Wir sind hier eigentlich in einem Gesundheitsforum.
Eine lebendiges Tier ist ein Lebewesen, das wie das Säugetier Mensch einen eigenen Charakter hat und eine ganze Bandbreite an Emotionen zeigen kann. In der Regel auch einige Fähigkeiten besitzt, über die der Mensch nicht verfügt.
Eine Schwangerschaft ist erst einmal noch nicht mit einem lebendigen Wesen gleichzusetzen.
Zur Frage, wann ein Mensch ein Mensch ist, gibt es generell zahlreiche Ansichten aus ganz unterschiedlichen Bereichen.
Da mind. jede 6. Schwangerschaft bis zur 12. SSW aus biologischen Gründen von alleine mit einer frühen Fehlgeburt endet, da irgendwas bei der Entwicklung schief gelaufen ist, habe ich vor Beginn des 4. Monats grundsätzlich niemals erzählt, ich wäre schwanger.
Denn bis zum Beginn des 4. Monats ist noch gar nicht sicher, ob man ein Kind bekommen wird. So habe ich das damals gelernt.
Die Natur verhindert damit eine übermäßig hohe Anzahl Geburten von behinderten Kindern.
Eine frühe Fehlgeburt ist grundsätzlich nicht lebensfähig, wird nie ein lebendiger Mensch, sondern ist im Entwicklungsstadium abgestorben.
Späte Fehlgeburten nach der 12. SSW sind sehr viel seltener und unwahrscheinlicher.
Betrifft bei uns noch ca. jede 360. Schwangerschaft.
Das ist emotional sicher anders zu bewerten, wenn es bereits Bewegungen des Fötus gibt und ein/e Bindung/Bonding erfolgte.
Aber selbst noch im Moment der Geburt, wenn wir definitiv von einem Menschen reden können, kommt es vereinzelt zur Totgeburt.
Einige Userinnen haben schon das eine oder andere davon erlebt, da es Teil der Schwangerschaften ist.
Dazu kommen noch etliche Probleme, die in der Schwangerschaft auftauchen können.
Ganz generell kann man sagen, dass es in der Frühschwangerschaft zu sehr vielen Fehlgeburten kommt.
Da es auch frühe Fehlgeburten gibt, die Frau gar nicht bemerkt, wird von ca. 20% frühen Fehlgeburten ausgegangen.
Da die ganz frühen Fehlgeburten aber völlig unbemerkt verlaufen, könnten es auch mehr als 20% sein.
Der Zeitraum, ab dem man von einer Frühgeburt spricht, die genügend entwickelt ist um mit intensiver medizinischer Hilfe zu überleben, aber noch nicht alleine überleben könnte, liegt bei der 24. SSW.
Das ist auch der Zeitpunkt, ab dem eine frühe Geburt als Mensch definiert wird und Anspruch auf ein eigenes Grab auf dem Friedhof hat.
Daher finde ich eine Abtreibung bis 24.SSW zu spät, auch wenn das Kind alleine noch nicht lebensfähig wäre, da man per Definition einen Menschen mit Anspruch auf ein eigenes Grab abgetrieben hat, der mit medizinischer Hilfe überleben könnte.
In dem Alter strampelt der Fötus im Bauch auch schon längst, macht sich deutlich bemerkbar und ist klar zu fühlen. Geht meiner Ansicht nach gar nicht.
Während ich einer Abtreibung in der Frühphase der Schwangerschaft, wenn der Körper sowieso in relativ hohem Maß die Schwangerschaft mit einer frühen Fehlgeburt beendet, vergleichsweise emotionslos gegenüber stehe.
Denn diesen Zeitraum kann man als Hauptphase der biologischen Selektion bezeichnen.
Ich kann dazu auch sagen, dass ich selbst bei der 2. Schwangerschaft eine frühe Fehlgeburt ohne Abgang hatte, bei der das Embryo abgestorben und schon ca. 1 Monat tot in meinem Körper war, als ich das im Krankenhaus habe untersuchen lassen, da ich das Gefühl hatte, da stimmt irgend etwas nicht.
Vielleicht wollte ich es eigentlich nicht hergeben, da eine Fehlgeburt normalerweise mit einem Abgang verbunden ist.
Da bin ich aber nicht die Einzige, denn man hat bei der Obduktion alter Frauen tatsächlich schon vereinzelt einen versteinerten Embryo oder Fötus im Körper gefunden.
Die möglichen Folgen einer Schwangerschaft und Geburt sind einschl. der körperlichen Veränderungen und dem gerade bei der ersten Geburt häufig sehr heftigen Geburtserlebnis relativ zahlreich.
Sie gehen von der Möglichkeit des Versterbens der Mutter in seltenen Fällen, bis zu einer Menge anderer Erkrankungen, deren Risiko dadurch wesentlich erhöht werden kann, wie Diabetes, Inkontinenz, Bluthochdruck und Thrombosen, sowie dadurch ausgelösten chronischen psychischen Problemen.
Ich kenne einige unschöne Geschichten von Frauen bei ihrer ersten Geburt, auch wenn es Ausnahmen gibt.
Daher wird das Geburtserlebnis zunehmend mit Kaiserschnitt oder PDA umgegangen,
Wobei ein Kaiserschnitt auch wieder eigene Risiken hat und langfristige Krankheitsrisiken für Mutter und Kind erhöhen kann.
Für das Kind gibt es ein höheres Risiko für Asthma, Allergien, Übergewicht, Typ-1-Diabetes und akute Leukämie.
Ursache ist der fehlender Kontakt mit dem mütterlichen Geburtskanal, den Darmbakterien und der Antibiotikagabe während der OP, was das Mikrobiom und Immunsystem beeinträchtigt.
Für die Mutter gibt es ein erhöhtes Risiko in Folgeschwangerschaften: Fehl- oder Totgeburt, Plazentaprobleme (z. B. Plazenta praevia), Uterusruptur. Sowie langfristig Narbenprobleme, Verwachsungen, Beckenbodenschwäche (trotz anfänglich geringerem Risiko für Inkontinenz).
Mögliche Risiken einer PDA für die Mutter sind häufig Blutdruckabfall, Fieber, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühle, Probleme beim Wasserlassen, gehemmte Pressreflexe.
Selten können Infektionen, Nervenverletzungen oder bleibende Lähmungen auftreten.
Da eine PDA die Geburt verlängert und die Frau ihr Gefühl verliert und der Pressreflex gehemmt wird, soll es dabei in bis 15% der Geburten zum Einsatz von Geburtshilfsmittel (Zange, Saugglocke) kommen, was sicher ein Horror für das Kind ist.
Zudem ist selbstverständlich, dass es durch Schwangerschaft und Geburt zu einer unvermeidbaren Bindung/einem Bonding zwischen Mutter und Kind kommt. Doch dieses Bonding habe ich bei meiner frühen Fehlgeburt nicht empfunden.
Es setzt verstärkt mit den ersten Bewegungen ein und ist direkt nach der Geburt besonders stark .
Es ist also schon eine extreme Grausamkeit mit irgendwelchen unbewiesenen Pseudogründen, als wäre sie eine Gebärmaschine für andere, von einer Frau die kein Kind will, zu verlangen ein Kind auszutragen und zu gebären, das sie ihr Leben lang vermissen wird, weil sich niemand gegen die Natur wehren kann.
Zumal Schwangerschaft und Geburt auch zahllose vielschichtige Folgen haben können, die eine Frau, die Kinder will, freiwillig auf sich nimmt.
Aus den vorgenannten Gründen ist es meiner Ansicht nach absolut nachvollziehbar, dass sich Frauen, die kein Kind wollen, in der Regel für eine Abtreibung entscheiden. Wenn dabei nicht gepfuscht wurde, ist eine spätere erneute Schwangerschaft kein Problem.