Beiträge von von Perlbach

    Mit dem Bioresonanzgerät kann ich auch die jeweilige Aura sichtbar machen.

    Hm, ich glaube, wir reden hier von zwei unterschiedlichen Dingen - die Kirlianfotografie hat nichts mit dem Sichtbarmachen einer Aura im eigentlichen Sinn zu tun.

    Wovon Du schreibst, bezieht sich ja auf das, wie es heißt, mentale Sehen über Lichtenergien und durch die Kraft das dritten Auges. Hat nichts mit dem Bioresananzgerät zu tun. Die Aura sehen können nur Menschen, die mental extrem trainiert sind oder medial begabte Menschen und geht stark ins Spirituelle.

    Bei der Kirlianfotografie handelt es sich um eine Hochspannungsfotografie, bei der winzige elektrische Entladungen (Koronarentladungen) sichtbar gemacht werden.

    Gut zu fotografien wären solche Koronarentladungen beispielsweise bei Überland-Hochspannungsleitungen. Im Winter bei hoher Luftfeuchtigkeit kann man diese minimalen Koronarentladungen sogar hören - die Leitungen knistern oder brummen.

    Solche Entladungen macht man sich auch zu Nutze bei den Plasma-Bällen:


    Dies hat nun wahrlich nichts mit einer Aura zu tun, oder mit Biophotonen.


    Man kann die Lebensenergie (oder Biophotonen) in Boviseinheiten messen, allerdings nur mit einer Rute oder Pendel, wenn man es kann:

    Bovis - Einheit für Lebensenergie

    Stimmt, man kann so etwas messen. Wird auch gemacht, auf rein physikalischer Ebene. Nennt sich dann Biophotonenanalyse. Entwickelt von einem Physiker, einem gewissen Fritz Albert Popp.

    Eine Studie des Neusser Institus für Biophysik ergab beispielsweise, dass Eier von Hühnern aus Freilandhaltung deutlich mehr Licht speicherten, als Eier ihrer Schwestern aus einer Legebatterie. Über 200 Lebensmittel hat das Institut mittlerweile auf diese Art gemessen. Auch kann mit dieser Methode gezeigt werden, ob Lebensmittel gentechnisch verändert wurden.

    Im Jahr 2003 gab es eine weitere Studie von der Universität Bonn und der Gesamthochschule Kassel: Rund 2000 Eier von Freiland- und Batterie-Hühnern von insgesamt 150 Höfen wurden miteinander verglichen. Alle Hühner hatten zunächst dieselbe Abstammung, dasselbe Alter, dieselbe Vorgeschichte und bekamen dasselbe Futter. Die Eier der Freiland-Hennen wiesen jedoch nach acht Tagen eine nachweisbar höhere Lichtspeicherfähigkeit auf, nach 84 Tagen war sie fast doppelt so hoch. Über die Biophotonenanalyse könnte es in Zukunft also gelingen, Eier von Hühnern aus Legebatterien verlässlich von jenen aus Freilandhaltung zu unterscheiden.


    Weltweit arbeiten daher Wissenschaftler an der Frage, ob es zukünftig möglich ist, die Qualität von Lebensmitteln anhand solcher Messungen zu untersuchen.

    Hier mal der Unterschied zwischen einer Biophotonenmessung an einem Blatt und der Kirlianfotografie einer Tomate:

    Dass solche Messungen nur mit einer Rute oder einem Pendel gemessen werden können, ist also nicht so ganz richtig.

    Habt Ihr damit Erfahrungen, bzw. wendet Ihr so etwas im Bereich Homöopathie an? Habe heute zufällig einige alte Dateien auf meinem Rechner zur Kirlianfotografie gefunden und bin nach wie vor hin und weg von diesen Kirlian-Aufnahmen. Es gibt ja teilweise Heilpraktiker, die damit arbeiten.

    Auch Kristallisationsbilder von Lebensmitteln sind mehr als beeindruckend, da sie hierbei die verborgende Kraft der Lebensmittel zeigen. Ich nutze solche Fotos als bestechende Argumente, warum es sich auf jeden Fall lohnt, bio-Lebensmittel zu kaufen.

