Beiträge von René Gräber

    Avalonis hat ja schon meinen Grundsatzbeitrag dazu gebracht.

    Dazu vielleicht noch eine kurze Anmerkung: Meiner Erfahrung nach, kann der Fersensporn durch entsprechende Fußübungen "weggeübt" werden. Bis die Übungen vollständig greifen können als Übergangslösung spezielle Gelkissen dienen.
    Aber auch die Sache mit dem Säure-Basen-Haushalt sollte beachtet werden. Als Unterstützung zusätzlich vielleicht Schüßler Salze so ähnlich wie ich das hier beschreibe:

    : https://cysticus.de/saeure-basen-r…huesslersalzen/

    Hallo Mary,

    Es ist aus der Ferne eigentlich nicht möglich genauer rauszukriegen was das eigentlich ist.
    Bevor ich weiter aushole bitte an einen der Medizin-Grundsätze denken:
    "Häufiges ist häufig, Seltenes ist selten"
    Beispiel Kopfschmerzen. Das können einfach "nur" Spannungskopfschmerzen (häufig) sein, oder auch ein Hirntumor (sehr sehr selten) usw.

    In diesem Sinne also auf zu den Begründungen, warum so ein seltsames Vibrieren auftreten könnte. An erster Stelle könnte man an eine Nervenerkrankung / Nervenstörung denken. Worauf diese beruht und wie fortgeschritten sie ist, das ist eine andere Sache. Falls die Stelle, wo diese Vibrationen auftreten, sich nicht verändert, dann liegt der Verdacht nahe, dass die Sinnesnerven, die das betroffene Gebiet versorgen, zum Beispiel durch Kompression (Druck) beeinträchtigt sein könnten. Bei einem vorhandenen "Rückenproblem" zum Beispiel, könnte es zu so einer Kompression der Nerven und damit zu einem Gefühl von Vibrationen oder Prickeln kommen.

    Eine andere Möglichkeit ist das Guillain-Barré-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung. Hier kommt es zu einer Entzündung der Nerven, die in einer Beeinträchtigung der Nervenfunktion endet. Ursachen des Syndroms sind nicht genau bekannt. Aber es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass hier virale und/oder bakterielle Infektionen eine Hauptrolle für die Auslösung der Autoimmunerkrankung spielen könnten. Bezeichnenderweise scheint der hauptsächliche „Übeltäter“ ein Bakterium namens „Campylobacter jejuni“ zu sein, das über eine gastrointestinale Infektion oft auch für Lebensmittelvergiftungen verantwortlich ist. Man darf hier vermuten, dass eine beeinträchtigte Darmflora mit verantwortlich ist für eine Besiedlung dieses gefährlichen Bakteriums und in der Folge zur Genese der Autoimmunerkrankung.

    Die Autoimmunerkrankung selbst ist Folge einer sogenannten „molekularen Mimikry“. Campylobacter jejuni scheint mit Antigenen versehen zu sein, die körpereigenen Antigenen ähneln, um so das Immunsystem zu täuschen. Identifiziert jedoch das Immunsystem den Träger als einen Eindringling, dann werden alle diese Antigene als „körperfremd“ vermerkt und in der Folge bekämpft. In diesem Fall sind dies auch die Antigene, die sich im Bereich der Nerven befinden.

    Bei der Attacke des Immunsystems auf die vermeintlich körperfremden Antigene kommt es zur Entzündung und in der Folge zur Auflösung des Myelins, dem Isoliermantel um den eigentlichen Nerv. Zeitweilig ist auch das Axon betroffen, also der innere Teil des Nervs. In jedem Fall kommt es zu einer Verzögerung der Reizleitung beziehungsweise zu einer „Verzerrung“ des Signals. Subjektiv wird dieser Zustand als Vibrieren, Prickeln und so weiter empfunden. Die meisten Betroffenen sind in der Lage, sich von der Infektion und den Nervenschädigungen zu erholen. Aber der Genesungsprozess und die Regeneration dauern ein paar Jahre.

