an dem schwarzen kleinen Kasten neben dem Smart Meter Gateway. Die Steuerbox ist dann dazu da, Geräte, die viel Leistung ziehen, in einem Notfall zu regeln. Derzeit kommt diese Steuerbox aber sicherlich noch nicht zum Einsatz, da wir dermaßen viele E-Autos oder auch Wärmepumpen noch gar nicht haben und genau diese Geräte ziehen ja bekanntlich viel Leistung.
Fazit: Hängt nur der graue Kasten im Keller, handelt es sich um einen digitalen Stromzähler, es wird nur digital angezeigt, wieviel Strom verbraucht wurde. Ist aber zusätzlich noch solch ein blauer Kasten zu erkennen (ob andere Hersteller die in einem anderen Farbton vertreiben, weiß ich im Moment nicht), handelt es sich um ein Smart Meter-Gerät.
Kleiner Hinweis: Oftmals wird von den Netzbetreibern gern davon gesprochen, das alles sei nicht so schlimm mit den Daten, diese würden ja nur einmal am Tag übermittelt. Das ist Bullshit und Augenwischerei, denn die Daten werden trotzdem alle 15 Minuten erfasst und im Gateway gesammelt und all das wird dann an den Netzbetreiber übermittelt. Allein daran kann man schon erkennen, dass hier zukünftig ziemliche Schweinereien laufen werden, was unsere Daten betrifft. Denn die Umstellung auf eine minütliche Datenerfassung ist dabei dann nur noch ein Klacks. Aber auch die 15-minütige Erfassung ist schon ein massiver Eingriff in unser Privatleben, kann doch aus diesen Daten bereits etliches am täglichen Verhalten der Nutzer erkennbar werden.
Zum Thema Strahlung: Sollte es sich tatsächlich um ein Smart Meter handeln, besteht immer noch die Möglichkeit, dieses Ding wegen Strahlung / Elektrosmog abzuschirmen. Etwa so, wie abgebildet: