Heiterweiter, hatte deine HÄ denn eine Untersuchung des Stuhlgangs auf die verursachenden Erreger veranlasst? Das ist eigentlich der normale Vorgang.
Jedenfalls enthält das Perenterol, das die Ärztin dir gegeben hat, ebenfalls Saccharomyces boulardii Trockenhefe und ist damit ein geeignetes Mittel gegen AB-induzierten Durchfall. Das hat auch René schon gleich auf der ersten Seite empfohlen.
Bei unserer Tochter wurde der Erreger nachgewiesen. Sie war damals mehrere Wochen krank und durfte mit dieser Infektion natürlich sowieso nicht als Köchin in der Küche arbeiten, da das eine meldepflichtige Erkrankung ist.
Ist schon einige Jahre her. Aber es ging ihr in dieser Zeit gar nicht gut. Sie musste anschließend auch eine Untersuchung machen lassen, mit der nachgewiesen wird, dass sie wieder in Ordnung ist, bevor sie wieder arbeiten konnte.
Die Dauer von Durchfall nach Antibiotika ist dabei von Patient zu Patient unterschiedlich. Hier spielt zum Beispiel eine Rolle, welches Präparat eingenommen wurde und wie stark das Mikrobiom im Darm dadurch gestört ist. In der Praxis wird beobachtet, dass Durchfall bei Betroffenen bis zu 14 Tage anhalten kann oder aber auch erst 2-4 Wochen nach Therapieende auftreten kann.
Ganz sachlich betrachtet hattest Du wahrscheinlich ab 19.12. Schmerzen unter dem linken Rippenbogen, die zahlreiche Ursachen haben können. Aber Du bestehst darauf, dass es Darmschmerzen waren.
Da hattest Du keinerlei Durchfall.
Ab 23.12. hast Du dann für mehrere Tage 2 verschiedene AB genommen, von denen eins ziemlich bekannt dafür zu sein scheint, AB-induzierten Durchfall auslösen zu können.
Am 26.12. gab es noch keinen Durchfall.
Nach den 4 sehr schmerzhaften Tagen bin ich seit 3 Tagen schmerzfrei.
Das heißt, schon 1 Tag nach der AB-Einnahme keine Schmerzen mehr. Seltsam. 
Am 27.12.
Habe heute angefangen mit Probiotika Omni biotic, das Einzige, was ich in der Apotheke bekam. Aber wow, es tut mir gut. Es sind Beutelchen, die man in stillem Wasser auflösen kann (trinke kein Hahnenwasser) und schmeckt etwas nach Brot und Getreide. Habe vor ca. 2 Jahren prophylaktisch Kapseln von Nupure probaflor eingenommen.
Diese starken Schmerzen sind weg und es ist übergegangen in das, was ich jeden November bis Jahresende habe, vor allem wenn die Sonne nie scheint, so wie dieses Jahr. Letztes Jahr hatte ich komischerweise nichts! Aber das geht schon 20 Jahre so, immer in dieser Zeit.
Der Durchfall fing nach dem, was Du geschrieben hast, am 3.1. an.
Muss sagen, heute Nacht hatte ich ab 3.30 Uhr Durchfall bis zum Gehtnichtmehr. Am Ende kam nur noch hell schleimig leicht rosa raus. Aber jetzt ist es wieder vorbei. Habe am Vormittag 2 große Tassen Kamillentee getrunken.
Der Durchfall hat sich nach deinen Beiträgen erst nach mehreren Tagen Antibiotika entwickelt und heute ist insgesamt der 11. Tag mit Durchfall.
Gehen wir davon aus, dass Du am 4. Tag mit Durchfall, also am Montag, dem 6.1., bei der HÄ warst und und seither den Saccharomyces boulardii nimmst, behandelst Du diese Art Durchfall heute den 8. Tag nach Vorschrift.
Das ist nicht lange, wenn man bedenkt, dass der auch mit Behandlung oft 2-3 Wochen anhält.
Übrigens gerade bei meduplus und Medical Tribune gelesen: Ein Forscherteam aus den USA hatte einen Tierversuch unternommen und Mäuse einer Antibiose ausgesetzt, was in der medizinischen Umgangssprache als Behandlung von Patienten mit Antibiotika bezeichnet wird. Im Anschluss an die Antibiose wurden den Mäusen ein hypervirulenten Stamm von C. difficile verabreicht.
Das beste Ergebnis die Versuchsgruppe gab es unter kohlenhydratreicher Ernährung. In letztem Versuch überstanden alle Mäuse die Clostridioides-Infektionen ohne größere Probleme.
Offensichtlich beseitigt das Antibiotikum die guten Mikroben im Darm, die mit den krank machenden Bakterien konkurrieren, schreiben die Autoren. So bahnt es den Weg für die schwerwiegende Infektion.
Fett- und proteinreiche Nahrung verstärkt diesen Vorgang noch, hingegen scheint eine kohlenhydratbetonte Nahrung protektiv zu wirken.
Bei den Mäusen trotz der Tatsache, dass das Futter viele verarbeitete Kohlenhydrate und kaum Ballaststoffe enthielt. 