    Jetzt bin ich ein wenig ausführlicher geworden. Wenn Patienten in der Praxis solche Symptome beschreiben, lasse ich mir genau berichten, wie lange das schon so "geht", welche Therapien unternommen wurden usw. Wenn ein Patient das mal so "nebenbei" berichtet, schau ich mir im allgemeinen erst einmal die Wirbelsäule an und behandle die Muskulatur im Bereich des Brustkorbs: Zwerchfell, Pectoralis Major und die Rückenstrecker im Bereich der Brustwirbelsäule (wer es genau wissen will). Wenn das Symptom danach weg ist, war es die Muskulatur / Nerven und die Behandlung wird in dieser Richtung weitergeführt. Wenn nein, rate ich meist dazu eine Kompressionen auszuschließen beziehungsweise, wenn eine vorliegt, deren Ursache zu bestimmen. Bis ein Termin für weitergehende Untersuchungen vorliegen, können in der Zwischenzeit "Behandlungsversuche" mit klassischer Homöopathie und / oder Schüßler Salzen (z.B. Magnesium Phosphoricum etc.), oder mit Maßnahmen erfolgen, die Avalonis oben schon erwähnt hat.

    Das Gefühl des Vibrierens ist eine Art Warnsignal, das vom Körper gesendet wird und nicht ignoriert werden sollte. Gleiches gilt für das Guillain-Barré-Syndrom, welches ausgeschlossen werden sollte. Eine rechtzeitige Diagnose ist das „Geheimnis“ für eine vollständige Regeneration. Im fortgeschrittenem Stadium werden seitens der Schulmedizin aufwändige und kostspielige Therapien auf den Patienten zukommen wie z.B. Immunglobuline, Plasmapherese und so weiter. Aber auch in so einem Fall gibt es natürlich alternative Therapien.

    Ganodolon hat ja schon einige Links und Beiträge von mir gepostet.

    Als Zusatz von mir: von beiden "Sachen" halte ich sehr viel.

    Padma 28 war bereits vor ca. 20 Jahren so etwas wie eine Art "Geheimwaffe" bei Raucherbein und allgemein Durchblutungsstörungen in den Beinen.

    Die effektiven Mikroorganismen: sind eine allgemein kostengünstige Art der Probiotika-Therapie.

    Das ist nicht ganz einfach. Ich empfehle manchmal die ein oder andere Fastenklinik und such selbst nach mehreren Kliniken In Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Derzeit kann ich vor allem die Paracelsus Klinik in der Schweiz empfehlen: https://paracelsus.com/ - vor allem für die Beschwerden, die Sie beschreiben. Aber das trägt natürlich nicht die gesetzliche Kasse. :(

    Ich suche selbst aber auch Kliniken für Patienten, die sehr viele (verschiedene) Medikamente einnehmen. Bei solchen Patienten meine ich, dass erst einmal eine Vielzahl der Medikamente abgesetzt werden müsste um dann zu erkennen, welche Symptome dieser Patienten von den "Nebenwirkungen" stammen. Ambulant kann man das nicht machen. Und auch von den Klinikärzten traut sich an solche Patienten kaum einer ran. Da wird dann lieber nochmal das 15. Medikament gegen das "neue" Symptom verordnet. Deswegen auch mein Anliegen es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, denn wenn man erst einmal "drauf" ist, kommt man von alleine ohne fachlichen Rat kaum noch davon weg...

    In diesem Sinne hoffe ich ebenfalls auf vielfältige Anregungen zu diesem Klinik-Thema!

    Ganodolon hat ja schon meine Links zu diesem Thema gepostet. Bezüglich Asthma bronchiale würde ich weniger an MSM denken, obwohl MSM generell im Bereich der Entzündungen wirkt. Ich gebe MSM vorrangig z.B. Gelenkentzündungen und Schmerzen die mit (auch unterschwelligen) Entzündungen einhergehen. Klassischerweise würde ich zuerst an einen entsprechenden Heiltee, Ernährung, Atemübungen und Wasserheilkunde (Brustguss und Brustwickel) denken.

    Bei solchen Beschwerden wird im allgemeinen die Diagnose "Bakerzyste" gestellt. In vielen Fällen sind das Verlegenheitsdiagnosen, denn meiner Erfahrung nach lassen sich mit einigen Übungen für die Beinbeuger / Waden, die Beschwerden "löschen" - WENN: Keine Entzündung vorliegt. Ich würde das Thema einem Arzt / Kollegen vorstellen. Wenn sonst nichts dagegen spricht sollte das mit 2-3 Behandlungen bei einem versierten Physiotherapeuten erledigt sein.

    Zimt ist erst einmal ein Gewürz. Aber – das ist halt nur eine Definition. Damit wird noch nichts über eine mögliche positive Auswirkung auf Erkrankungen oder Gesundheitsprophylaxe ausgesagt.

