Was war unter nicht-binär in früheren Kulturen zu verstehen:
In früheren Kulturen, einschließlich der Antike, bezeichnete der Begriff "nicht-binär" Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht ausschließlich männlich oder weiblich war. Diese Identitäten wurden in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich wahrgenommen und akzeptiert. Hier sind einige Beispiele:
- Antike Griechenland: In der antiken griechischen Kultur waren Geschlechterrollen oft sehr streng definiert, insbesondere in der postmykenischen Periode. Dennoch gab es Beispiele, wie die Amazonen, die als Kriegerinnen dargestellt wurden und gegen die konventionellen Geschlechterrollen verstießen. Allerdings war dies eher die Ausnahme. Im Gegensatz dazu zeigten skythische Kulturen, die in den Amazonenmythen reflektiert wurden, eine größere Flexibilität in der Einteilung von Lebensentwürfen und Karrieren in "männliche" und "weibliche" Rollen.
- Hinduistische Kultur: In hinduistischen Klassikern finden sich Beispiele für eine relative Akzeptanz von nicht-binären Geschlechtsidentitäten. Die Hijras, eine traditionelle Gruppe von Geschlechts- und Geschlechterdiversen Menschen, wurden in der indischen Gesellschaft oft als drittes Geschlecht anerkannt und verehrt. Allerdings beeinflussten islamische Traditionen und britische Kolonialpraktiken die Akzeptanz und Toleranz gegenüber nicht-binären Identitäten negativ.
- Prähistorische Kulturen: Eine Studie von Archäologen der Georg-August-Universität Göttingen, veröffentlicht im Cambridge Archaeological Journal, untersuchte 1.252 Gräber aus der Neusteinzeit und Bronzezeit (ca. 5500 v. Chr. bis 1200 v. Chr.). Die Ergebnisse zeigten, dass etwa zehn Prozent der Individuen, von denen biologisches und soziales Geschlecht bekannt waren, nicht der binären Norm entsprachen. Dies deutet darauf hin, dass nicht-binäre Geschlechtsidentitäten in prähistorischen Gesellschaften nicht als Ausnahmen, sondern als signifikante Minderheiten wahrgenommen wurden.
Diese Beispiele verdeutlichen, dass nicht-binäre Geschlechtsidentitäten in verschiedenen historischen und kulturellen Kontexten existierten und in unterschiedlichem Maße akzeptiert wurden. Die moderne Wissenschaft beginnt, diese Vielfalt durch archäologische und historische Forschung besser zu verstehen.
Also geht es dabei eigentlich nicht nur um Sexualität, sondern auch um die in unserer Gesellschaft ganz klar stark von der Religion beeinflussten Rollen von Mann und Frau.
Die Gladiatorinnen, deren Überreste man in englischen Gräbern mit Grabbeigaben wie Waffen gefunden hat, waren demnach nicht binär, weil ihre Tätigkeit nicht dem klassischen Frauenbild entsprochen hat.
Die wichtigste Erkenntnis daraus ist, dass wir uns hier auf einem neuen wissenschaftlichen Spielplatz befinden, der wie üblich, versucht, alles, was schon lange bekannt ist, mit zahlreichen neuen Begrifflichkeiten auszustatten und alles immer weiter zu unterteilen und wissenschaftlich zu begründen.
Ich halte das alles für Unsinn. Es gibt nicht Neues. Nur eine neue Wissenschaft.
Es erinnert extrem an einen älteren Artikel deutschlandfunkkultur.de/sag-es-keinem-anderen-100.html, den ich bereits gepostet hatte.: RE: Die Hinterfragung des Geschlechts
Die Wissenschaft macht wieder neue Vorgaben, in die die Menschheit unterteilt wird.![]()
Und einige Gruppen, unter denen sich sowohl Betroffene als auch bezahlte Aktivisten befinden dürften, feuern das an.
Am Ende bleibt faktisch nur ein 3. Geschlecht, dass teilweise sowieso weder Mann noch Frau ist, da es Geschlechtsmerkmale beider Geschlechter besitzt, aber in jedem Fall nicht mehr wie früher in die Gruppe des kulturell und religiös geprägten Konstrukts von Mann und Frau gepresst werden will.
Das erinnert aber auch etwas an die 69er, als zum Entsetzen der Älteren freie Liebe auf dem Programm stand.