Ich habe das etwas allgemeiner gemeint, Die Mama; es gibt für mich auch einen Unterschied von Mitleid zu Mitgefühl; ich selbst kann zwar nicht immer beides auseinanderhalten und leide manchmal zuviel mit, wenn andere sich nicht wohl fühlen. Ich habe das als für mich selbst ungesundes Muster aus meiner Kindheit und Jugend gelernt.
Ansonsten denke ich in der Tat, gerade in Deutschland gibt es einfach zu viele, die sich zu den "Guten" zählen und somit gerne ausgrenzen. Wenn man ganz klar ist, ist es keine Hilfe sich allzu sehr als Opfer darzustellen; bzw. nicht sehen zu wollen, wie brutal es ganz generell in dieser Menschheitszivilisation untereinander zugeht.
Wo begegnet man denn den Menschen, die im Alltag überwiegend bedingungslose Liebe, praktizieren - es gibt halt viel Scheinheiligkeit unter den Menschen.
Mein Vater hatte 2 Jahre, bevor er einen tödlichen Herzinfarkt im Alter von 49 hatte, eine Sepsis und wollte danach zu keinem Arzt mehr gehen.
Im Nachhinein kann ich das nachvollziehen; er hat wohl gespürt, dass das Medizinwesen bereits damals im letzten Jahrhundert nicht wirklich an einer ganzheitlichen Heilung der Menschen orientiert war. Während seiner Sepsis lag er in einem kleinen Krankenhaus auf dem Land und es sah zunächst nicht gut aus, dass er diese übersteht; als meiner Mutter einen 2. Arzt aus einer größeren Stadt hinzuziehen wollte; wurde dies von den Krankenhausärzten vehement verweigert und sie hat sich dann nicht dazu durchringen können.
Während der Nachbehandlungszeit meiner Hirnblutung habe ich die Kommunikation mit den Ärzten oft als völlig daneben empfunden.
Und ja, ich denke du hast viel Energie und Intelligenz so intensiv, wie du Nachforschungen erstellst und dokumentierst, welche medizinischen Alternativen es gibt.
Und im übrigen die idealen Großfamilien, wo die Alten, wenn sie sich nicht mehr selbst versorgen konnten, liebevoll und respektvoll von den Nachfolgegenerationen behandelt und gepflegt wurden, gab es da, wo ich gelebt habe, sehr selten.