Was ist wahr und was ist falsch? Das ist doch die Frage.
Der Eine sagt so, der Andere so.
Wieso gelten hier ganz andere Werte für Kalzium als in Teilen der restlichen Welt?
Wieso sind wir in den englischsprachigen Ländern bei bis 2,5 g. Wieso sind wir in Japan bei bis 2,5g?
e-healthnet.mhlw.go.jp/information/food/e-02-007.html
Vitamin D ist wichtig für die Kalziumaufnahme. Laut den Ernährungsrichtlinien für Amerikaner nehmen jedoch bis zu 90 % der Erwachsenen keine ausreichende Menge an Vitamin D mit der Nahrung auf.
Die Einnahme von Vitamin-D- und Kalziumpräparaten kann dazu beitragen, dass Sie diese Nährstoffe in ausreichender Menge zu sich nehmen, wenn Sie einen Mangel daran haben.
Kann ein Wissenschaftler, der in 46 Jahren 420 Studien zu Kalzium und seine Folgen erstellt hat, und sich anscheinend nur mit diesem Thema befasst, so falsch liegen?
Er war Präsident und Gründer der japanischen Osteoporose-Stiftung und des Kalzium-Forschungsinstituts. Verstorben 2022.
Und er sagt im Prinzip, wenn der Körper nicht ausreichend mit Kalzium versorgt wird, was auch mit der Vitamin D Versorgung zusammenhängt, ohne die nicht genug Kalzium aufgenommen werden kann, dann setzt er über die Nebenschilddrüse Kalzium frei. Genau genommen setzt er im Mangel über die Jahre nach und nach Unmengen des in den Knochen abgespeicherten Kalziums über die Nebenschilddrüse in den Körper frei, so dass es im Körper an falschen Stellen, wie in den Blutgefäßen landet und zudem die Knochen schwächt und zur Osteoporose kommt.
Sie sagen also, dass die Nebenschilddrüse dem Knochen so viel Kalzium entzieht, dass unsere Gesundheit beeinträchtigt wird?
Unser Körper sollte sehr klug sein. Er sollte keine Fehler machen. Aber in diesem Fall weiß ich es nicht. Manchmal macht er seltsame Dinge.
Warum nehmen die Nebenschilddrüsenhormone eine übermäßige Menge an Kalzium auf?
Weil sich in den Knochen so viel Kalzium befindet - zehntausendmal mehr, als wir essen oder in unserem Blut oder Weichteilgewebe haben, so dass selbst unser kluger Körper nicht gerade das Beste tut. Das ist eine Sache, die ich nicht verstehe.
Aber wir haben alle Fakten, und das Kalziumparadoxon ist nur ein Versuch, all diese Fakten zu erklären. Ich habe nicht wirklich eine Antwort.
Wenn die Nebenschilddrüse klug genug ist, Kalzium aus den Knochen zu entnehmen, wenn es nötig ist, warum reguliert sie dann nicht die Menge, die sie auswählt?
Das ist eine sehr gute Frage, aber ich habe keine Antwort darauf.
Sind noch andere Faktoren beteiligt, oder ist dies allein die Aufgabe der Nebenschilddrüse?
Die Nebenschilddrüse ist ein sehr seltsames Hormon. Zunächst einmal gibt es bei Fischen keine Nebenschilddrüse, aber sie leben problemlos ohne sie. Sie atmen ständig kalziumhaltiges Wasser ein und werden ständig mit Kalzium versorgt. Sie entwickelt sich nur bei Lebewesen, die an Land leben, wie wir.
Es mag einen Unterschied geben zwischen einem konstanten Anstieg des Parathormons und einem gelegentlichen (periodischen) Anstieg.
Ist das Nebenschilddrüsenhormon nun gut oder schlecht? Es muss gut sein, weil wir Nebenschilddrüsenhormone brauchen.
Aber ein konstant hoher Nebenschilddrüsenhormonspiegel ist nicht gut. Es gibt Statistiken, die zeigen, dass Menschen mit niedrigen Nebenschilddrüsen-hormonwerten länger leben und Menschen mit hohen Nebenschilddrüsenhormonwerten früher sterben. [...]
Kalzium ein Hormon? Die maßgeblichen Hormone für den Knochenstoffwechsel sind Parathormon, Calcitriol und Calcitonin. Sie steuern die Aktivität der Knochenzellen und die Mineralisierung des Knochens.
Calcium-Rezeptoren? Tatsächlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumsensitiver_Rezeptor
Das Nachfolgende ist wahrscheinlich noch zu platt als Erklärung, zumal es ja auch noch Calcitriol und Calcitonin gibt, aber beschreibt es im Prinzip auch:
Die Nebenschilddrüse besteht meist aus vier Drüsen, von denen jede so groß wie eine Linse ist.
Normalerweise sind sie nicht sichtbar und bei der körperlichen Untersuchung nicht tastbar. Sie sind von einer feinen Kapsel aus Bindegewebe umgeben. Ihre Hauptzellen produzieren das Parathormon (PTH).
