Gerade bei einer Depression finde ich es wichtig, dass der Betroffene sein Leben wieder selbst und eigenständig in die Hand nimmt.
Mara,
theoretisch mag das so sein, praktisch aber nicht.
Wenn man verheiratet ist und einem geht es mal schlecht, dann ist der andere dazu da, ihm zu helfen, ein anderes mal ist es dann vielleicht umgekehrt - so sehe ich das zumindest.
Außerdem gibt es meistens eine Aufgabentrennung (die nichts mit dem Geschlecht zu tun hat), Ernährung, Gesundheit, Haushalt, Technik, Garten, Karriere, .... jeder hat eben andere Aufgaben, die er lieber macht oder (und) besser kann. Mein Mann verlässt sich, wenn er krank ist, auch völlig auf mich, er übernimmt dafür andere Dinge, technische, z.B.
Klar muss sich jeder auch selber helfen und leben wollen, aber es gibt eben Situationen, wo man jemanden anschupsen muss oder auch ein Stück weit tragen.
Zum Thema selber, @ Gudrun, weil auch " häufiges Sodbrennen mit Blähbauch und Bronchieninfekte..." erwähnt wurden, kann ich mir gut vorstellen, dass es auch ein Ernährungsproblem ist, zuviel Milch und rotes Fleisch und zuviel Zucker/Weißmehl.
Wenn ich abends z.B. etwas Süßes esse, was ich inzwischen selten mache, kann ich auch nicht schlafen, weil ich dann im Bett liege und mit den Beinen zapple.
Würde ich zum Arzt gehen und sagen "ich kann nicht schlafen, habe Stress" bekomme ich vermutlich schnell Antidepressiva verschrieben, dann beginnt ein Teufelskreis, der schwer zu unterbrechen ist.
Ich glaube auch nicht, dass der mit ein paar NEMs zu beheben ist, sondern nur mit einer kompletten Ernährungs- und Lebensumstellung.