Das ist nicht richtig.
Rindfleisch stieg in den letzten 3 Jahren um 300 %, Obst und Gemüse um 300 bis 400 %. In den Medien verbreiten sie die Lüge, daß die Inflation nur um die 3,4 % betrage. Aber die Menschen wissen, daß es nicht stimmt. Auch wenn es um die Bildung sehr schlecht bestellt ist, können die Bürger schon noch soweit rechnen, daß ein Preisanstieg von z.B. Rindfleisch von 25 000.-/kg auf fast 80 000.-/kg sicherlich NICHT 37 % sind.
Ich bezweifle das nicht. Es ist tatsächlich so, dass wenn man allgemein bezogen auf Südamerika fragt, bekommt man auch allgemeine Antworten und in spanisch gefragt wird sich auf Angaben der Zentralbanken und anderer Organisationen bezogen. Im Fall von Paraguay werden auch öffentliche Meldungen zitiert: https:/ / digitalmisiones.com.…olpea-a-los-consumidores/
Aber so nach und nach hab ich festgestellt, das Paraguay seinen Rindfleischexport ab 2020 gesteigert und in 2025 weiter erhöht bis verdoppelt hat, da mit Exporten höhere Preise zu erzielen sind.
Jetzt liegt die Exportrate bei 90%. Das ist so viel, dass es bereits Rindfleischimporte aus Brasilien gibt, um die Nachfrage im Land zumindest teilweise zu decken.
Dabei kontrollieren bei Euch 3 große Fleischverarbeitungsunternehmen rund 70% des Markts und nehmen Einfluss auf den Preis.
Als Ursache für die 90% werden höhere Weltmarktpreise, neue Absatzmärkte wie USA, Kanada, Singapur und Israel, dadurch bedingte höhere Nachfrage und modernisierte Schlachthöfe angegeben.
Hat wohl auch was mit Politik zu tun, nachdem Trump Südamerika zu seinem Hinterhof erklärt hat.
Paraguay ist auch Teil von Mercosur dem Gemeinsame Markt des Südens, einem 1991 gegründeten lateinamerikanischen Wirtschaftsverband dem einige der Länder angehören und der, wie vor allem Brasilien und Argentinien, schon seit Jahrzehnten Rindfleisch und andere Produkte weltweit in die meisten Länder dieser Welt exportiert. Auch in die EU. Schon seit 2020 steigen die Exporte.
Nachdem die EU schon seit 25 Jahren erfolglos ein Abkommen mit günstigen Bedingungen verhandelt hat, ist es trotz europaweiter Bauernproteste in 1/26 zur Unterzeichnung des Abkommens gekommen. Es wurde aber noch nicht ratifiziert.
Dies betrifft aktuell Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.
Mit dem EU-Abkommen sollen ab 2027 zollfrei oder ermäßigt:
- Rindfleisch: Zusätzliche 99.000 Tonnen pro Jahr
- Käse: 30.000 Tonnen
- Geflügelfleisch: 180.000 Tonnen Kontingent
- Zucker: 180.000 Tonnen
- Honig: 45.000 Tonnen
- Ethanol: 650.000 Tonnen, davon 450.000 Tonnen zollfrei
Bin nicht sicher, ob das alles ist. Diese Mengen sind angeblich bewusst begrenzt, um Marktverdrängung zu verhindern.
Vor den Bauernprotesten waren diese Quoten bereits Teil des Abkommens – danach wurden zusätzliche Schutzklauseln beschlossen, die bei Preiseinbrüchen die Wiedereinführung von Zöllen ermöglichen.
Außerdem werden Zölle auf EU-Agrarprodukte im Mercosur abgebaut, z. B. für Wein (von 27 % auf 0 %) und Spirituosen (von 35 % auf 0 %).
Die Produktionssysteme werden von der EU überwacht und das Fleisch muss dem europäischen Lebensmittelstandard entsprechen.
Verboten sind Hormonbehandelte Tiere, Überschreitung der Pestizidgrenzen, nicht zugelassene gentechnisch veränderte Futtermittel.
Zum Vergleich- Der EU-Rindfleischimport aus den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay) betrug 191.500 Tonnen im Jahr 2023. Aber auch schon im Jahr 2018 lag er bei ca. 200.000 Tonnen im Jahr.
Bisher wurden bereits jährlich etwa 200.000 Tonnen Rindfleisch aus Mercosur-Staaten in die EU importiert, allerdings zu Zolltarifen.
Mit dem Abkommen kommen 99.000 Tonnen pro Jahr hinzu, die unter einem begünstigten Zollsatz von 7,5 % (nicht zollfrei) eingeführt werden können.
Diese Menge entspricht etwa 1,5–2 % der gesamten EU-Rindfleischproduktion und soll schrittweise über sechs Jahre aufgebaut werden.
Die Hauptexportländer für Rindfleisch im Mercosur/ Anteile (geschätzt 2025) sind:
- Brasilien: Größter Exporteur – dominiert den Markt mit hohen Mengen, vor allem nach Russland, China und in die EU. ca. 60-70%
- Argentinien: Bedeutender Exporteur von Premium-Steaks, vor allem in die EU und nach China. ca. 20-25%
- Paraguay: Wächst stark – Exporte nach Chile, Russland, USA und Israel. ca. 8-10%
- Uruguay: Hochwertiges Weidefleisch, Hauptmärkte EU, USA und China. ca. 5-7%
Jetzt bin ich etwas schlauer. Denke aber, dass die EU aktuell kaum etwas mit der Situation in Paraguay zu tun hat.
Zu uns kann man sagen, dass CDU/CSU/FDP/SPD das Abkommen unterstützen. Merz sogar mit sehr großer Überzeugung.