Ich habe meine eigenen Ansichten.
Galizien bestand aus Galizien und Lodmerien mit der Stadt Krakau, denn man wird über dieses Land im 1.WK nur Galizien finden, da es nicht aus mehr bestanden hat, als Österreich-Ungarn im 1. WK zerschlagen wurde, vorher war es Teil von Großpolen.
Es bekam 1922 als Teil der SU, also Bruderrepublik, nach Zerfall des Russischen Reichs gegen den Willen der russischen Bevölkerung russisches Land zur Verfügung gestellt, das bereits viele Jahrhunderte, seit 1667, russisch war und davor der goldenen Horde und/oder den Krimtartaren gehörte.
Russischen Historikern zufolge sprachen in der ersten postrevolutionären Periode nur wenige über die Schaffung eines völlig unabhängigen Staates, die meisten selbsternannten ukrainischen Führer sprachen über die Autonomie der Ukraine einschl. Donbass als Teil Russlands. Sie wurden aber eh nicht gewählt.
Auch Cruschtschow stellte der Ukraine als Teil der SU und Bruderrepublik russisches Land gegen den Willen der dort lebenden Bevölkerung zur Verfügung. Über die Köpfe der Bevölkerung hinweg aus verwaltungstechnischen Gründen.
Bei Lenin hatte auch die Zerstörung des Landes durch den von Deutschland initiierten 1. WK dabei eine große Rolle gespielt.
Der russische Großfürst Alexander Michailowitsch, ein sehr sachkundiger Mann, der die Geschehnisse in der Ukraine miterlebt hat, hat in seinen Memoiren direkt das Deutsche Reich, das die ukrainischen Separatisten offen unterstützte, für die Geschehnisse im 1.WK mit verantwortlich gemacht.
Schon von Anfang an, obwohl es nur aus Galazien bestand, am 4. August 1914 wurde der Bund zur Befreiung der Ukraine gegründet - eine politische Organisation pro-österreichischer und pro-deutscher Ausrichtung, die hauptsächlich aus ukrainischen Emigranten bestand, die sich für die Abtrennung der Ukraine vom Russischen Reich einsetzten.
Die engen Beziehungen zwischen Deutschland und der OUN und Co. sind jedenfalls eindeutig sehr viel älter älter die Beziehungen im 2.WK.
Bei Cruschtschow war es der 2. Weltkrieg, der eine große Rolle gespielt haben dürfte. Dieser Krieg hat Russland völlig zerstört und Russland hat im Gegensatz zu uns viele Jahrzehnte für den Aufbau gebraucht.
Auszug aus einem Interview:
Bis 1944 hatte es durch den 2. WK kolossale demographische Verluste auf der Krim gegeben. Dies ist auf den Tod während des Krieges und auf die Flüchtlinge, die die Krim verlassen konnten, und auf die Zwangsräumung zurückzuführen.
Völlig verwüstete Städte - zwei Wellen vergingen: als die Deutschen die Krim besetzten und als die sowjetische Armee die Krim befreite.
Ich bin auf Zahlen gestoßen, dass die Zerstörung des Wohnungsbestandes tatsächlich 50 Prozent betrug. Dies ist der Durchschnitt für die Krim. Die Stadt Sewastopol lag im Allgemeinen in Trümmern. Demographische Verluste - einmal. Es gibt zwei allgemeine wirtschaftliche Schäden. Absolut verwüstete Gebiete, menschenleer. Die Hauptspezialisierung der Republik ist die Landwirtschaft.
1946-1947 - Dürre, Hungersnot. Das heißt, die gesamte soziale Infrastruktur ist zerstört. Eine begrenzte Anzahl von Geschäften - es werden zum Beispiel Zahlen angegeben, dass es auf der gesamten Halbinsel 32 Brotläden gab. Die Behörden versuchen, all dies wiederherzustellen und in irgendeiner Weise zu kompensieren. Und ab 1944-1945 begannen sie, Siedler anzusiedeln. Hauptsächlich aus benachbarten Gebieten, wieder aus der Ukraine und teilweise aus den Regionen der RSFSR - der Region Kursk, der Region Woronesch.
