Die tödliche Flucht eines Jugendlichen auf einem gestohlenen Roller führte in Lausanne zu den ersten massiven Migrantenkrawallen in der Schweiz. Zwei Nächte lang dominierten Gewalt, Brände und Angriffe auf die Polizei das Stadtbild.
Aber das hier ist natürlich in Ordnung!
Ich weiß ja nicht, was Du hier siehst?
Aber ich sehe einen 17-jährigen Jugendlichen mit schweizer Staatsangehörigkeit und kongolesischen Wurzeln, dessen Eltern in Lausanne im Sozialdienst bzw. Gesundheitswesen arbeiten, der auch Musik machte, in den sozialen Medien bekannt war, und jetzt durch die Verfolgung der Polizei mit Blaulicht zu Tode gejagt wurde.
Passiert seit Jahrzehnten immer wieder und es ist sehr wohl die Frage, ob ein gestohlener Roller, ein fehlender Helm, ein gestohlenes KFZ, usw. den Tod eines Jugendlichen rechtfertigen kann. Meiner Ansicht nach nicht.
Man braucht nur "Verfolgungsjagd durch Polizei endet für Jugendlichen tödlich" in die Suche einzugeben, und schon tauchen alle möglichen Fälle auf. Einige davon:
12. April 2010 - Ohne Führerschein und in dem Wagen seiner Eltern floh ein 19-Jähriger in Niedersachsen mehr als 150 Kilometer lang vor der Polizei. Der Teenager rammte dabei zwei Streifenwagen, später geriet er ins Schleudern, überschlug sich mehrmals und prallte gegen einen Baum. Tod.
27.11.2024, 07:41 Uhr Vier Jugendliche nach Verfolgungsjagd in Kerpen schwer verletzt. Weil sie einer Verkehrskontrolle entgehen wollten, lieferten sich vier Jugendliche eine Verfolgung mit der Polizei.
5. September 2014 - Angeblich löste sich der Schuss aus Versehen: Bei einer Verfolgungsjagd in Italien ist ein Jugendlicher durch eine Polizeikugel getötet worden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 22-jährigen Polizisten.
1. Juli 2023 - Zur Tötung von Nahel Merzouk kam es am Morgen des 27. Juni 2023 im Pariser Vorort Nanterre. Der 17-jährige Jugendliche wurde am Steuer eines Autos nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei erschossen, nachdem er sich einer polizeilichen Aufforderung widersetzt hatte.
18. Mai 2015 - Zehn Jahre nach dem Tod zweier Jugendlicher bei einer Verfolgungsjagd nahe Paris und den folgenden wochenlangen Vorstadt-Krawallen sind zwei ...
7. September 2023 - Er ist vor Polizeikontrolle geflohen. In einer Pariser Vorstadt ist ein 16-jähriger Motorradfahrer bei einer Polizeikontrolle tödlich verletzt worden. Nun wird gegen einen Polizisten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
4. Juli 2025 - 13-jähriger stirbt. Mitten in der Nacht machen vier minderjährige Jungs und ein Mädchen eine Spritztour mit dem Auto durch Montceau-les-Mines. Der Wagen gehört den Eltern eines der Jugendlichen. Dann entdeckt die Polizei die minderjährigen Fahrer und nimmt die Verfolgung auf. Wenig später ist ein 13-Järhiger tot.
19. November 2021 - Er war offenbar zu schnell und ... einen jugendlichen Mopedfahrer stoppen – für ihn endete die Verfolgungsjagd tödlich. ... Österreichische Polizisten haben einen 15-jährigen Mopedfahrer mit ihrem Streifenwagen erfasst und tödlich verletzt. Er war laut einer Meldung der Polizei vor ihnen ...
8. Juni 2023 - Ein 19-Jähriger versucht am Samstag, einer Verkehrskontolle zu entgehen. Polizisten verfolgen ihn und schießen schließlich auf ihn. Der junge Mann wird getroffen.
11. Juni 2025 - "Der Jugendliche hatte sich nichts weiter vorzuwerfen, außer dass er auf dem Tretroller unterwegs war." ... Vergangene Woche war ein 2013 geborener Junge bei der Verfolgungsjagd in der belgischen Hauptstadt ums Leben gekommen. Den Angaben zufolge wollte der Junge bei einer Kontrolle fliehen, ...