Weiß nicht was ich davon halten soll.
Ich sehe bei deinem aktuellen Problem überhaupt keinen Zusammenhang mit irgendwelchen Polypen.
Ohne Untersuchung wüssten die meisten Menschen nicht einmal, dass sie einen haben.
Darmpolypen sind meist gutartige Vorwölbungen (Adenome) der Darmschleimhaut, die in den Hohlraum des Darms hineinragen. Sie sind sehr häufig in Dick- und Enddarm (Rektum) zu finden und können spontan auftreten oder genetische Ursachen haben. Nur selten gehen sie mit Symptomen einher.
Obwohl Darmpolypen in den meisten Fällen keine Gefahr darstellen, kann sich aus ihnen manchmal Darmkrebs entwickeln.
Man kann aber auch zuhause blöd stürzen und sich den Hals brechen. Denn zuhause ist der gefährlichste Ort. 
Um die 3 Millionen Haushaltsunfälle im Jahr. Auch letztes Jahr wurde die Unfallkategorie von Haushaltsunfällen angeführt.
Ich denke, Du bist gerade etwas hysterisch. Aber ich verstehe das. Wie schon geschrieben, hatte ich bemerkt, dass ich am Ende der Durchfall-Woche Freitags auch anfing beunruhigende Gedanken insbesondere zu meiner OP-Narbe zu entwickeln und was da alles in mir drin passiert sein könnte und etwas hysterisch zu werden. Nur gut, dass es Samstags vorbei war und fühlbar besser ging. Auch wenn ich völlig geschwächt war und mir alles wehgetan hat.
So ein AB induzierter Durchfall ist eine ernst Angelegenheit. Es liegt an deinem Körper und deinem Mikrobiom, wie lange er dauert. Wie vorher geschrieben, kann man deshalb sogar ins Krankenhaus kommen. Man kann ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Was ich definitiv ärgerlich finde, ist die nach meinem Eindruck fehlende Untersuchung des Stuhlgangs. Frau Doktor verschreibt ein Mittel, bei dem damit geworben wird, dass es bei AB-induzierter Diarrhö eingesetzt wird, aber sie untersucht den Patienten nicht. 
Aus der gelben Liste:
Meist liegt der akuten Diarrhö eine infektiöse Ursache (Bakterien, Viren oder Parasiten) zugrunde. Bei der Diagnose ist deshalb auf die Reiseanamnese zu achten. Die häufigsten Erreger sind:
- Noroviren (laut §7 IfSG bei Hinweis auf akuter Infektion meldepflichtig)
- Rotaviren (laut §7 IfSG bei Hinweis auf akuter Infektion meldepflichtig)
- Clostridium difficile (bei klinisch schwerem Verlauf und Tod laut §6 IfSG meldepflichtig)
- Campylobacter jejuni (laut §7 IfSG bei Hinweis auf akuter Infektion meldepflichtig)
- Salmonellen (laut §7 IfSG bei Hinweis auf akuter Infektion meldepflichtig)
Des Weiteren existieren noch andere Erreger, die für einen Ausbruch einer akuten Diarrhö-Episode verantwortlich sein können, wie z.B. EHEC, ETEC, Shigellen, etc. Insgesamt gibt es dabei eine hohe Dunkelziffer, da ambulante Durchfallerkrankungen häufig nicht erregerspezifisch diagnostiziert werden.
Bei stationärem Aufenthalt und Verdacht auf infektiösen Durchfall wird empfohlen eine Isolation vorzunehmen [4].
MSD:
Bei akuter Diarrhö (< 4 Tage) sind in der Regel keine Untersuchungen erforderlich.
Ausnahmen sind Patienten mit Anzeichen von Dehydratation, blutigem Stuhl, Fieber, starken Schmerzen, Hypotonie oder toxischen Symptomen – insbesondere diejenigen, die sehr jung oder sehr alt sind.
Bei diesen Patienten sollte ein Gesamtblutbild erstellt und eine Messung der Elektrolyte, des Blut-Harnstoffs, des Blut-Stickstoffs und des Kreatinins durchgeführt werden. Stuhlproben sollten für Mikroskopie, Kulturen und, falls kürzlich Antibiotika angewendet wurden, für einen C. difficile-Toxinassay gesammelt werden.
: https://www.msdmanuals.com/de/profi/gastr…ts/diarrh%C3%B6
Da die 4 Tage jetzt in jedem Fall vorbei sind, könnten die Untersuchungen bei ambulanter Behandlung jetzt auch bei uns ausreichend medizinisch begründet sein.
Interessant ist, dass Clostridium difficile nicht meldepflichtig zu sein scheint, wenn man ihn ohne Untersuchung behandelt. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Sonst würde wohl auffliegen, wie häufig die Infektion nach AB vorkommt.
Jedenfalls würde ich aktuell hauptsächlich an eine Stuhluntersuchung denken.
Ich weiß gar nicht, ob man eine Darmspiegelung gemacht bekommen würde, während man an einer meldepflichtigen Erkrankung leidet.