    @zausel

    Die von Dir genannten Quellen kenne ich. Auf doccheck.com ist der Autor Matthias Bastigkeit ziemlich oft zu finden. Der hatte ja den von Dir verlinkten Artikel geschrieben.

    Printmedien, wie dem Axel Springer Verlag, glaube ich eigentlich so gut wie gar nichts. Vor allem dann nicht, wenn - wie bei Deinem Linkhinweis - Aufreissertitel wie "Die irreführenden Versprechen der Nahrungsergänzungsmittel" zum Lesen verführen sollen. Wenn im Artikel dann noch auf die Verbraucherzentrale verwiesen wird, ist bei mir Ende im Schacht. Nebenbei - der gesamte Artikel ist absoluter Nonsens. Schlecht recherchiert (mal wieder) und vollgepackt mit Pauschalisierungen.

    Zum Magnesiumöl kann ich Dir leider auch nicht viel mehr bieten. Es gibt einfach zu wenige wissenschaftliche Untersuchungen dazu. Es gab mal eine Pilotstudie zu Mg-Öl bei Fibromyalgie-Patienten, die sich mit Mg-Öl-Spray behandeln mussten.1)

    Von 40 Probandinnen hatten aber schon nach kurzer Zeit 40 % die Segel gestrichen, da sie die Nebenwirkungen des Sprays nicht vertragen hatten. Die restlichen 24 absolvierten die Studie bis zum Schluss, wobei die angeblich positiven Ergebnisse aber doch relativ dürftig waren. Zudem können diese Ergebnisse der Fibromyalgie-Patientinnen nicht auf die gesamte Bevölkerung übertragen werden. Dann war die Gruppe viel zu klein für eine wissenschaftliche Studie und es fehlte zudem noch eine Placebo-Kontrollgruppe. Auch hätte man diese Studie dann doppelt verblindet durchführen müssen. Und die Ergebnisse nach Abschluss der Studie kamen letztlich nur auf Grund von Befragungen der Teilnehmerinnen zustande. Auch nicht gerade sehr wissenschaftlich.

    Ich bleibe dabei - die transdermale Verabreichung eines wasserlöslichen Salzes entbehrt jeder logischen Grundlage. Und dass es bis heute noch keine "richtigen" Studien zu Mg-Öl gibt, sollte m. E. schon stutzig machen.

    Wenn Du Probleme mit der oralen Aufnahme von Magnesium-Tabletten hast, kann es vielleicht daran liegen, dass Du das falsche Produkt nutzt. Immerhin gibt es verschiedene Arten von Magnesium-Salzen, es gibt nicht DAS EINE Magnesium. Und jeder Mensch reagiert auf gleiche Stoffe auf unterschiedliche Art. Ich würde an Deiner Stelle einfach mal das Präparat wechseln also statt Mg-Sulfat mal Mg-Citrat. Oder so.

    Und / oder mit kleineren Dosierungen beginnen und diese dann langsam auf die gewünschte Menge steigern. Oft kommt es auch zu Beschwerden, wenn Mg zusammen mit fetthaltigen Speisen eingenommen wird.

    1) https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26343101/

    Erst monatliche B12-Spritzen beim Hausarzt, dann habe ich zu Sauerteig gewechselt welcher einwandfreies selbst

    erzeugtes B12 enthält! Das mache ich seit 1 Jahr, B12-Spiegel etwa bei 240 Mikrogramm/Liter Blut!

    Als Veganer ist man TOP-gesund, wenn man weiß wie!!!!

    TOP-gesund, wenn man weiß, wie? Bei 240 mcg? Meinst Du das im Ernst? 240 mcg stellen fast einen leichten Mangel dar. Optimale Werte liegen bei 300 bis 900 mcg. Bei den Werten gilt dann noch, je höher, umso besser.

    Und Vitamin B12 aus Sauerteig? Also aus Hefe? Halte ich mal eher für ein Gerücht. Hefe, also unsere Nährhefe, enthält kein Vitamin B12. Definitiv nicht. Zur Herstellung von Sauerteig werden zwar auch die Milchsäurebakterien Lactobaccilus plantarum und Lactobazillus brevis verwendet, diese sind aber keine B12-produzierenden Bakterienstämme.

