Meine Krankenkasse hat mir mal gesagt, sie würden die homöopathischen Mittel zahlen, wenn ich ein Privatrezept vorlegen würde.
Wenn man keine Krankenkasse hat, die homöopathische und alternative Behandlungen bezahlt, dann ist es wahrscheinlich ziemlich unsinnig für die Verordnung eines homöopathischen Mittels, dass man sich sowieso regelmäßig holt, zum Heilpraktiker oder Arzt zu gehen oder für Aminosäuren zum Orthomolekularmediziner. Denn deren Behandlung muss man dann ja selbst bezahlen.
Es gibt auch einige Ärzte, die Homöopathie verschreiben. Die einzige Ärztin, von der ich hier in der Gegend weiß, behandelt aber nicht wie früher unsere Hausärztin generell nur auf Krankenkasse (könnte auch solche Allgemeinmediziner geben die sich auf Orthomolekularmedizin ausgerichtet haben), sondern rechnet alle homöopathischen Behandlungen gesondert ab.
Als Erstes müsste man wohl den passenden Arzt finden und dann vielleicht auch die Krankenkasse wechseln.
Habe meinen Mann auch schon gefragt, ob er wegen den Regenaplexen nicht besser zu einem Arzt oder Heilpraktiker gehen will. Oder Mal mit seinem Arzt sprechen wolle. Will er aber nicht. Zumal sein Badearzt von der Krankenkasse finanziell bestraft wurde, weil er mehr verschrieben hatte, als er durfte.
Wenn eine erfolgreiche alternative Behandlung durchgeführt wurde, die nicht gezahlt wird, z.B. mit Bioresonanz, dann kann man vor Gericht auf Kostenerstattung klagen.
Aber wenn mein Mann in 2018 nach ärztlicher Untersuchung und Beurteilung einen für die Schulmedizin irreversiblen Schaden bescheinigt bekam, den wir auf eigene Verantwortung mit Regenaplexen beseitigt haben, dann kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass es in dem Fall Klagemöglichkeiten gibt. Der finanzielle Schaden wäre zudem die Mühe nicht wirklich wert.
Anders wäre es, wenn mein Mann die Ärztin wegen Fehlbehandlung und nachfolgender Körperverletzung damals angezeigt hätte, von der er die falschen Medikamente verschrieben bekam, und er wäre zu einem Anwalt, um Klage einzureichen, da er tatsächlich sehr viele Schmerzen und körperlich behindernde Folgen/Schäden durch die Behandlung erlitten hatte. Das wollte er aber nicht.
Auch bei seltenen Erkrankungen kann man sich die Kostenerstattung erstreiten.
: https://proxy.metager.de/www.anwalt.de/…0001bf524cb5940
Ansonsten sieht es so aus:
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen bei einem nachgewiesenen, akuten Vitaminmangel in der Regel nur die Kosten für den Ausgleich mit zugelassenen Medikamenten. Nahrungsergänzungsmittel der Orthomolekularen Medizin werden von gesetzlichen Krankenversicherungen dagegen nicht übernommen. Notwendige Kosten für Behandlungen der Orthomolekularen Medizin, die vom Heilpraktiker erbracht wurden, übernehmen gesetzliche Krankenkassen nicht.
Wenn eine Zusatzversicherung für Naturheilverfahren abgeschlossen wurde, übernimmt diese die Behandlungen der Orthomolekularen Medizin in der tariflich vereinbarten Höhe.
Eine Zusatzversicherung für Naturheilverfahren übernimmt nach Maßgabe auch die Kosten einer Heilpraktiker-Behandlung.
Viele Leistungen der Orthomolekularen Medizin sind individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), die vom gesetzlich Versicherten selbst gezahlt werden.
Bei Privatversicherten werden die Kosten für die Nährstofftherapie in der Regel je nach vereinbartem Tarif erstattet.
In Fällen, in denen die orthomolekulare Heilbehandlung nachweislich wirksam und medizinisch notwendig ist und es keine wirksame schulmedizinische Behandlung gibt, können Krankenkassen verpflichtet sein, die angefallenen Kosten zu übernehmen.
2018 wurde eine Private Krankenversicherung gerichtlich dazu verurteilt, bei einer multiplen Chemikalien-Empfindlichkeit (MCS) die Behandlungskosten, Laborkosten und Kosten für die Medikamente nach der Orthomolekularen Methode zu übernehmen, weil diese sich als einzige wirksame Behandlungsform erweisen hat. Siehe Link zum Urteil davor.
In unserem rein auf die Schulmedizin ausgerichteten System hat man im Prinzip wenig Chancen auf alternative Heilmethoden ohne zusätzliches Geld in die Hand nehmen zu müssen.
Und bei den Vitaminen und Mineralstoffen sieht es eh so aus, dass sich der Mensch entsprechend gesund ernähren soll, während sie gleichzeitig das meiste Essen mit Pestiziden, Tierfutter und Zusatzstoffen vergiften und für eine Abnahme an Nährstoffen in den Produkten sorgen.
Aber wenn wir gesund sind, kann doch keiner was an uns verdienen. Das will doch wirklich keiner. ![]()