    In meinem Grundsatzbeitrag zum Zimt gehe ich auf zahlreiche Aspekte ein:

    : https://www.naturheilt.com/zimt/

    Im Fall „Zimt“ gibt es wieder einmal die unterschiedlichsten Ansichten dazu.

    Und die sehen so aus:
    Eine randomisierte, doppelblinde, Plazebo kontrollierte Studie aus dem Jahr 2003 untersuchte 60 Patienten mit Diabetes Typ-2

    (https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14633804/) und kam zu dem Ergebnis, dass nach 40 Tagen Nüchternblutzuckerwerte, Triglyceride, LDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin signifikant reduziert wurden. Diese Reduktion erfolgte in verschieden hohen Dosierungen von Zimt.

    Eine neuere Arbeit aus dem Jahr 2012 (https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22749176/) untersuchte 66 Patienten mit Diabetes Typ-2. Hier wurden die Nüchternblutzuckerwerte und das HbA1c signifikant gesenkt im Vergleich zu Plazebo. Gleiches galt auch für Triglyceride. Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin blieben unverändert. Auch diese Arbeit war eine randomisierte, doppelblinde, Plazebo kontrollierte Studie.
    Die Autoren beider Arbeiten empfahlen bei einer Diabetes Typ-2-Erkrankung den Einsatz von Zimt bei der täglichen Ernährung.
    Immerhin haben wir hier zwei Arbeiten vorliegen, die den Kriterien für die Durchführung einer Studie der sogenannten „evidenzbasierten“ Medizin beziehungsweise Wissenschaft voll und ganz entsprechen. Man könnte hier zu Recht einwenden, dass die Fallzahlen mit 60 und 66, die auch noch aufgeteilt wurden in Verum- und Plazebogruppe, nicht erschlagend hoch angesetzt sind. Damit ist eine statistische Relevanz unter Umständen fragwürdig.

    Aber – die Skeptiker lassen sich davon nicht beeindrucken. Sie führen als Gegenargument eine Studie ins Feld, die den eigenen Forderungen nach einem guten Studiendesign nicht nachkommt, eine Meta-Analyse: https:/ / www.cochranelibrary.co…858.CD007170.pub2/full/de▹ auch aus dem Jahr 2012. Cochrane hat in dieser Beziehung einen guten Ruf, nicht zuletzt weil man deren Meta-Analysen für alles benutzen kann, wenn man was bewiesen haben will.

    In diesem Fall wurden ganze 10 Studien gefunden mit insgesamt 577 Teilnehmern mit Diabetes Typ-1 und Typ-2 gleichermaßen. Man fand keine statistisch signifikanten Zusammenhänge zwischen Zimt-Verzehr und einem Einfluss auf HbA1c, Blutzuckerwerte, Seruminsulin oder postprandialen Glukosewerten.

    Ich kann dazu nur sagen, dass die Zahl 577 für eine Meta-Analyse ein Witz ist, ein schlechter Witz dazu, wenn man daraus eine Schlussfolgerung ableiten will. Dazu kommt noch, dass eine Meta-Analyse nie den Forderungen für evidenzbasierte Studienkriterien entspricht. Noch witziger wird es, wenn im Abstract der Veröffentlichung zu lesen ist, dass „im Allgemeinen die einbezogenen Studien nicht sehr gut durchgeführt worden sind und es an Qualität mangelt“ (Generally, studies were not well conducted and lacked in quality.)

    Jedenfalls für die beiden oben erwähnten Studien kann ich diese Kritik nicht nachvollziehen, ausgenommen die zu geringen Fallzahlen. 577 Teilnehmer in einer Meta-Analyse ist weniger als ein Tropfen auf einem glühend heißen Stein. Wie es aussieht, sind Studien, die nach allen gültigen Kriterien regelgerecht durchgeführt worden sind, immer dann automatisch schlecht, wenn das Ergebnis nicht stimmt.

    Sicherlich ist Zimt nicht das Allheilmittel gegen Diabetes. Aber so wie ich die Lage einschätze, kann Zimt als Bestandteil der Ernährung mit dazu beitragen, dass der Diabetiker seine Blutzuckerwerte unter Kontrolle behält. Darüber hinaus gibt es keine evidenzbasierten Hinweise, dass Zimt gesundheitlichen Schaden anrichtet.

    Zu MMS erhalte ich immer wieder Anfragen.