    B12-produzierende Bakterien sind lediglich Propionibacterium freudenreichii, - shermanii, sowie Pseudomonas denitrificans. Eventuell auch noch Lactobacillus reuteri CLR 1098, hier ist eine Vitamin B12-Produktion aber noch nicht gesichert bewiesen. Selbst wenn, wäre diese Bakterie nicht im Sauerteig enthalten.

    Na ja, der eigentliche Grund für die Bezeichnung "Öl" ist der, dass sich diese Magnesium-Wasser-Mischung so ähnlich anfühlt wie eine ölige Substanz.

    Daher kamen die Hersteller auf den Gedanken mit der Bezeichnung Magnesium-Öl. Und dass Du nicht viel im Netz an Hineisen gefunden hast, ist schon klar. Das Magnesium-Öl wird ziemlich aggressiv beworben, auch in den Printmedien.

    Habe jetzt leider wenig Zeit, ich schaue später mal, ob ich meine Quellen irgendwo finde.

    mein B12 Spiegel ist in den fast tödlichen Bereich gerutscht( 74 Mikrogramm /Liter Blut),

    Das hat sich alles nach und nach inner halb von 6 Jahren gegeben, ...... und das über gesunde vegetarische Kost wieder in den Griff bekam.

    Mich würde mal interessieren, wie Du das geschafft hast. Pflanzliche Lebensmittel enthalten so gut wie kein Vitamin B12, weder Obst und Gemüse, noch Nüsse oder Saaten. Einzig fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder auch Bier enthalten geringe Mengen. Auch die Chlorella-Alge ist ein Lieferant für Vitamin B12. Seinen B12-Bedarf hierüber zu decken, ist allerdings nur bei absolut bester Gesundheit möglich.

    Angeblich soll die transdermale Magnesiumapplikation besser verträglich sein, also weniger Nebenwirkungen haben, da der Magen-Darm-Trakt umgangen wird. Einige Menschen vertragen eine orale Magnesiumaufnahme nicht so gut. Meiner Meinung nach kann das mit dem transdermalen Magnesium aber nicht funktionieren.

    Grundsätzlich sollte man nicht vergessen, dass es sich bei Magnesiumöl um kein Öl handelt, sondern lediglich um eine wässrige Lösung. Genauer um eine konzentrierte, wässrige Magnesiumchlorid-Lösung, die entweder auf die Haut gesprüht oder auf der Haut einmassiert werden soll. Ich mag mich jetzt täuschen (was ich nicht glaube), aber genau das kann eben nicht funktionieren.

    Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten, besonders interessant für die Magnesiumöl-Thematik ist hierbei die Epidermis, also die Oberhaut, bzw. das Stratum corneum (und das Stratum disjunktum), die äusserste Schicht der Epidermis. Und genau diese besteht aus Fetten. Besser ausge-drückt, befinden sich zwischen den abgestorbenen Hornzellen der Epidermis Fette, die dann zusammen mit den Hornzellen eine wasserundurch-lässige Schicht bilden. Allein aus diesem Grund ist eine Magnesiumöl-Aufnahme durch die Haut schon nicht möglich.

    Hinzu kommen noch die Talgdrüsen der Haut, über diese gelangt das Sebum, also das Talgdrüsensekret, an die Hautoberfläche. Die Haut wird dadurch quasi mit einem schützenden Fettfilm imprägniert, sie wird dadurch geschmeidig und wasserabweisend. Das Überwinden dieser biophysikalischen Barriere ist daher in relevanten Mengen nur für lipophile Stoffe möglich.

    Kommen wir zum Magnesium.

    Magnesiumionen besitzen eine relativ große Hydrathülle, die den unkontrollierten Durchtritt durch Zellmembranen praktisch unmöglich macht. Eine zelluläre Magnesiumaufnahme findet nur über spezifische Magnesiumtransportsysteme statt, aber - da die abgestorbenen Zellen der obersten Hautschicht keine funktionsfähigen Magnesiumtransportsysteme enthalten, könnte eine Resorption lediglich über die mehr als geringen Flächen der Schweißdrüsen und Haarfolikel stattfinden. Diese machen aber nur maximal 0,5 bis 1 % der Hautoberfläche aus. Für eine vernünftige Magnesiumaufnahme viel zu wenig.

