stimmt und hier sind noch viele grundlegende Konzepte erklärt, die auch mit eine große Rolle spielen.
: https://starwalk.space/de/news/astronomy-vs-astrology
Und dieses Zitat aus oben verlinkter Seite ist bezeichnend:
"Astrologie ist ein Glaubenssystem, das eine Beziehung zwischen den Bewegungen der Himmelskörper und Ereignissen oder Persönlichkeiten auf der Erde vorschlägt."
Für mich kann man Astrologie mit einem Satz erklären: "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter .... oder es bleibt wie es ist."
Wie in vielen anderen Bereichen bleiben auch in der Astrologie Korrelation und Kausalität unberücksichtigt. Eines dürfte dabei klar sein: Als im Fernen Osten vor gut 3.000 Jahren die Astrologie "erfunden" wurde, wurde über die genaue Vorgehensweise keinerlei Aufzeichnung gemacht, die geheime Sprache der Sterne wurde mündlich überliefert. Dabei kannten die Astrologen von damals noch nicht einmal alle Sterne. Für die Menschen von damals war aber dennoch klar: Die Sterne lügen nicht. Der gesamte Kosmos schaut auf uns herab, wir sind die Krone der Schöpfung, was natürlich alle Himmelskörper wissen und respektvoll zu würdigen wissen.
Die Sterne lügen nicht? Stimmt. Sie haben uns nämlich nichts zu sagen. Um mal bei meinem "Lieblingsplaneten" Pluto zu bleiben - was soll uns solch ein Winzling, der, nebenbei bemerkt, von den Astronomen mittlerweile nicht mehr als Planet unseres Sonnensystems gilt, der lediglich aus Eis und Geröllbrocken besteht, auch sagen? Pluto ist gut 7,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und sein Arm reicht weit? Lächerlich.
Und es stellt sich nach wie vor die Frage, warum es die Astrologie überhaupt gibt. Was soll das? Warum befragt man die Sterne? Aus einem einzigen Grund - Angst vor der Zukunft. Hatten die Menschen schon immer. Erkennt man sehr schön zu Beginn eines neuen Jahres, da haben Astrologen Hochsaison. Und die hatten sie früher auch schon. Egal ob Wallenstein, dem Oberbefehlshaber der kaiserlichen Streitkräfte im Dreißigjährigen Krieg mit seinem Leibarzt und Astrologen Seni, egal ob Julius Cäsar mit seinem Astrologen, egal ob Caligula mit seinem Hofastrologen Sulla oder auch Kaiser Friedrich III., der während seiner Regierungszeit 1452 bis 1493 sogar mehrere Astrologen bechäftigte, darunter den damals bedeutenden Naturwissenschaftler Georg von Peuerbach; sie alle wollten sich ihrer Zukunft sicher sein, sie alle befragten die Sterne nach ihrem zukünftigen Schicksal.
Bezeichnend hierfür ist nochmals als nur ein Beispiel von vielen, Friedrich III., der die Sterne zu seiner Heirat mit Prinzessin Eleonore von Portugal, Tochter König Eduards I. von Portugal, befragte - er ließ sich im Vorfeld zu seiner Hochzeit ein Horoskop erstellen, das ihm Auskünfte über seine Braut geben und einen aus astrologischer Sicht günstigen Termin für den Vollzug der Ehe nennen sollte. Das Horoskop riet Friedrich dazu, den ersten ehelichen Beischlaf an einem Tag zu vollziehen, an dem es zu einer Konjunktion von Sonne und Venus komme. Friedrich war sogar in Physiognomie und Chiromantie bewandert - angeblich hat er aus den Gesichtszügen und den Handlinien von Personen an seinem Hof gelesen und daraus Prognosen erstellt. Ist das nicht toll? Einen Herrscher mit solchen Ambitionen und Fähigkeiten wünscht man sich doch von Herzen.
Daher nochmals meine Frage nach dem Warum, die immer noch nicht beantwortet wurde. Warum lässt man sich überhaupt ein Horoskop erstellen? Weil man sich damit die Zukunft vorhersagen lassen möchte? Von einem Horoskop, dass sich am Horizont der Erde orientiert, obwohl sich die Erde nicht in einem exakten Kreis dreht, sondern vielmehr durch die Gegend torkelt, sich der Horizont dadurch immer wieder "verschiebt"?
Aber wenn ein Horoskop nicht die Zukunft vorhersagen soll, stellt sich doch erst recht die Frage nach dem Warum. Warum will jemand die Sterne befragen? Um sich selbst zu erkennen? Um zu erkennen, wer man ist und wie man auf andere wirkt? Weil in meinen Aszendenten das 3. Haus leer ist und das 5. Haus voll? Weil mir die Sterne helfen? Ist doch lächerlich. Am besten wäre es in diesem Fall, zum Hinduismus überzutreten. Dort glaubt man, dass das Elend im jetzigen Leben verursacht wurde durch Fehlverhalten im letzten. Da braucht´s dann keine Sterne mehr, das momentane Leben reicht da als Hinweis.