    Ich habe dazu auch Recherchen und Selbstversuche durchgeführt.

    In meinem Beitrag zu MMS berichtete ich ausführlicher:
    : https://www.gesund-heilfasten.de/mms-chlordioxid/

    Fazit: Die Ergebnisse waren mehr als durchwachsen. Ich kann nicht generell zu MMS raten. Ich kenne auch keinen Patienten, der damit erfolgreich war (und das im ebenfalls im Selbstversuch) getestet hatte. Aber vielleicht sehe ich ja nur die Patienten bei denen es nicht funktioniert hat?

    Überzeugender finde ich die Gefeu-Lösung:

    Gefeu-Lösung▪

    Und vor allem auch die rektale Anwendung der MMS, bzw. Gefeu-Lösung.

    Aber wie gesagt: mir fehlen die durchschlagenden "Patienten-Daten" -- was natürlich daran liegen kann, dass sich diese Menschen tatsächlich alle selbst heilen und die niemals sehe. Aber ich habe da meine Zweifel.

    Aber: deswegen gibt es ja auch dieses Forum ;)

    Ich muss mir das mal in den Einstellungen ansehen und prüfen ob und wie das geht. Du hast natürlich Recht: es sollte sich eine neue Registerkarte öffnen. Obwohl wir das Forum schon getestet haben, zeigt erst jetzt "im echten" Betrieb, was noch alles verbessert werden muss! Daher bin ich für jeden Hinweis dankbar :)

    Liebe Heide, liebe Avalonis.

    nur eine kurze Antwort von mir: Ihr seid mir der Entgiftung auf dem richtigen Weg bei der MS.

    Aus meiner Sicht absolut notwendig: Die Milch & Milchprodukte müssen weg, ebenso das Schweinefleisch.

    Dann das Thema tote Zähne: https://www.yamedo.de/wurzelbehandelte-zaehne/▪
    Ich hatte noch keinen MS Patienten, der nicht damit zu tun hatte.

    Zur Klinghardt Entgiftung habe ich hier ein paar Gedanken formuliert:

    : https://www.gesund-heilfasten.de/entgiften-nach-dr-klinghardt/

    Weitere Ideen und Möglichkeiten aus dem Bereich der Naturheilkunde und Alternativmedizin in meinem Grundsatzbeitrag zur MS:
    : https://www.naturheilt.com/multiple-sklerose/

    Alles Gute!

    Liebe Svetlana,

    das mit dem Wasser ist ein Thema, dass oft diskutiert wird. Ich beschäftige mich seit Jahren (mehr oder weniger) intensiv damit, habe es aber nicht geschafft eine "allgemeingültige" Position dazu zu erarbeiten. Es stehen einfach zu viele Fragezeichen im Raum.

    Ich habe aber die Frage einmal als Anlass genommen, die Studienlage zu dem "ionisierten" Wasser genauer zu beleuchten.

    Meine Antwort habe ich als Beitrag formuliert und dabei die Fragestellung noch etwas ausgeweitet:

    : https://www.gesund-heilfasten.de/ionisiertes-wasser/

    So schnell kommt man also bei mir zu einer umfassenden Antwort :)

    Ich kenne auch solche Menschen mit Knorpelschäden - und das zu Tausenden. Ich fürchte, dass es auch hier keine „Zauberformel“ gibt und schon gar kein „medizinischer Durchbruch“, der in Pillenform sofortige Heilung bei ALLEN verspricht. Wie bei vielen Erkrankungen ist auch hier eine differenzierte Herangehensweise der Schlüssel zum Erfolg – und natürlich auch die „Medikamente“, die dabei zum Einsatz kommen.

    Die therapeutischen Maßnahmen bei Knorpelschäden richten sich zuerst einmal nach dem Schweregrad und den Symptomen:

    Erste (und für mich wichtigste) Frage: Hat der Patient Schmerzen?
    Wenn ja: Kommen die Schmerzen überhaupt vom Knorpelschaden?
    Viele Ärzte behaupten genau das, dabei gibt es im Knorpel gar keine Schmerzrezeptoren!
    Woher kommen dann die Schmerzen?

    A) entweder der Knorpel ist schon so weit "weg", dass Knochen auf Knochen reibt. Das sind starke Schmerzen bei fast jeder Bewegung. Solche Patienten sehe ich heute aber fast überhaupt nicht mehr! Die meisten fallen in Kategorie B.

