Beiträge von bermibs

    Burgerstein schreibt in seinem Handbuch folgendes zu Bor:

    "14.1 Bor

    Bis 1981 wurde Bor als für die menschliche Ernährung unwichtig betrachtet – die Anwendung von Borwasser für die Augen war sogar verpönt, da immer wieder Borvergiftungen gemeldet wurden. Zunächst wurde herausgefunden, dass Bor für verschiedene Tiere ein lebensnotwendiges Element ist. Heute vermutet man, dass Bor auch für den Menschen essenziell ist – der letzte Beweis dafür steht jedoch noch aus.

    14.1.1 Funktionen

    Bildung von Hormonen: Borverbindungen sind Lieferanten von sogenannten Hydroxylgruppen (-OH), welche für die körpereigene Bildung von gewissen Steroidhormonen (Östrogen, Testosteron, Vitamin D) unerlässlich sind. Es gibt Vermutungen, dass Bor die Steroidhormone zudem vor dem vorzeitigen Abbau im Stoffwechsel schützt.

    Hirnstoffwechsel: Bor scheint auch eine Funktion innerhalb des Gehirnstoffwechsels zu haben. In EEGs (Hirnstrom-Messungen) konnte bei unzureichender Borzufuhr ein Abfall bei bestimmten Wellenlängen beobachtet werden. Die untersuchten Personen waren dabei weniger aufmerksam und zeigten eine deutlich verschlechterte Motorik.

    Membrankatalysator und -stabilisator: Bor scheint, als eine Art »Wächter«, anderen Ionen zu erlauben, in die Zelle einzufließen. Dies wird unter anderem auch dem energiereichen ATP (Adenosintriphosphat) ermöglicht, welches der Zelle Energie für die Zellteilung und für Reparaturprozesse (Arthritis) liefert. Bor ist zusammen mit Vitamin C und Bioflavonoiden in der Lage, den Abbau der Schutzsubstanz Hyaluronsäure durch das Enzym Hyaluronidase weitgehend zu hemmen. Dieser Wirkungsmechanismus dürfte auch den (nicht nur bakterienhemmenden) Effekt von Borwasser in der Augenheilkunde erklären.

    Ist Bor lebensnotwendig?

    Für zahlreiche Elemente des Periodensystems wurde eine Essenzialität bei gewissen Tierarten – aber noch nicht für den Menschen – nachgewiesen. Dies gilt unter anderem für Bor, Vanadium, Rubidium, Silizium, Strontium, Fluor, Aluminium. Doch sind diese Spurenelemente auch für den Menschen essenziell?

    Es wird schwierig werden, diese Fragen abschließend zu klären, da entsprechende Humanstudien von den Ethikkommissionen kaum mehr zugelassen werden.

    Vorkommen in der Nahrung

    Nahrungsmittel Menge mg Bor

    Soja 100 g 2,8

    Pflaumen 100 g 2,7

    Avocado 100 g 1,4

    Rotwein 0,1 l 0,85

    Rosinen 25 g 0,6–0,7

    Erdnüsse, Haselnüsse, Mandeln 25 g 0,4–0,6

    14.1.2 Störungen des Borhaushalts: Ursachen

    Es wird vermutet, dass Borverluste durch gechlortes Wasser, halogenierte Kohlenwasserstoffe (z. B. in Holzschutzmitteln), Schnaps und Liköre sowie durch chlorhaltige Antibiotika gefördert werden und damit die Stabilität der Zellmembranen reduziert wird. Da Bor vorwiegend in Früchten und Gemüse reichlich enthalten ist, liegt der Schluss nahe, dass Vegetarier tendenziell mehr Bor über die Nahrung erhalten. In der Natur kommt Bor meist in komplexen Verbindungen mit Zuckern, Vitamin B2 (Riboflavin), B6 und C vor.

    14.1.3 Störungen des Borhaushalts: Folgen

    Auch bei Bor sollte man noch nicht von Mangelzuständen sprechen, solange dessen Lebensnotwendigkeit nicht definitiv erwiesen ist. Dennoch ist es interessant zu beobachten, dass in Ländern (Jamaika, Mauritius), deren Böden wenig Bor enthalten, Arthritis signifikant häufiger auftritt und umgekehrt (Israel).

    14.1.4 Zufuhrempfehlungen

    Untersuchungen zufolge werden in Ländern mit einem hohen Arthritisvorkommen in der Bevölkerung nur 1–2 mg Bor mit der täglichen Nahrung zugeführt. In Gebieten mit einem geringen Arthritisvorkommen beträgt der durchschnittliche Borgehalt der Nahrung 5–10 mg/Tag.

    Borhaltige Präparate sind in vielen Ländern derzeit noch nicht zugelassen.

    14.1.5 Anwendungsgebiete

    Arthritis, Arthrose: Die oben genannten epidemiologischen Untersuchungen lassen eine Borzufuhr im Bereich von 5–10 mg/Tag als sinnvoll erscheinen. Diese Empfehlung sollte durch weitere kontrollierte Langzeitstudien gestützt werden. Arthrosepatienten zeigten nach zweimonatiger Gabe von 6 mg Bor/Tag eine Reduktion der Gelenkschwellungen und eine verbesserte Gelenkbeweglichkeit.

    Krebserkrankungen: Eine borreiche Ernährung scheint das Risiko für Prostata-, Gebärmutterhals- und Lungenkrebs (Raucherinnen) zu reduzieren. Borverbindungen (z. B. Bortezomib) werden in der Chemotherapie von gewissen Krebsformen eingesetzt. Der Wirkmechanismus wird über die Hemmung gewisser Enzymaktivitäten (Serinproteasen, NAD-Dehydrogenasen) sowie über das Auslösen der Apoptose (programmierter Zelltod) erklärt.)

