Dann haben wir uns drauf geeinigt, dass sie in ihr Zimmer gefahren wird, nah ans offene Fenster, und ich draußen stehen soll, müsse aber trotzdem die Maske tragen, im Freien. Ich sagte, das ist doch ein Witz, die Aerosole fliegen ja nach oben und nicht ins Zimmer rein. Nein, es half alles nichts, entweder so, oder ich hätte gehen müssen. Also ich stand draußen vor dem Fenster im Gras, sie war zu weit weg, dass ich nicht mal ihre Hand ergreifen konnte. Das Fenster war auch vergittert, daher kam ich nicht ran an sie. Das ist ein Gesetz sag ich euch, MENSCHENUNWÜRDIG
liebe Heiterweiter das alles habe ich ja auch hinter mir und weiß wie du dich fühlst.
Nur ändert es nicht an der Tatsache die Mutter loszulassen und ihr wenigstens zu zeigen das es dir gut geht.
Das ist ganz besonders wichtig stark zu bleiben wenn deine Mutter dich sieht.
An dieser Tatsache ändern kann man nichts und wenn deine Mutter sieht wie verzweifelt du bist, dann geht es ihr auch nicht gut damit.
So fällt sie erst recht in ein Loch und Jammertal.
Ich habe damals das Beste versucht zu machen und bin fröhlich und lächelnd mit winkenden Händen vom Fenster weg und sah immer ein kleines Lächeln in den Augen meiner Mutter.
Ich habe dann zuhause geheult
und tat mir auch sehr leid.
Abschied nehmen ist nun mal nicht so einfach wenn es um einen lieben Menschen aus der Familie geht und ist auch nicht aufzuhalten.
Mach das Beste draus und versuche stark zu bleiben, denn wenn man auch noch im Heim Terz macht, dann bekommen es die alten Menschen ab und keiner bekommt es von den Angehörigen mit.
Das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung auch vom beruflichen Aspekt aus betrachtet.
virtuelles Drückerchen und weiterhin viel Kraft
LG