    So meint denn auch Prof. Dr. Jürgen Vormann vom Institut für Prävention und Ernährung (IPEV) in einem Beitrag über transdermale Applikation: "In dieser [Zubereitung] liegt Magnesium in ionisierter Form vor und ist daher nicht in der Lage, eine lipophile Schicht, wie sie Haut darstellt, zu durchdringen."

    Zwar gibt es eine Studie der Universität von Birmingham, bei der Probanden sieben Tage lang täglich 12 Minuten lang ein Ganzkörperbad in einer Magnesiumsulfatlösung (Epsom-Salz) nahmen, was angeblich auch zu einem Anstieg der Serum-Magnesiumkonzentration führte, diese Studie ist bis heute allerdings lediglich nur einmal im Internet veröffentlicht worden, nicht aber in wissenschaftlichen, peer-reviewed Zeitschriften. Zudem wurde die Studie vom Hersteller des Epsom-Salzes finanziert.

    Demgegenüber stehen allerdings etliche seriös publizierte Untersuchungen, die keine transdermale Aufnahme belegen konnten.

    Was nachvollziehbar ist, wenn wir uns beispielsweise einmal das Tote Meer ansehen. Hier liegt ein extrem hoher Salzgehalt vor. Neben hohen Mengen an Magnesium-, Calcium- und Natriumchlorid, enthält as Meerwasser auch hohe Konzentrationen an Kaliumchlorid. Würde der Mensch, der darin badet, Salze über die Haut aufnehmen, könnte das bei der hohen Kaliumkonzentration niemand überleben. Von toten Badegästen, die an einer Kaliumvergiftung gestorben sind, habe ich aber noch nie gehört. Es gab zwar einige Berichte über einen erhöhten Magnesiumspiegel im Körper einiger Badegäste, diese hatten allerdings bei Panikattacken jede Menge Meerwasser verschluckt.

    Abschließend noch die Überlegung, dass es zwar so genannte TTS, also Transdermale Therapeutische Systeme gibt, die beispielsweise in anästhesierenden Schmerzpflastern zum Einsatz kommen, hier sind allerdings lipophile Substanzen (wie Stearate) eingearbeitet, die den Wirkstoff durch die Hautbarriere bringen. Auch Nikotinpflaster enthalten lipophile Substanzen, dort sind es meist mittelkettige Triglyceride.

    Magnesiumöl - ein Öl, das keines ist.

    bekommt die Schildrüse wieder normales vom Körper gebildetes Thoraxin, welches aus der essentiellen Aminosäure Phenylanalin, ebenso wie Dopamin gebildet wird.

    Thoraxin? Wusste noch gar nicht, dass die Schilddrüse das erst vor Kurzem entwickelte, neuartige Muskelaufbaupräparat bildet, was in der Bodybuilderszene im Moment Furore macht. Du meinst wohl eher Thyroxin.

    Und Dopamin wird nicht aus Thyroxin gebildet, sondern entsteht als ein Zwischenprodukt in der Biosynthesekette des Tyrosins hin zu Adrenalin.

    Tyrosin selbst wird in der Leber aus der Aminosäure Phenylalanin gebildet.

    Sorry, aber es ist immer wieder erstaunlich, was Du so an Fachwissen hast.

    Über Deine Beiträge müsste ich, zugegeben, doch immer wieder schmunzeln - wenn´s bloß nicht so traurig wäre.

    Folsäuremangel ist seit gut 20 Jahren ein ernstzunehmendes Problem in Deutschland - gut 65% der Bevölkerung leiden extrem an Folsäuremangel, über 800 Menschen werden jährlich mit einer aus Folsäuremangel resultierenden Anämie in Krankenhäuser eingeliefert.

    In Europa gab es allein zwischen 1999 und 2011 über 11.300 Neuralrohrdefekte, die nicht mit Chromosomenanomalien in Zusammenhang standen. Soll heißen, dass über 11.000 Babys mit einem offenen Rücken zur Welt kamen.