    Osteoporose: Bor besitzt einen östrogenähnlichen, kalzium- und magnesiumsparenden Effekt. Die Gabe von 3 mg Bor/Tag an Frauen nach der Menopause bewirkte, dass 40 % weniger Kalzium, ein Drittel weniger Magnesium und etwas weniger Phosphor über den Urin verloren gingen als bei Vergleichspersonen, die kein Bor zuführten. Alle diese Elemente sind wichtig für den Aufbau und für die Struktur des Knochens. Bor scheint auch die Wirksamkeit von Östrogenpräparaten zu erhöhen. Bei Frauen, die nebst Östrogenen zusätzlich Bor verabreicht bekamen, konnte ein doppelt so hoher Östrogenblutspiegel (17-β-Östradiol) erzielt werden, als wenn nur die Östrogene alleine zugeführt wurden. Auch die Testosteronspiegel erschienen in doppelter Konzentration im Blut. Die Kombination von 17-β-Östradiol mit Bor führte auch zu höheren Vitamin-D3-Blutspiegeln. Evtl. verbessert Bor die Utilisation von Vitamin D.

    14.1.6 Überdosierung

    Der sogenannte Upper Intake Level (UL), d. h. die langfristig ohne wesentliche Probleme tolerierbare tägliche Zufuhrmenge, liegt bei 20 mg Bor. Überschüssiges Bor hemmt viele wichtige Enzymaktivitäten. Es werden weitere Studien notwendig sein, um den Sicherheitsbereich von Borgaben genau definieren zu können. Die therapeutische Breite von Bor scheint verglichen mit anderen Spurenelementen eher gering.

    14.1.7 Literatur

    [419] Dinca L et al. Boron in human nutrition and its regulations use. J Nutr Ther 2013;2:22–29.

    [420] Meacham S et al. Boron in human health: evidence f0r dietary recommendations and public policies. Tke Open Mineral Proc J 2010;3:36–53.

    [421] Nielsen FH. Update on human health effects of boron. J Trace Elem Med Biol. 2014;28(4):383–387.

    [422] Scorei RI et al. Boron-Containing Compounds as preventive and chemotherapeutic agents f0r cancer. Anti-Cancer Agents Med Chem 2010;10:346–351."

    Hallo Engelchen,

    in Ergänzung zu dem bereits gesagten drei grundsätzliche Sachen.

    1. Sollte der Vitamin-D-Spiegel bei rund 80 ng/ml liegen (idealer Bereich). Hast du deinen Wert schon einmal messen lassen?

    2. Sollte der Omega-3-Index bei 8 - 11 % liegen. Omega 3 bremst/blockiert die Umwandlung überschüssiger Kohlenhydrate in körpereigenes Fett und dessen Einlagerung.

    3. Die Bakteriengruppe der Firmicuten ist in der Lage, normalerweise unverdauliche Ballaststoffe aufzuspalten und so für zusätzliche (unnötige) Energie durch verwertbare Kohlenhydrate zu sorgen. Mit regelmäßigem Verzehr von Rotweinessig kann man diese Bakterien im Darm in Schach halten.

    Liebe Grüße

    Bernd

    So wie ich das gelesen habe, bilden Oberflächenbakterien auf Pflanzen/Früchten Vitamin B12. Damit decken Pflanzenfresser ihren B12-Bedarf und speichern es im Körper. Wir greifen in unser modernen Ernährung auf diese tierischen Speicher zurück, obwohl diese Oberflächenbakterien auch unsere originäre Quelle war.

    Durch Einsatz chemischer Keulen in der Landwirtschaft und Waschen der Nahrung (Obst/Gemüse) vor dem Verzehr geht uns diese Quelle aber verloren.

    Organspende stand für mich nie zur Diskussion.

    Die Organe werden nicht Toten sondern Lebenden unter Vollnarkose entnommen. Die Definition für "klinisch tot" ist eine willkürliche, um überhaupt die Organentnahme legitimieren zu können. Organe von biologisch toten Menschen sind schlichtweg wertlos, da sofort die Verwesung beginnt.

    Worüber man diskutieren kann wäre eine Lebendspende, z.B. eine Niere für einen Familienangehörigen.

    Diese Verteilung der Energieträger, insbesondere der Kohlenhydrate führt auch zu einer Übersäuerung des Körpers, da Zucker als Hauptbestandteil der Kohlenhydrate sauer verstoffwechselt wird. Zudem ist die Kohlenhydratdominanz in der Ernährung der beste Weg zu Krebs.

    Siehe dazu auch René's jüngsten Beitrag: Krebs, Zucker und die überbetonten Geneˍ

    Artgerechte Ernährung braucht Fettdominanz, auch bei Rheuma. Und da vor allem entzündungshemmende Fette wie Omega 3.

    Die LOGI-Methode spricht von folgender Verteilung:

    - Fette aller Art: 40 - 50 % (wichtig ist dabei das ausgeglichene Verhältnis zwischen O6 und O3)

    - Kohlenhydrate: 25 - 30 % (vor allem naturbelassene, keine raffinierten)

    - Proteine: 25 - 30 % (pflanzliche aber auch tierische auf niederer Entwicklungsstufe, wie Fische, Vögel, Weichtiere, Eier u.ä. - Säugetiere sollten außen vor sein)