Beginnen kann man mit den Analysewerten der Stadt. Die sind für Berlin hier zu finden.
: https://www.bwb.de/de/assets/down…wasserwerke.pdf
Dazu kommen dann natürlich noch die Werte, die nicht erfasst werden, Alter und Verschmutzungsgrad der Versorgungsleitungen und die Installation im Haus.
Das Wasser kommt normalerweise nicht am Wasserhahn an, wie es von der Stadt geliefert wird, da alle Häuser gesetzlich vorgeschriebene Hausübergabestationen mit mindestens 1 Hauswasserfilter haben müssen und viele Hauswasseranlagen in Gegenden mit hartem Wasser mittlerweile zudem zum Schutz der Geräte und Energieerzeuger Wasserenthärtungsanlagen eingebaut haben.
Früher hat man bei uns gesagt, bevor man das erste Wasser entnimmt, sollte man das Wasser erst einmal einen Moment laufen lassen, damit möglicher Schmutz aus den Leitungen gespült wird.
Es kann auch sein, dass das Wasser durch verbrauchte Filter der Hausanlage oder irgendwelche Arbeiten kurzfristig stärker verschmutzt ist.
Das Berliner Wasser ist besser als ich dachte, wenn ich die elektrischen Leitfähigkeit sehe.
Denn die elektrische Leitfähigkeit ist eine wichtige Größe. Der gesetzliche Grenzwert liegt in D bei bis 2.790 Mikrosiemens und in einige Städten liegt er auch fast so hoch.
Ein Wasser mit einem Leitwert von höchstens 120 Mikrosiemens bzw. einem Widerstand von mindestens 8.300 Ohm wird von den Körperzellen besonders leicht aufgenommen. Ab einem Leitwert von über 300 Mikrosiemens kann das Wasser seine Funktion in der Zelle nicht mehr erfüllen.
Der für den menschlichen Organismus optimale Leitwert liegt bei ungefähr 130 Mikrosiemens, da dies dem Leitwert unserer Körperzellen entspricht.
: https://www.wassertechnik.pro/wassertest/lei…tmessung-wasser
Mein Experiment - Welches Wasser ist "lebendiger"?▪
Der pH-Wert Grenzwert für Trinkwasser liegt in D zwischen > (größer) 6,5 und < (kleiner) 9,5
Mit einem ph-Wert von meist um die 7 liegt er im neutralen Bereich.
Bei einem höheren Ph-Wert ist es leicht basisch.
Durch verschieden Maßnahmen wie abkochen, Zitronensaft und Natron kann man Wasser basisch machen.
Auch durch Ionisieren: https://www.test-wasser.de/basisches-wasser
Allerdings hat das Wasserwerk Tiefwerder in einigen Bereichen wie z.B. Aluminium, Blei (Lead), Antimon (Antimony), Werte, die über dem gesetzlichen Grenzwert liegen.
Sie schreiben zwar: Wer trägt die Verantwortung für die Bleifreiheit meines Trinkwassers?
Die deutsche Trinkwasserverordnung schreibt für Blei im Trinkwasser ab dem 1. Dezember 2013 einen Grenzwert von 0,010 Milligramm pro Liter vor. Das ist nur mit einer bleifreien Versorgungsleitung zu gewährleisten. Die Verantwortung dafür trägt der Hausbesitzer. Er ist verpflichtet, seinen Mietern einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.
: https://www.bwb.de/de/wasseranalyse.php
Aber für das Wasserwerk Tiefwerder veröffentlichen sie einen Bleiwert von <0,020 mg/l.
Zudem gibt es für jedes berliner Wasserwerk ein noch umfassenderes Datenblatt mit weitreichender Auswertung.
Das enthält auch diverse Industriechemikalien, Arzneimittelrückstände, Pestizide, Mikroplastik und andere Stoffe wie Röntgenkontrastmittel.
Diese Datenblätter findet man hier: https://www.bwb.de/de/wasserwerk-tiefwerder.php
Wenn man aber nur seine PLZ eingibt, bekommt man nicht viele Werte in einem großen von bis Bereich angezeigt.
: https://www.bwb.de/de/analysedate…d=Suche+starten
Diese Angaben entsprechen den Verhältnissen im Trinkwasserrohrnetz.
Unsere Wasserwerke arbeiten im Verbund und pumpen je nach Bedarf mehr oder weniger Wasser ins Rohrnetz, so dass immer ein Mischwasser von mehreren Wasserwerken beim Verbraucher aus der Leitung kommt.
Auf die Idee, dass verschiedene Wasserwerke im Verbund arbeiten könnten, wäre ich nicht gekommen. Aber Berlin ist eben eine sehr große Stadt.
Bei uns auf dem Land kommt das Wasser direkt aus einem Brunnen und wird nicht weiter aufbereitet.
Zur ph-Neutralisierung wird Marmorkies eingesetzt.
Da wird nicht so viel gemessen, wie in einem berliner Wasserwerk.
Obwohl es vielleicht nicht schaden würde, manche Werte einfach Mal zu testen.
Der Tiefbrunnen, der seit 1963 in Betrieb ist, aus dem wir das Wasser bekommen, hat eine Tiefe von etwa 77 Metern und wurde komplett saniert, wie ich gerade festgestellt habe. Umfassende mehrjährige Sanierungs- und Regenerierungsarbeiten am Tiefbrunnen einschl. neuer Wasseraufbereitungsanlage wurden letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen.
Die Werte habe ich aber noch nicht erfasst. Die letzten Werte sind wie in Berlin aus 2024.
Veröffentlichte Werte der Stadt der letzten Jahre bei uns (Mehr gibt es da nicht).:
Wassertemp. 17,6/18.4/22,5°, ph-Wert 7,8/7,17/8,39, Härtebereich weich, Gesamthärte 1,8/3,6/4,9
Calciumcarbonat 0,32/0,64/0,88, Calcium 7,7/14,2/20,0, Chlorid 3,0/2,6/3,3 (Grenzwert 250 mg/l)
Nitrat 7,8/3,6/4,0 (Grenzwert 50 mg/l), Nitrit <0,05/ <0,05/ <0,05 (Grenzwert 0,5 mg/l), Ammonium <0,05/ <0,05/ <0,05 (Grenzwert 0,5 mg/l),
Eisen <0,01/ <0,01/ <0,01 (Grenzwert 0,2 mg/l)
Kalium 2,2/2,1/2,5, Magnesium 3,3/7,1/9,3, Mangan <0,01/ <0,01/ <0,01 (Grenzwert 0,05 mg/l), Natrium 15/2,2/2,4 (Grenzwert 200 mg/l)
Sulfat 4,7/5,1/5,9 (Grenzwert 250 mg/l), elektrische Leitfähigkeit 143/152/177 (Grenzwert 2.790), Fluorid <0,1/ <0,1/ <0,1 (Grenzwert 1,5 mg/l)