    Vorausgegangen zu diesen Zahlen war hierzu eine Studie vom Center fo.r Biostatistics and Epidemiology in Paris, die die Daten des European Surveillance of Congenital Anomalies Registers für den angegebenen Zeitraum auswerteten.1)

    Folsäure über grünes Blattgemüse also? Stimmt schon. Wenn denn genügend im Blattgemüse enthalten wäre! Die Konzentration an Folsäure ist in den meisten Lebensmitteln dermaßen gering, dass diese Mengen bei weitem nicht ausreichen, um den Tagesbedarf zu decken:

    Bei Chinakohl wären es über 480 g, über 500 g bei frischem Blattspinat, 400 g bei Fenchel. Oder aber 160 g gegarte Kalbleber. Das unterscheidet uns heute von unseren Vorfahren, bei denen noch viel mehr an Innereien gegessen wurde. Wir verkaufen so etwas lieber in die so genannte Dritte Welt.

    Zudem gibt es das Problem, dass Folsäure, wie alle B-Vitamine wasserlöslich und zudem hoch wärmeempfindlich ist. Beim Waschen des Gemüses oder auch beim Kochen der Nahrungsmittel geht ein großer Teil der Folsäure verloren.

    Ein weiterer Aspekt sind Schwangere. Diese leiden ganz erheblich an Folsäuremangel. Es wird zwar schon seit etlichen Jahren von Ärztegremien eine vernünftige Prevention in Sachen Folsäure gefordert, dies wird aber nicht konsequent umgesetzt. Die ständige Diskriminierung von NEM, also in diesem Falle einer vernünftigen Substitution von Folsäure, tut dann noch das Ihrige. "Kochen lernen" geht da völlig am Thema vorbei.

    Und nebenbei - Deine Aussage "Mädels Folsäure nimmt man über grünes Blattgemüse auf" ist schon ziemlich grenzwertig. Als wären die "Mädels" alle blöd und nur Du hättest den Durchblick. Ne´Entschuldigung wäre da das Mindeste ...

    1) https:/ / www.bmj.com/content/351/bmj.h5949▹

    Ohne das Thema jetzt noch weiter anheizen zu wollen, hier dennoch mal einige Fakten, die ich so kenne. NEM, und hierum geht es ja eigentlich, werden zwar oftmals in Kapseln verpackt, Kapsel und Kapsel sind allerdings noch lange nicht das Gleiche. Es kommt auf den Hersteller an, welche Art der Cellulose er verarbeitet. NEM wegen irgendwelcher Kapseln nun aber grundsätzlich zu verteufeln, geht sicherlich am Thema vorbei.

    Die Cellulose ist einer der wohl am weitesten verbreiteten Stoffe der Welt, da sie für die Stabilität jeder Pflanzenzelle notwendig ist. Für den Menschen ist Cellulose unverdaulich, da ihm das entsprechende Enzym Cellulase fehlt, um die ß-1,4-glykosidische Bindung der Cellulosefasern zu spalten. Cellulose ist gilt daher als Ballaststoff.

    Die im Lebensmittelbereich eingesetzte Cellulose-Arten sind Methylcellulose (E461), Hydroxypropylcellulose (E463), Hydroxypropylmethylcellulose (E464), Ethylmethylcellulose (E465), Carboxymethylcellulose (E466), Natrium-Carboxymethylcellulose (E468), sowie die enzymatisch hydrolisierte Natrium-Carboxymethylcellulose (E469). Alle diese Formen sind laut entsprechender Verordnungen für den Lebensmittelbereich zugelassen und werden in diesem Bereich auch verwendet: Egal ob Schmelzkäse, Fischstäbchen, Dips und Soßen, Pasteten, Sahne, Joghurt oder Marmelade, Kekse, oder Kuchen, Speiseeis, Instantprodukte oder auch Tiefkühlkost - überall werden Celluloseverbindungen eingesetzt. Entweder als Schaumverhinderer oder um bei fettreduzierten Lebensmitteln dennoch eine cremige Konsistenz zu schaffen. Celluloseverbindungen sorgen dafür, dass bei den Lebensmitteln Form und Farbe erhalten bleiben. Auch als Verdickungs- und Bindemittel werden sie eingesetzt. In Zigarren ist Cellulose ebenfalls als Bindemittel zu finden.

