Ich glaube, man muss einen guten Mittelweg finden:
Es ist nicht normal, dass sich Schwangere unnötig Sorgen machen, wie Goodmensch schreibt. Aber es ist grundsätzlich normal, dass sich Schwangere Gedanken über die Gesundheit ihres Babys machen. Das ist ja auch ihr Job, das Baby zu beschützen, also braucht man sie nicht so hinstellen als wären sie verrückt.
Manches mag etwas übertrieben auf Nicht-Schwangere wirken, manches ist auch tatsächlich übervorsichtig und nicht notwendig. Mit Anschuldigungen oder auch Abwertungen oder blöden Scherzen zu reagieren hilft aber in meinen Augen niemandem und löst das Problem nicht (Sorgen und tiefsitzende Ängste seitens dern Schwangeren und vermutlich zunehmende Genervtheit seitens des werdenden Vaters).
Vielmehr sollte man Sorgen einerseits ernst nehmen (sie beschäftigen und belasten die Schwangere ja tatsächlich!), andererseits kann man die Schwangere auch liebevoll unterstützen, am Boden der Realität und Tatsachen zu bleiben.
Toxoplasmose ist, so hat es mir mein Frauenarzt damals erklärt, eine Krankheit, die gefährlich ist, wenn man sie in der Schwangerschaft bekommt.
Wenn deine Freundin also Toxoplasmose bisher nicht bekommen hat, dann bist eben du, Kishkumen , ab jetzt für das Säubern des Katzenklos zuständig. Daran wird's ja wohl nicht scheitern.
Weiters hat mein Frauenarzt damals erklärt, dass die meisten Katzenbesitzerinnen sich aber ohnehin schon früher mit Toxoplasmose angesteckt haben (ohne es zu merken) und daher sowieso nicht mehr gefährdet sind. Das kann man testen lassen!! Dann braucht sich deine Freundin diesbezüglich keine Sorgen mehr machen.
Und natürlich gibt's am Land Katzen und Bäuerinnen, die Kinder bekommen. Allerdings gibt es dort eher selten Katzenklos, die gesäubert werden müssen... 
Dass Schwangere keinen (rohen) Fisch und keine rohen Eier und Mayonaise essen, ist sicherlich auch nicht blödsinnig. Salmonellen-Gefahr kann dabei ja grundsätzlich immer bestehen, auch für Nicht-Schwangere.
Wirklich empfehlen kann ich jedenfalls den Besuch bei einem TCM-Ernährungsberater (m/w).
In der TCM wird in bestimmten Lebensphasen (wie ganz besonders einer Schwangerschaft und auch dann später in der Stillzeit) großer Wert auf die richtige Ernährung gelegt, die die Schwangere bzw. Mutter und damit auch das Kind bestmöglich stärken (körperlich, aber auch psychisch!!!) - und zwar exakt in der Art, wie sie es ganz individuell brauchen.
(Der Unterschied zu westlichen Diätetik ist, dass es nicht ein Ernährungskonzept für [alle] Schwangere gibt, sondern ganz individuell für jede Schwanger eigens ein ganz individuelles Konzept erstellt wird. Und auch in der Stillzeit gibt es speziell abgestimmtes Essen, das z.B. wenn nötig den Milchfluss fördert und/oder gegen Koliken bei Babys hilft u.v.m.
Auch psychische Komponenten fließen dabei mit ein: Weinerlichkeit, übermäßige Besorgtheit, Gereiztheit etc. sind Stimmungsungleichgewichte, die mit Ernährung nach TCM ausgeglichen werden können.)
Bei so einer Ernährungsberatung nach TCM fühlt sich deine Freundin in ihrer Sorge um das Wohl des Babys ernst genommen und erfährt außerdem ganz genau, was sie am besten essen soll und was nicht (wobei es da um unsere ganz normalen Lebensmitteln geht, nicht um irgendwelches exotisches Zeugs), was ihr zusätzlich Sicherheit gibt. Ist also in mehrfacher Hinsicht hilfreich.
Alles Gute euch beiden und viel Gesundheit!
Liebe Grüße
Andrea