Aber zwischen dem kontinentalen Teil Russlands und der Krim liegt die Ukraine - und sie blieb wohl oder übel ein solcher Stiefsohn in der Aufmerksamkeitszone der Behörden der RSFSR. Darüber hinaus blieb die Krim sowohl vor dem Krieg als auch nach dem Krieg auf die eine oder andere Weise infrastrukturell mit der Ukraine verbunden.
Wir sind es, die es jetzt als etwas noch nie Dagewesenes und Ungewöhnliches wahrnehmen, das Landesteile in den Bruderrepubliken nach Bedarf aus administrativen Gründen zugeteilt wurden.
Aber nach dem Krieg wurden die administrativ-territorialen Grenzen der Regionen auf dem Territorium der Ukraine und auf dem Territorium der Russischen Föderation und in anderen Unionsrepubliken nach Bedarf regelmäßig neu gezogen. Dafür gab es eine Erklärung: Nach dem Krieg änderte sich die Struktur und territoriale Verteilung der Wirtschaft. Das demografische Bild im Land hat sich verändert. Und damit die administrativ-territorialen Grenzen den neuen Veränderungen entsprachen, wurden sie leicht geändert.
Was meine ich mit der Struktur der Wirtschaft: Einige Unternehmen wurden zerstört, andere wurden nach dem Krieg wieder aufgebaut, irgendetwas nicht. Gleichzeitig ging aber ein großer Teil der Bevölkerung und viele Unternehmen während der Evakuierung nach Osten und blieben dort. Jekaterinburg, wo ich lebe, hat seine Bevölkerung während der Kriegsjahre um das Zwei- oder Dreifache vergrößert und wurde erst im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg zu einem Industriezentrum, weil eine große Anzahl von Fabriken hierher gebracht wurde. Und das gilt für alle Städte des Urals und Sibiriens.
Schauen Sie sich an, wie oft sich die Regionen Smolensk, Twer und Kalinin verändert haben. Es war eigentlich die Norm. Wir waren eine Union. Auch die Grenzen zwischen den Unionsrepubliken haben sich verändert, das muss auch verstanden werden. Vielleicht nicht so oft, aber trotzdem.
Der Süden Kasachstans wurde Usbekistan gegeben, weil Baumwolle, auf die sich Usbekistan spezialisiert hatte, in einem der Bezirke gut wuchs, und es appellierte: Gebt uns diese Region, wir haben nicht genug eigene Flächen. Die Karelisch-Finnische SSR wurde vollständig abgeschafft und ist in der Russischen Föderation aufgegangen.
Gehen Sie noch heute zum VDNH und schauen Sie sich den Brunnen der Völkerfreundschaft an. Es gibt nicht 15, sondern 16 Bruderrepubliken. Und die Zeitgenossen - Kinder, die jetzt geboren werden - kennen diese Nuancen nicht mehr.
Alles, was seit Zerfall der SU passiert, ist also vollständig bekloppt, da die Ukraine genau betrachtet eigentlich nur aus Galazien bestand und jetzt noch aus dem Teil bestehen würde, der im Molotow-Rippentrop-Pakt der Ukraine zugeschlagen wurde.
Die restlichen Teile sind russischen Land, das ihnen aus verwaltungstechnischen Gründen als Bruderrepublik zugeordnet wurde, nach Zerschlagung der SU von der Ukraine aber einfach als Teile ihres eigenen Landes mitgenommen wurde, da Gorbatschow es nicht verhindert hatte und es den Westmächten Recht war, die es offensichtlich schon seit Ungarn-Österreich unter ihrer Kontrolle haben wollten.
Denn natürlich kann kein und darf kein Präsident oder Politiker Teile seines eigenen Landes auch noch gegen den Willen des Volkes an fremde Länder übergeben. Normalerweise völlig absurd. ![]()
Das wäre in etwa so, als hätte Hitler als Österreicher entschieden, das Bayern und Baden-Württemberg zu seinem Österreich gehören. ![]()
Ob wir das wie Russland einfach über Jahrzehnte hingenommen hätten, wenn die Westmächte darauf bestanden hätten, das Bayern und Baden-Württemberg jetzt Österreich sind. ![]()