    B) Die Schmerzen sind faszial bedingt. Beweis: mit entsprechender Therapie (Myofaszialtherapien etc.) ist der Schmerz weg.

    Erste Erkenntnis: man muss erst mal eine genau DIAGNOSE haben. Bei Schmerzen einfach nur zu sagen "Sie haben Arthrose!" usw. (obwohl der Gelenkspalt in der Röntgenaufnahme noch zu sehen ist), halte ich für keine Diagnose sondern groben Unfug, den sich die Patienten auch noch gefallen lassen.

    Wenn das erst einmal differenziert ist, kann man sich darüber Gedanken machen, wie eine Therapie aussehen kann. Im Folgenden versuche ich einfach mal ein paar Dinge zu skizzieren:

    Belastungen, die schmerzhaft sind, sollten vermieden werden. Kühlung der schmerzenden Stellen kann symptomatische Linderung bringen. Mehr dazu unter https://www.yamedo.de/knorpelschaeden/▪

    Unter https://www.naturheilt.com/arthrose/ finden Sie eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen Möglichkeiten für eine Behandlung, die nicht geradewegs in eine oft gewählte schulmedizinische OP führen muss. Hier kann man mit einer Reihe von Faktoren „spielen“, die einen positiven Einfluss auf einen Regenerationsprozess haben. Die anthroposophische Medizin hat zum Beispiel eine Reihe von Präparaten zu bieten (siehe auf der Webseite weiter unten im Kasten). Über die Ernährung kann eine Prophylaxe betrieben werden und sollte auf jeden Fall eine begleitende therapeutische Maßnahme sein. Heilfasten zeigt sehr gute Erfolge hier. Bestimmte Heilpflanzen, alleine oder in Kombination genommen, bieten eine weitere Alternative. Einige homöopathische Formulierungen sind ebenfalls angezeigt. Weitere Behandlungsmöglichkeiten bieten die TCM, Orthomolekulare Medizin, Schüßler-Salze, Säure-Basen-Haushalt und so weiter.

    Empfehlenswerte Substanzen oder Präparate sind:

    Grünlippmuschel https://www.vitalstoffmedizin.com/gruenlippmuschel/

    MSM – Methylsulfonylmethan https://www.gesund-heilfasten.de/msm-methylsulfonylmethan/

    Chondroitin und Chondroitinsulfat https://www.vitalstoffmedizin.com/chondroitin-chondroitinsulfat/

    Unter den angegebenen Links können Sie die Bewertung der einzelnen Substanzen und deren wissenschaftliche Einschätzung nachlesen.

    Also: das könnte so sein, wie Du das beschreibst.

    Nach einer Ernährungsumstellung von "normal" auf Rohkost bekommen fast alle Patienten mehr oder weniger Probleme mit der Verdauung - vorzugsweise mit Blähungen. Grund: Die Darmbakterien sind einen gewissen Speisebrei gewohnt und können mit der Rohkost teilweise nichts anfangen. Also Folge haben diese Patienten mit zum Teil erheblichen Blähungen (im schlimmsten Fall auch mit Koliken) zu tun. In so einem Fall ist es hilfreich den Rohkostanteil zurückzufahren, ebenso die Smoothies. Als vorübergehende Hilfe können Heilerde
    (https://www.gesund-heilfasten.de/heilerde/) und Tees sein, wie ich dies hier beschreibe:

    : https://www.naturheilt.com/blaehungen/

    Mit den Flohsamen würde ich es nicht übertreiben, die können in zu hoher Dosis ebenfalls Blähungen verursachen.

    Thema Smoothies: mittlerweile versteht ja fast jeder was anderes darunter. Da werden teilweise Dinge in den Mixer geworfen, die mit der ursprünglichen Idee nicht mehr viel gemeinsam haben. Andere werfen da Pflanzen in den Mixer, von denen sie nicht mal wissen wie diese heißen. Da kann ich nur sagen: Man sollte wissen was man tut! Fragt vorher mal Kräuter-Experten.