Das PTH beeinflusst die Knochen, die Nieren und den Dünndarm und hält dadurch die Kalzium-Konzentration im Blut im Normalbereich. Sinkt die Konzentration ab, schüttet die Nebenschilddrüse vermehrt PTH aus. Dadurch werden Knochen abgebaut, so dass Kalzium und Phosphat aus den Knochen ins Blut gelangen.
Im Dünndarm wird mehr Kalzium aufgenommen und in den Nieren weniger Kalzium ausgeschieden. All das führt dazu, dass die Kalzium-Konzentration im Blut steigt. Gleichzeitig beeinflusst PTH die Nieren, so dass vermehrt Phosphat mit dem Urin ausgeschieden wird.
Ist die Kalziumkonzentration im Blut hoch, wird die Ausschüttung des PTH gehemmt.
Quelle: Planet Wissen
Das beschreibt doch schon eine Mangelversorgung. Auch wenn dann mehr Kalzium im Darm aufgenommen und weniger über die Nieren ausgeschieden wird, wird bei einer dauerhaften mangelhaften Versorgung ständig Kalzium aus dem Körper gespült und die Nebenschilddrüse muss auf Hochtouren arbeiten.
Tatsächlich sind manche seiner Studien ziemlich erschreckend. Man könnte sagen, es wird noch schlimmer:
Kalziummangel aufgrund unzureichender Nahrungsaufnahme, schlechter Darmresorption oder übermäßiger Urinverluste führt zu sekundärem Hyperparathyreoidismus, erhöhtem Kalziumeinstrom in Nervenzellen, der zum Zelltod führt, kann zu neuronaler Dysfunktion und Zelltod führen, wie bei Dialyse-Enzephalopathie mit EEG-Veränderungen und Abnahme der Nervenleitgeschwindigkeit bei chronischem Nierenversagen und Alzheimer-Krankheit im Alter.
Intrazelluläres freies Kalzium (Ca i) ist in Nervenzellen erhöht, die bei der Alzheimer-Krankheit neurofibrilläre Knäuel in Verbindung mit dem Tau-Protein aufweisen.
Die Erhöhung von Ca i begünstigt die Presenilin-Mutation mit der Folge einer verstärkten Produktion von kurzkettigem Amyloid beta, wodurch Ca i weiter ansteigt.
Die Produktion von Peroxidradikalen durch Amyloid beta und Metalle wie Fe, Cu und Mn wird durch eine Erhöhung von Ca i ausgelöst.
Die neurotoxische Wirkung von Apolipoprotein E(4), die das Risiko für die Alzheimer-Krankheit erhöht, kann durch die Lipidperoxidation und den Anstieg von Ca i erklärt werden.
Die positive Wirkung von Östrogen bei der Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit kann auch durch seine antioxidative Wirkung und die Stimulierung der intestinalen Kalziumaufnahme erklärt werden.
Durch die Erhöhung der Kalziumzufuhr und die Verabreichung der aktiven Form von Vitamin D, die von der alternden Niere nicht ausreichend bereitgestellt werden kann, sollte ein Schritt nach vorn gemacht werden.
https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15576964/
Nicht nur Osteoporose, sondern auch Alzheimer durch Kalziummangel. Hilfe. 
Ich denke mittlerweile sein Artikel bei stolemedicine bezieht sich vollständig auf seine Studie aus 2005.
Aktiv absorbierbares Algenkalzium (AAA Ca) wird durch submaximales (800 Grad) Erhitzen von gereinigten Austernschalen unter vermindertem Druck und Vermischen mit ebenfalls erhitzten Algen (Cystophyllum fusiforme) hergestellt.
AAA-Ca, das im Vergleich zu anderen verfügbaren Kalziumverbindungen am besten aus dem Darm aufgenommen wird, unterdrückt folglich am wirksamsten die Sekretion von Parathormonen, erhöht die Knochenmineraldichte und verringert die Zahl der Wirbelbrüche.
Das Altern geht mit einem Kalziummangel einher, vor allem aufgrund der verringerten Biosynthese von 1,25 (OH)2-Vitamin D in der Niere.
Infolgedessen steigt der Parathormonspiegel an, was zu verschiedenen altersbedingten Krankheiten wie Osteoporose oder Abnahme des Kalziumgehalts in den Knochen sowie zu Bluthochdruck, Arteriosklerose, Alzheimer und Arthrose beiträgt, da es zu einem paradoxen Anstieg des Kalziums in den Gefäßwänden, im Gehirn, im Knorpel und im intrazellulären Kompartiment vieler Zellen kommt.
Ein leichter Kalziummangel ist trotz dieser schwerwiegenden Folgen schwer zu erkennen, da die Kalziumkonzentration im Blut durch eine ausgeklügelte homöostatische Kontrolle bemerkenswert konstant gehalten wird.
Nur wenn es gelingt, dem Kalziummangel durch AAA-Ca mit hervorragender Resorbierbarkeit entgegenzuwirken, wird das Phänomen des Kalziumparadoxons zu einer erkennbaren Realität, die in unserer Reichweite liegt.
https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15632477/