5. Juni 2025 - Der elfjährige Fabian fährt in Brüssel mit einem Roller durch den Park. Die Polizei verfolgt ihn – und er verunglückt tödlich. Ein Zufallsopfer. Der Fall aber zeigt: Die Jagd nach jugendlichen Drogendealern eskaliert in der Stadt.
1. Juli 2025 - In Lausanne kam es zu einem tödlichen Unfall, als eine 14-Jährige ohne Helm vor der Polizei fliehen wollte. Sie verlor die Kontrolle über ihren Roller und starb im Spital. ... Ein 14-jähriges Mädchen stirbt nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei in Lausanne.
vor 2 Tagen - Zum dritten Mal binnen weniger Monate stirbt ein Mensch bei einer Verfolgungsjagd durch die Polizei in Lausanne. Nach dem Tod eines 17-Jährigen brechen alle Dämme und Hunderte Jugendliche attackieren Polizisten. Die Behörden sehen derweil keine direkte Schuld bei den Beamten, die den ...
Wir haben es hier also bereits mit dem 3. Tod eines Menschen innerhalb weniger Monate durch Polizeiverfolgung in Lausanne zu tun. Bei der 14-jährigen hatte schon ein fehlender Helm genügt.
Mehr noch- Es war nicht nur der dritte Todesfall während eines Polizeieinsatzes in Lausanne in weniger als drei Monaten. Seit 2016 kamen sieben Menschen bei Polizeieinsätzen in dem Kanton Waadt, in dem Lausanne liegt, ums Leben. Fünf davon waren Männer afrikanischer Herkunft.
: https://www.srf.ch/news/schweiz/z…er-jugendlichen
Ob das wirklich Zufall ist? Es ist allzugut bekannt, dass auch manche Polizeibeamte Rassisten sind.
Ich sehe hier durchaus mehrere Gründe, warum die Jugendlichen auf die Barrikaden gegangen sind.
Aber die Rassisten sehen das offenbar nicht.
Leider musste ich mittlerweile feststellen, dass es in Europa keinerlei Erfassung von durch Europäer oftmals aus rechtem Gedankengut heraus und anderen Gründen getöteten oder verletzten Migranten gibt. Was für mich ein absolutes Unding ist.
Flüchtlingsfeindliche Angriffe in der Bundesrepublik Deutschland gibt es seit Gründung dieses Staates 1949, stark vermehrt seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 und nochmals seit der Flüchtlingskrise in Europa 2015.
Dazu gehören direkte verbale und physische Straftaten gegen Geflüchtete, Flüchtlingsunterkünfte, Einrichtungen für Asylbewerber und Aussiedler, bei denen fremdenfeindliche, ausländerfeindliche, rechtsextreme und rassistische Motive der Täter offensichtlich, nachgewiesen oder wahrscheinlich sind.
Ich selbst kann sagen, bei uns um die Ecke wurde ein Ehepaar von 2 Polen getötet.
Ein Deutscher hat sein Frau getötet.
Ein deutscher Jugendlicher hat einen Migranten getötet, aus Eifersucht; weil seine Freundin ihn verlassen hatte.
Mein Sohn wurde im Osten zusammen geschlagen, weil er zu ausländisch aussah. Da habe ich mir die Mauer zurückgewünscht.
Ausländerfeindlichkeit hat mir zu viel mit den Ideologien des 3. Reichs zu tun.
Jetzt sind es eben Migranten statt Juden und Zigeuner.
Dabei ist es auch völlig egal, wenn man frühere PKS-Dateien zeigt, nach denen die Kriminalität früher wesentlich höher war.
Keine Ahnung, ob die Aufzeichnungen mittlerweile wahrer sind, oder wie früher immer noch gerne andere Gründe vorgeschoben werden.
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 2.270 polizeilich erfasste Straftaten gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften und 255 Delikte gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt. Damit sanken die Vorfälle außerhalb der Unterkünfte um circa 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr; die bei den Heimen jedoch stiegen das dritte Jahr in Folge und auf den höchsten Stand seit 2017.
: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/679586/umfrage/angriffe-auf-fluechtlinge-und-fluechtlingsunterkuenfte-in-deutschlan
Ist doch erstaunlich, dass man hier davon so gar nichts liest.
Um so mehr Rassismus in den Medien, um so stärker steigt das.
Mich widert das einfach nur an.