Auch der Einsatz von Jodsalz ist üblich und bei jeder öffentlichen Verköstigung Pflicht.
Ich kann es wirklich nicht mehr hören, das Deutschland ein Jodmangelgebiet sein soll, während gleichzeitig kein Mensch weiß, wie viel Jod er täglich durch die Zwangsjodierung zu sich nimmt.
Du kannst es so oft wiederholen wie Du möctest, deshalb wird es leider nicht wahrer - es gibt in Deutschland keine Zwangsjodierung! Gäbe es diese, würden in den Supermarktregalen nicht jodierte Speisesalze neben unjodierten Speisesalzen stehen.
Es gibt seit 1989 lediglich eine Verordnung und damit Regelung, wer und in welchen Mengen Jodsalz abgeben darf. Eine Zwangsjodierung besteht deswegen aber nicht.
Und was, bitteschön, hat das Wissen darüber, wieviiel Jod die Menschen zu sich nehmen damit zu tun, ob Deutschland ein Jodmangelgebiet ist? Was hat der Verzehr mit einem Mangelgebiet zu tun? In Deutschland werden auch Ananas gegessen, trotzdem gilt Deutschland als Ananasmangelgebiet, die Frucht wächst hier nicht.
Zudem - maximal 60% der deutschen Haushalte nutzen laut Umfragen jodiertes Speisesalz, gleichzeitig kommt aber auch bei der Herstellung beispielsweise von Fertigprodukten aus Kostengründen unjodiertes Salz zum Einsatz.Trotz all dieser Fakten konnten Messungen und andere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Verbraucher auch bei Anwendung von Jodsalz NICHT auf die erforderliche Mindestmenge von 200 mcg Jod pro Tag kommen. Insbesondere Kinder sind oftmals von einer Jod-Unterversorgung betroffen.
Eine durchschnittliche Verbrauchsmenge von mit Jod angereichertem Salz liegt bei ca. 5 mg Salz. In dieser Menge sind maximal 23 mcg Jod enthalten. Auch diese Zahlen machen deutlich, dass Jodsalz allein nicht reicht für die Mindestmenge von 200 mcg. Diese Zahl allerdings stammt von der DGE (meinem Lieblingssaftladen) und sie beschreibt lediglich den Mindestwert für einen Schutz der Schliddrüse vor Jodmangel und seinen Folgen, nicht berücksichtigt wird aber der Bedarf aller anderen Körperzellen. Joderfahrene Therapeuten gehen daher eher von einem Bedarf von mehreren mg pro Tag aus anstatt von 200 mcg pro Tag.
Letztlich gilt aber zumindest bei Jod der gesunde Menschenverstand - eine innere Anwendung gehört in die Hände und Begleitung eines erfahrenen Therapeuten.