Lieschen nee, Du bist nicht zu naiv, es ist nur relativ schwer, einem Dogma von heute auf morgen zu entkommen. Insbesondere dann, wenn man damit von klein auf aufgewachsen ist.
Die Thematik des Impfens ist zugegebenermaßen auch nicht so einfach zu durchschauen, ich tue mich da an vielen Stellen auch oft schwer. Mir ist bis heute zum Beispiel immer noch nicht ganz klar, warum ausgerechnet die Masernimpfung ständig propagiert wird. Zwar hat sich die WHO seit Jahren das Ziel gesetzt, die Masern weltweit auszurotten und da das bis heute nicht funktioniert hat, wird weiter Druck ausgeübt. Trotzdem stellt sich die Frage, warum ausgerechnet die Masern? Und nicht Diphterie. Oder Mumps. Und weshalb wird nie über Scharlach geredet? Ist ja auch eine Kinderkrankheit, gegen die allerdings (bis auf eine ganz kurze Phase) bis heute nie geimpft wurde.
Eins ist aber auf jeden Fall sicher - Impfen ist weltweit gesehen ein Milliardengeschäft. Und das darf man bei einer Fragestellung wie Deiner nicht vergessen. Es geht nicht nur um die Grippe-Impfung. Oder nur um die Masern-Impfung. Schau Dir nur mal die Impfempfehlungen der STIKO seit Beginn der Impfungen an: Gab es 1972 lediglich 5 Impfungen, sind es heute 40! Nur in Deutschland. In Australien beispielsweise wird sogar ganz rigoros zwangsgeimpft, Impfverweigerer landen nicht selten im Knast.
Und damit ist noch nicht Schluss:
Da Dreck bekanntlich gegen Allergien schützt, gehen Pharma-Unternehmen mittlerweile her und sammeln Kuhstalldreck. Angetan haben es ihnen dabei besonders zwei Keime - Lactococcus Lactis und Acinetobacter Iwoff. Interessant sind die aus einem einzigen Grund - allein in Deutschland gibt es heute gut 20 Millionen Allergiker und deren Anzahl steigt ständig an. Wenn ich als Pharma-Unternehmen nun einen Allergie-Impfstoff entwickeln kann und solch eine Impfung dann auch noch von den Kassen gezahlt wird, habe ich alles richtig gemacht. Die Umsätze steigen, die Aktionäre freuen sich und bleiben bei der Stange.
Im Pharma-(Impf-)Bereich geht es um wahnsinnig viel Geld. Börsennachrichten sind da manchmal eine gute Quelle für Infos.
Für fast 1,2 Mrd. Euro pro Jahr werden Impfstoffe gegen Grippeviren, Gebärmutterhalskrebs oder Kinderkrankheiten von Apotheken an Ärzte zur Impfung ihrer Patienten abgegeben. Diese Impfstoffe werden in der Regel als Sprechstundenbedarf verordnet. Nach Berechnungen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) hat sich der Umsatz mit Impfstoffen beispielsweise von 1,07 Mrd. Euro in 2014 um 10 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro im Jahr 2015 gesteigert.
Viele Schutzimpfungen gehören seit 2007 zum Pflichtleistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und mit gut einer Milliarde Patientenkontakte im Jahr tragen die Apotheken ihren Teil zum Umsatz bei. Und verdienen damit natürlich auch prächtig.
Weiter ist auch die politische Riege involviert. Schau Dir nur mal unsere Ex-Gesundheitsminister an, da weißt Du, wo der Hase langläuft: Daniel Bahr wechselt zur Allianz, erhält den Spitznamen Pflege-Bahr wegen seiner Pflegeversicherungspolicen, Ulla Schmidt ist Verwaltungsrätin des Schweizer Pharma-Unternehmens Siegfried Holding, Barbara Steffens von den Grünen erhielt eine Spitzenposition in der Gesundheitswirtschaft. usw., ect. pp....
Das alles zu druchschauen braucht schon einen ziemlich langen Atem, mit Naivität hat das nichts zu tun.