Richtig. Schäden am Gehirn od. Rückenmark sind irreparabel. Glaubst Du aber trotzdem nicht an einer Regeneration diesbezüglich? Auch wenn sich dies sehr abergläubisch liest.
Sagen wir mal so - was kaputt ist, ist kaputt.
Ich weiß beispielsweise, dass sich eine Gehirnzelle, die mit Quecksilber in Berührung kommt, vom "Ort des Geschehens" zurückzieht, dabei aber verkümmert und verkrüppelt, sie ist danach Schrott, zu nichts mehr zu gebrauchen. Die ist einfach mausetot.
Ich weiß aber auch, dass unser Gehirnskasten, wie viele andere Dinge auch, die wir im Körper haben, eine Wundermaschine ist. Dazu mal ein faszinierendes Beispiel:

Auf diesen Abbildungen sieht man auf den beiden Bildern rechts ein normales Gehirn. Auf den beiden Bildern links erkennt man sofort, dass irgendetwas nicht stimmt, es fehlt etwas. Nämlich jede Menge Gehirnvolumen, der Schädel der betreffende Person ist fast leer. Jeder Anatom, jeder Mediziner sagt dazu, dass dieser Mensch nicht mehr lebt, dass er mausetot ist. Logisch eigentlich.
Stimmt aber nicht.
Die beiden Bilder links wurden publiziert (ich glaube es war im Science Magazine), weil es sich um Aufnahmen des Gehirns eines 43-jährigen, französischen Beamten mit zwei Kindern handelt. Der Mann hatte nichts! Der hatte fast kein Gehirn und hatte nichts. Er war kerngesund. Stellt sich die Frage: Wie kann das sein? Wenn ich aus meinem Laptop ein Stück raussäge, ist´s vorbei, dürfte jedem klar sein. Computer stürzen auch mal ab oder hängen sich auf. Gehirne haben genau die entgegengesetzte Eigenschaft, der terminus technikus dazu heißt "gracefull degradation", zu deutsch "mit Würde kaputtgehen".
Was heißt das?
Wieder ein Beispiel:
Parkinson. Man wird steif, kann sich nicht mehr richtig bewegen, man fängt an, immer häufiger zu zittern. Es gehen bei dieser Krankheit bestimmte Nervenzellen im Kopf, die für die Bewegung zuständig sind, kaputt. Wenn der Betreffende langsam merkt, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt, sind zu diesem Zeitpunkt schon gut 70% dieser Nervenzellen tot. Soll heißen, 70% sind kaputt und der Betroffene hat bis dahin noch nichts gemerkt. Gleiches gilt für Demenz. Auch hierbei kann im Oberstübchen schon jede Menge kaputt sein und man merkt - nichts. Berühmtes Beispiel hierfür ist Schwester Maria. Clever, mit 20 Jahren schon. Hat bis zu ihrem 84. Lebensjahr als Lehrerin gearbeitet. Danach inoffiziell weiter. Nachdem sie im Alter von 101 gestorben ist, sie auch an einer wissenschaftlichen Studie teilgenommen hatte, wurde sie nach ihrem Tod obduziert. Obwohl bei ihr bei allen Test zuvor niemals eine Demenz festgestellt wurde, war ihr Gehirn dennoch voller Alzheimer.
Wieder die Frage: Wie kann das sein?
Ganz einfach: Unser Gehirn enthält weder eine CPU wie ein Computer und auch keine Festplatte, stattdessen aber ca. 100 Milliarden Nervenzellen. Und jede dieser Nervellen hat Kontakte zu anderen Nervenzellen, nämlich bis zu 10.000. Und die haben nicht nur den Job, Impulse weiterzuleiten, sie ändern sich auch mit der Benutzung, sie werden größer, wenn sie benutzt werden.
Soll heißen, unser Gehirn kompensiert Schwächen. Bis zu einem gewissen Grad natürlich. Wenn zuviel kaputt ist, nutzen auch keine neu gebildeten "Routen" zwischen den Nervenzellen mehr etwas. Auch bei einem kaputten Herzen kann ich nicht immer neue Bypässe legen, irgendwann ist Schluss. Dann gilt nur noch, kaputt ist kaputt.