    Grundsätzlich gelten alle Cellulose-Arten als unbedenklich, allerdings nur bis zu einer bestimmten Höchstmenge. Eine absolute Unbedenklichkeits-garantie gibt es daher, wie auch bei so vielen anderen Produkten nicht.

    Eindeutig muss aber gesagt werden, dass diese Celluloseformen nicht dem Kunden dienen, sondern eher der Industrie. Der Mensch benötigt Cellulose nicht für den Stoffwechsel. Dennoch kann in manchen Bereichen nicht auf Cellulose verzichtet werden. Sofern es sich dann um reine Cellulose handelt, ist eigentlich alles in Ordnung.

    Dies gilt natürlich auch für Kapseln. Wenn bei Diskussionen dann allerdings pauschal Hydroxypropylmethylcellulose, kristalline Methylcellulose und Cellulose in einen Topf geschmissen werden, macht das keinen Sinn und bringt eher Verwirrung.

    Methylcellulose wird nach oraler Gabe nicht durch den Darm aufgenommen, bindet große Mengen Wasser und wirkt daher abführend. Sie wird daher als Laxans eingesetzt, um Verstopfungen zu behandeln.

    Mikrokristalline Cellulose hingegen definiert sich als gereinigte, teilweise aufgespaltene Cellulose, die aus Stämmen von Pflanzenfasern gewonnen wird. Hierbei handelt es sich dann um Baumwolllinters (Linters sind die nach der Bearbeitung des Baumwollsamens noch anhaftenden, kurzen Samenhaare) oder Holzzellstoff, die mit Hilfe von Mineralsäuren in kleine Bestandteile zerlegt werden. Der Zellstoff wird dadurch also verfeinert und so zu mikrokristalliner Cellulose.

    Mikrokristalline Cellulose ist eine unlösliche Faser und wird nicht in den Blutstrom aufgenommen. Auch darf nach Vorgaben der Europäischen Kommission die Partikelgröße nicht kleiner sein als 5 Mikrometer, so dass sie nicht vom Darm aufgenommen werden kann. 1)

    Es handelt sich also nicht um Nanopartikel, sondern um Mikropartikel. Daher auch mkrikristalline Cellulose.

    Im Darm kann nun, wie oben schon beschrieben, Cellulose nicht durch Enzyme verdaut werden. Sie geht daher durch das menschliche Verdauungssystem bis hin zum Dickdarm, ohne dass sie sich auf molekularer Ebene verändert. Hier kann sie dann allerdings durch Bakterien der Darmschleimhaut zu Fettsäuren umgewandelt werden.
    In klinischen Studien wurden Mengen von 30 bis 150 Gramm (!!) verabreicht, ohne negative, gesundheitliche Auswirkungen. 2)

    In einer anderen Studie wurde die Wirkung von Cellulose als positiv angesehen, da sie die Darmperistaltik und die Absorption vieler Nährstoffe wie Fettsäuren verbessern kann.3)

    Mikrokristalline Cellulose darf trotzdem nicht in Baby- und Kleinkindnahrung verwendet werden, da es im wissenschaftlichen Komitee für Lebensmittel der Europäischen Kommission noch Bedenken darüber gibt, ob die Darmschleimhaut in diesem Alter bereits völlig ausgereift ist.

    Dennoch sollte man bei der Wahl der Anbieter von NEM genauer hinsehen. Ich selbst nutze die Produkte von VitaminExpress. Deren Kapseln bestehen aus Pflanzencellulose und enthalten unter anderem keine mikrokristalline Cellulose.

    Zu Morgellons verursacht durch Cellulose habe ich eine differenzierte Meinung.


    1)

    Regulation (EU) Nº 231/2012 of 9 March 2012. Laying down specifications fo.r food additives listed in Annexes II and III to Regulation (EC) Nº 1333/2008 of th.e European Parliament and of th.e Council.

    2)

    WHO food additives series 40.

    3)

    Wuestenberg T. 2014. Cellulose and Cellulose Derivatives in th.e Food Industry: Fundamentals and Applications.

    Tja, Gabriele, da sind wir wieder bei den so genannten Erfahrungsberichten. Habe ich mir bei meamedica auch mal durchgelesen. Hahnebüchen. Völlig nutzlos die Seite. Ist jetzt aber nur meine Meinung.

