BHT wird seit vielen Jahren von diversen Frauen in der Pflege eingesetzt und wurde früher in den USA von einigen Schönheitsgurus als eines der tollen Antiaging-Mittel ziemlich gehypt. Es ist angeblich ein synthetisches Antioxidans.
Für dieses Produkt wurde aber nicht einmal eine Wassergefährdungsklasse festgelegt. ![]()
Im Prinzip sieht es aus, als wäre nichts geprüft: sds.edqm.eu/pdf/SDS/EDQM_201600129_1.0_SDS_EN.pdf
Butyliertes Hydroxytoluol (BHT, E321) ist ein synthetisches Antioxidans, das für die Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Darüber hinaus wird BHT z.B. in Kosmetika, in Tierfutter und in Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet.
BHT zeichnet sich durch eine extensive Verwendung und mehrere Expositionsquellen und -wege aus. Daher ist es wichtig, daß diese Quellenund Wege in die Schätzungen einbezogen werden, um ein möglichst genaues Bild derExposition der Bevölkerung zu erhalten.Unseres Wissens wurden keine Risikobewertungen einschließlich Expositionsabschätzungen für BHT aus mehreren Quellen und Expositionspfaden durchgeführt.
Eine akzeptable tägliche BHT-Aufnahme (ADI) von 0,25 mg/kg Körpergewicht (KG) pro Tag wurde von der EFSA auf der Grundlage von Auswirkungen auf die Wurfgröße und das Körpergewicht der Jungtiere in zwei 2-Generationen-Studien festgelegt. Der ADI-Wert basierte auf dem NOAEL-Wert (No Observed Adverse Effect Level, NOAEL) von 25 mg/kg KG pro Tag in diesen beiden Studien und einem Unsicherheitsfaktor von 100. Die ADI wurde bei dieser Risikobewertung als Referenzpunkt für die BHT-Toxizität verwendet.
Kernaussage:
Der norwegische Wissenschaftliche Ausschuss für Ernährung und Umwelt (VKM) gelangt zu dem Schluss, dass eine BHT-Exposition bei Erwachsenen wahrscheinlich keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen hat.
Trotz zahlreicher Hinweise auf die krebserregende Wirkung dieser Zusatzstoffe wird in der Europäischen Union die gesetzliche geduldete, maximale Aufnahmemenge (ADI) von 1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für E320 und 0,25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag für E321 als unbedenklich eingestuft. Diese wird jedoch, Verzehrstudien zufolge, bei E321 von Kindern überschritten, zumindest in einigen Ländern, wie etwa Finnland und den Niederlanden.
Trifft es mich?
E320 und E321 dürfen in Brat- und Frittierfetten, Schmalz, Fischöl sowie in Schaf-, Rinder- und Geflügelfett zur Stabilisierung genutzt werden. Sie verhindern das Ranzigwerden der Fette. Ebenfalls erlaubt ist es in Fertigwürzmitteln, getrockneten, pulverisierten Kartoffeln, manchen Getreideprodukten und Kaugummi. Auch dürfen Instantsuppen, -soßen und -brühen, Milchpulver für Automatengetränke sowie Kuchen und Knabbererzeugnisse aus Getreide und Nüssen E320 enthalten.
Was ist es überhaupt?
E 320 und E 321 sind künstliche Antioxidationsmittel, die in der Natur nicht vorkommen und chemisch mit dem Desinfektions- und Holzschutzmittel Phenol verwandt sind.
Sie sind extrem hitzebeständig und eignen sich gut für fettreiche Lebensmittel. Darin verhindern und vermindern sie die schädliche oxidierende Wirkung des Luftsauerstoffs auf das Produkt.
Die antioxidative Wirkung des BHT macht man sich auch bei der Produktion von Biodiesel zunutze.
Die Lebensmittelindustrie kombiniert BHA und BHT häufig mit Propylgallat E 310.
: https://food-detektiv.de/zusatzstoffe/?…xytoluol%20(BHT)
Lecker. ![]()
Was man sieht, ist eben, wenn etwas häufig eingesetzt wird, dann scheint es eine sehr nachlässige Toxizitätsprüfung zu geben und schon scheint alles gut.
Ich finde es den Oberhammer, dass nicht einmal bewertet wurde, wie die Substanz bei einem Unglück auf Lebewesen im Wasser wirkt.
Im Prinzip kann eine Firma durch die fehlende Wassergefährdungsklasse Unmengen davon bei Fertigungsprozessen als Abwasser in Gewässer einleiten, ohne dass es als schädlich klassifiziert wurde und geprüft werden müsste.