    Eine Candidose kann sich bei dieser Umstellung hervortun - ich halte das aber für eher weniger wahrscheinlich. Genaueres kann aber nur ein Laborergebnis / Test zeigen. Wenn man allerdings in der Vorgeschichte der Patienten Scheidenpilz, Nagelpilz etc. findet, liegt der Verdacht nahe, dass auch der Darm betroffen ist. In solchen Fällen rate ich zu einem Test. Wie man Candida behandelt bzw. nicht behandeln sollte (meiner Meinung nach) skizziere ich u.a. in diesem Beitrag:

    : https://www.gesund-heilfasten.de/biologische-candida-therapie/

    Die Probiotika sind natürlich hilfreich. Es kommt aber stark auf die Zusammensetzung an. Gute "Breitband-Probiotika" sind das

    : https://www.vitalstoffmedizin.com/vsl-3-probiotische-balance/ oder https://www.naturheilt.com/bactoflor/

    Bei Blähungen die vorzugsweise mit dem Dickdarm zu tun haben, helfen die Einläufe (wie in der Heilfasten Anleitung beschrieben) sehr gut. Diese täglich angewendet, bis sich die Darmflora umgestellt hat.

    Bitte stellt mir die Fragen zur Gesundheit / Krankheit / Medikamente nicht per Mail-Funktion dieses Forums. Dafür habe ich das Forum eigentlich nicht eingerichtet. Dieses Forum macht nur dann Sinn, wenn die Frage und eine (evtl. meine) Antwort von anderen Forenmitgliedern gelesen werden können, damit diese auch davon "lernen" können.

    Hallo Katharina,

    Hm... das wird nicht ganz einfach zu beantworten sein, denn geschwollene Augenliderˍ und Müdigkeit, diese Kombination von Symptomen kann eine lange Liste von möglichen Ursachen beziehungsweise Störungen haben. Hier mal eine kleine Auswahl:

    akute oder chronische Sinusitis

    Heuschnupfen

    Virusinfekt

    chronisches Fatigue Syndrom

    Multiple Sklerose

    allgemeine allergische Reaktionen

    Depressionen

    Diabetes Typ-2

    Herzrhythmusstörungen

    Konjunktivitis

    Schlafapnoe

    Schlafmangel

    Anämie

    Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber)

    Aortenklappeninsuffizienz

    Ach ja: allgemeiner "Stress" und einige Nebenwirkungen von Medikamenten können auch zu geschwollenen Augenlidern führen.

    Wenn die ganzen "hässlichen" Dinge ausgeschlossen sind, rate ich generell dazu etwas für die allgemeine Immunlage und den Mineralstoffhaushalt zu prüfen. Im Bereich der Mineralstoffe könnte z.B. an das Kalium gedacht werden und zur "Entwässerung" an einen Nierenteee, evtl. in Kombination mit einem Lymphmittel, wie zum Beispiel das Lymphdiaral oder das Lymphomyosot.

    Zum „Laster“ Weingummi lässt sich Folgendes sagen:

    Die Hauptbestandteile sind in der Tat Zucker und nochmals Zucker in Form von Glukosesirup. Letzterer besteht aus Glukose und circa 5 Prozent Fruktose. Dann kommen noch Geschmacksstoffe, Farbstoffe und Aromastoffe hinzu, die das chemische Gruselkabinett vervollständigen.

    Über das Suchtpotential von Zucker hatte ich bereits ein paar Artikel veröffentlicht:

    : https://www.gesund-heilfasten.de/blog/zuckersucht/

    : https://www.gesund-heilfasten.de/blog/zucker-no…ere-wahrheiten/

    : https://www.gesund-heilfasten.de/diaet/blog/war…ls-wir-sollten/

    Es ist durchaus denkbar, dass mit einem drastisch erhöhten Zuckerkonsum auch die Stoffwechsellage nachhaltig negativ beeinflusst wird. Müdigkeit wäre hier ein erstes und relativ unproblematisches Warnsignal des Organismus. Da Zucker Wasser bindet, käme es mit hohen Zuckerspiegeln auch zu einer „internen“ Dehydrierung, die ebenfalls zur Müdigkeit beiträgt.

    Bei regelmäßigem Konsum von Weingummi muss die Bauchspeicheldrüse zudem auf „Dauerbetrieb“ umschalten, da die zugeführte Glukose verarbeitet werden muss. Es ist leicht einzusehen, dass ein Organ im Dauerstress zu einem gewissen Zeitpunkt an Funktionsfähigkeit verliert, was sich in diesem Fall zum Beispiel als Diabetes bemerkbar machen wird.

    Aber auch andere Möglichkeiten sind denkbar, wie zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenkrebs. Aber das sind nur nicht „evidenzbasierte“ Vermutungen, für die es keine klinischen Studien gibt.