    Es wird dort nur pauschal von Lithium berichtet. Nichts ist zu lesen, welches Lithium-Präparat genau eingenommen wurde. Nichts ist zu lesen in welcher Dosierung. Was soll das? (Es sei denn, ich habe etwas übersehen)

    Genau das ist es, was mich bei solchen Seiten immer wieder nervt. Es werden einfach irgendwelche Dinge in den Raum geschmissen, ohne genauere Informationen. Man macht dadurch andere, die Hilfe suchen, nur noch unsicherer - "hab ich doch gewusst, bringt alles nix."

    (Nebenbei bemerkt, sind dort aber auch Berichte über positive Erfahrungen zu lesen.)

    Ich habe vor einigen Tagen beispielsweise mal wieder einen Bericht gesehen in dem erzählt wurde, dass bei einer groß angelegten Studie (was auch immer das heißen mag) herauskam, dass Vitamin C keine prospektiven Eigenschaften gegenüber Erkältungskrankheiten hätte. Ich bin fast geplatzt!

    Nichts wurde erzählt, wie das Studiendesign war. Nichts wurde erzählt, wie viele Probanden wie lange teilgenommen hatten. Es gab auch keine Informationen über Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen. Und vor allem wurde nichts darüber erzählt, wie hoch die Dosierungen gewesen sind. Oder darüber, ob Vitamin C oral oder intravenös verabreicht wurde.

    Nichts wurde darüber erzählt, dass ein zweifacher Nobelpreisträger Linus Pauling wegen der Ergebnisse seiner diesbezüglichen Forschungen fast sein Leben lang täglich hochdosiertes Vitamin C eingenommen hat.

    Aber Vitamin C hat nicht geholfen. Ende. Und am nächsten Tag konnte ich dann wieder schöne Gespräche "belauschen", bei denen genau das wiederholt wurde - Vitamin C ist Blödsinn, NEM bringen nichts, machen nur die Hersteller reich. Dass die Pharma-Industrie aber noch reicher wird, wird natürlich verdrängt.

    Zurück zum Lithium.

    "Konventionelle" Lithiumformen, wie z.B. Lithiumcitrat, -sulfat, -carbonat oder auch -acetat können schnell überdosiert werden und üble Neben-wirkungen verursachen. Daher hatte ich ja auch geschrieben, dass Lithium-Therapien nicht ganz einfach sind.

    Bei Lithiumorotat ist dies beispielsweise anders, da diese Form sehr schnell vom Blut in das Zielgewebe übergeht, wie in die Zellen des Hirngerüstes oder aber auch in die Gliazellen. Dadurch kommt man mit einer niedrigeren Dosierung aus, da nicht erst der gesamte Körper geflutet werden muss.

    Wenn Dich dieses Thema weiter interessiert, kann ich Dir zum Beispiel das Buch über Lithium von James Greenblatt empfehlen. Er beschreibt dort die effektiven Hilfen durch Lithium bei Demenz, Parkinson, Ängsten, ADHS, psychischen Störungen. Greenblatt ist Leiter der psychiatrischen Privatklinik Walden Behavioral Care in Waltheim, Massachusettes. Zudem ist er Dozent für Psychiatrie an der Tufts Universitiy School of Medicine, wurde zum Lehrbeauftragten für Psychiatrie berufen, studierte ehemals Kinder- und Jugendpsychologie und hat weitere Bücher in dieser Fachrichtung geschrieben. Er hat in seiner Klink jede Menge positive Erfahrungen mit Lithium gemacht.

    So ganz falsch kann das alles bei Lithium also nicht sein, wie ich finde.

    Ist natürlich schwierig, da einen Tipp zu geben. Für mich sind Depressionen eigentlich immer ein Zeichen für eine Stoffwechselstörung. Die aber ist bei jedem Depressiven anders. Wenn Du nun schreibst, dass die Spiegel bei Omega 3 und Vitamin D sehr gut sind - was heißt das? Wie hoch sind die Werte denn? Man sollte aber immer daran denken, dass man nicht isoliert einen Bereich optimieren kann, ohne einen anderen dabei eventuell negativ zu beeinflussen.

    Und nur diese beiden Werte zu bestimmen, ist sicherlich auch nicht genug. Was ist mit Vitamin B3, bzw. dem Vitamin B-Komplex? Was ist mit Zink? Was mit Magnesium? Vor allem - was ist mit Lithium? Dem "Supermineral für Gehirn und Seele", dem "Cinderella Drug". Schon mal daran gedacht?

    Ich persönlich halte Lithium für die wirksamste Nahrungsergänzung bei neurologischen und psychiatrischen Störungen. Zur Sicherheit trinke ich beispielsweise lediglich Heppinger Mineralwasser, da es einen sehr hohen Gehalt an Lithium hat. (Nee, ich bin nicht depressiv)

    Hilft in Deinem Fall natürlich nicht, da müssen andere Dimensionen verabreicht werden. Ich habe in meiner Fachliteratur dazu einige Fallbeispiele von manisch depressiven Patienten, die nicht mehr in der Lage waren, ihr Leben geregelt zu bekommen, die nicht mehr in der Lage waren, ihrem Beruf nachzugehen. Die apatisch in der Ecke sassen. In solchen Fällen haben dann pharmazeutische Dosierungen von 600 bis 1.800 mg dazu geführt, dass die Symptome drastisch reduziert werden konnten.

    Lithium-Therapien sind allerdings nicht ganz einfach und sollten auf jeden Fall orthomolekular betreut werden!

    Jetzt vielleicht noch eine etwas komplett andere, vielleicht bescheuerte Idee - schon mal daran gedacht, Deine Freundin ins Sonnenstudio zu schicken? Ist schon bescheuert, ich weiß. Es gibt allerdings Sonnenbänke mit einer innovativen Ganzkörper-Farblichttherapie, einer Mischung aus UV- und Collagenlicht. Die darin enthalten Röhren strahlen Licht aus in den Farben blau, gelb, rot und grün. Gelb wirkt dabei für Selbstbewusstsein, Freude, stärkt das Schutzsystem der Haut. Rot steht für Lebensfreude, Energie und Leidenschaft. Könnte vielleicht helfen. Nur mal so eine Idee von mir.

    Und bringt vielleicht auch Abwechslung in den tristen Alltag Deiner Freundin. Und dann raus. An die frische Luft. Bewegung wirkt Wunder bei Depressionen. Aber das hatten wir hier ja schon mal an anderer Stelle.

    Super, danke für die Info! :thumbup:

    Kannte ich noch nicht. Auch die Aussage, dass sich o2, Vodafon und Telekom derzeit noch gegen die 5G-Technik wehren. Macht nachdenklich.

    Die Aussage im Artikel "Und das könnte zu sehr unangenehmen, juristischen Folgen führen, wenn Leute nachweislich durch 5G krank werden oder sogar Todesfälle vorkommen sollten.", sehe ich eher mit gemischten Gefühlen. Denn wie sollen Menschen eine juritisch durchsetzbare Schädigung nachweisen? Dies ist ja heute noch nicht mal möglich, obwohl es jede Menge an nachweislichen Schädigungen gibt, beispielsweise in der Landwirtschaft mit extremen Missgeburtsraten und Fehlgeburten, verursacht durch Mobilfunkstationen in der Nähe des jeweiligen Bauernhofs.

    Zumal man nachgewiesene, biologische Effekte von Mobilfunkwellen auch unterhalb der gestzlichen Grenzwerte nach wie vor verschweigt. Und das sogar auf EU-Ebene, wo man ja bereits im Jahr 2000 Erkenntnisse einer schwedischen Forschungsgruppe klammheimlich in den Schubladen verschwinden ließ, die zu dem Ergebnis kam, dass selbst kurzzeitige Handy-Emissionen die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöhen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass Menschen durch das Impfen jede Menge Giftstoffe aufnehmen ..... dass Menschen sich mit fluoridierter und mit Sodiumlaurylsulfaten angereicherter Zahnpasta die Zähne putzen ..... dass Menschen mit Glyphosat verseuchte Nahrungsmittel zu sich nehmen ...

    Ich höre besser auf, mein Blutdruck steigt.