    Für Fruktose dagegen scheint es einen Zusammenhang zu geben: https:/ / cancerres.aacrjournals.org/content/70/15/6368.abstract. Denn die Autoren dieses Artikels stellten fest, dass Fruktose eine Substanz ist, die die Proliferation (Zellteilung und Vermehrung) von Krebszellen in der Bauchspeicheldrüse vorantreibt.

    Von daher könnte ich mir vorstellen, dass ein Verzicht auf die Weingummis einiges zum Besseren gestalten könnte. Als Ersatz müssten Sie natürlich eine „ausgewogene, organische“ Diät bevorzugen. Der Spruch „man ist, was man isst“ scheint nicht unberechtigt zu sein...

    Alles Gute!!

    Eine Kollegin schrieb mir folgende Frage:

    Zitat

    Sehr geehrter Herr Graeber,
    verfolge Ihren Newsletter und Blog seit längerem mit großer Aufmerksamkeit. Bin selber Schulmedizinerin, aber auch sehr naturheilkundlich orientiert. Wollte Sie gerne fragen, ob Sie ein mittel gegen Herpes labialis empfehlen können. Hatte mal gelesen, dass es einen Tee gibt, der die Bekämpfung der Viren unterstützen sollte.
    Freue mich auf Ihre Rückmeldung.


    Meine Antwort:
    da stehen einige sehr gut wirksame Mittel aus dem Bereich der Naturheilkunde zur Verfügung!
    Hier ein Auszug aus meinem Buch „Alternative Antibiotika“ an dem ich gerade (noch) arbeite:

    In Frage käme z.B. Basilikum Öl:
    https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16173941/
    Ocimen basilicum (OB) wurde für diese Studie als Extrakt gewonnen und gereinigt. Ziel war es, mögliche anti-virale Eigenschaften gegen DNA-Viren (Herpes-Viren, Adeno-Viren und Hepatitis-B-Viren) und RNA-Viren (Enteroviren, Coxsackie-Viren) zu beurteilen. Das Resultat zeigte, dass das wasserlösliche und alkohollösliche (hydrophil und lipophil) Extrakt von OB und ausgewählte gereinigte Bestandteile, wie Apigenin, Linalool und Ursolsäure ein breites Spektrum an anti-viralen Aktivitäten aufzuweisen haben. Ursolsäure hatte die stärkste Aktivität gegenüber HSV-1 (Herpes Viren), Adeno-Virus-8, Coxsackie-Virus-B und Enteroviren. Apigenin zeigte seine stärksten Aktivitäten gegenüber HSV-2, Adeno-Virus-3, das Hepatitis-B-Oberflächenantigen und Hepatitis-B-e-Antigen. Linalool zeigte eine starke Wirksamkeit gegen Adenoviren. Andere Bestandteile, wie Caryphyllin, Farnesol, Cineol, Geraniol etc. zeigten keine bedeutsamen anti-virale Eigenschaften. Bei dem Versuch, die anti-virale Wirkung zu erklären, stellte sich heraus, das z.B. die Ursolsäure den Infektionsprozess und die Replikationsphase von Coxsackie-Viren und Enteroviren unterbindet. Diese Wirkung war so ausgeprägt, dass die Ursolsäure ein möglicher Kandidat für eine anti-virale Medikation werden könnte.


    Grüner Tee:
    https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22353001/
    Anti-virale Wirksamkeit des grünen Tees konnte bei einer Reihe von Viren beobachtet werden, z.B. gegen den Influenza Virus, aber auch gegen Herpes simplex Viren, den Tabak-Mosaik-Virus, Enteroviren, Rotaviren, Epstein-Barr-Viren und HI-Viren. Tee wirkt zudem noch anti-fungal gegen Candida albicans, Trichophyton mentagrophytes und Trichophyton rubrum.

    Für den Salbei gibt es leider weniger aussagekräftige Studien, dennoch halte ich vom Salbei sehr viel!
    https:/ / ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17091431/ - Antiviral effect of aqueous extracts from species of the Lamiaceae family against Herpes simplex virus type 1 and type 2 in vitro.

    Den Tee, den Sie vielleicht meinen ist der Cistus Tee. Cistus incanus ist sehr gut belegt und wirksam. Bei Herpes setze ich den nicht explizit ein (ich kenne auch keine Studie dazu), aber er wirkt definitiv immunmodulatorisch und ist sicher einen Versuch wert.

    Und man könnte aus dem Bereich der Isopathie auch noch an das Quentakehlˍ denken...