Genau. Wenn man sieht, mit was Zitrusfrüchte alles schon an giftigen Substanzen umhüllt wurden, die die Menschen nachher auch an der Hand hatten, scheint es mir bei der geringen Menge recht harmlos zu sein und bei einer nicht-essbaren Schale sogar vorteilhaft, dass es nicht abwaschbar ist, was verhindern sollte, dass es über die Haut aufgenommen werden kann.
Und es scheint wohl tatsächlich so zu sein, dass das damit behandelte Obst und Gemüse eine hauchdünne Schicht bekommt, die verhindert, dass Feuchtigkeit verloren geht. Wenn es nur um die Schwermetalle ginge, denke ich naja, minimal.
Bei 120 g/100 kg Frucht hätten wir auf 1 kg Obst z.B. in der Schale:
| mg | Substanz |
| 0,0024 | Blei |
| 0,012 | Palladium |
| 0,0036 | Arsen |
| 0,0012 | Cadmium |
| 0,0012 | Quecksilber |
Dazu im Vergleich:
Basierend auf der Verordnung (EWG) Nr. 315/93ˍ des Rates zur Festlegung von innergemeinschaftlichen Verfahren zur Kontrolle von Kontaminanten in Lebensmitteln (Kontaminanten-Verordnung) sind durch die Verordnung (EU) 2023/915ˍ in der gültigen Fassung vom 25.04.2023 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln und zu Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 Gehalte für Quecksilber, Blei und Cadmium limitiert.
Tabelle: Höchstwerte für Quecksilber, Blei und Cadmium in Fischereierzeugnissen (VO (EU) 2023/915)
Angaben in mg/kg Feuchtgewicht
Produkt | Höchstgehalt | |
Blei | Muskelfleisch von Fischen | 0,3 |
Krebstiere | 0,5 | |
Muscheln | 1,5 | |
Tintenfische (ohne Eingeweide) | 0,3 |
Produkt | Höchstgehalt | |
Cadmium | Muskelfleisch von Fischen, allgemein | 0,05 |
Muskelfleisch von Fischen (Ausnahmen)* | 0,10 | |
Unechter Bonito | 0,15 | |
Muskelfleisch von Schwertfisch, Sardelle, Sardine | 0,25 | |
Krebstiere | 0,5 | |
Muscheln | 1,0 | |
Tintenfische (ohne Eingeweide) | 1,0 |
Produkt | Höchstgehalt mg | |
Quecksilber | Fischereierzeugnisse **und Muskelfleisch von Fischen, Krebstiere, allgemein | 0,5 |
Muskelfleisch von Fischen (Ausnahmen)* | 1,0 | |
Muskelfleisch von Fischen (Ausnahmen)*, Tintenfische, Meeresschnecken | 0,3 |
* spezielle Regelungen siehe in der VO (EU) 2023/915 und den aktuellen Änderungsverordnungen
** Definition „Fischereierzeugnisse“ entsprechend Fischhygiene-Richtlinie der EU beziehungsweise nationale Fischhygiene- Verordnung
Die Festlegungen für die amtliche Probenahme und für der Analysebedingungen für die Untersuchung von Fischereierzeugnissen erfolgen gemäß der
Verordnung (EWG) Nr. 333/2007ˍ
131 Proben Thunfisch wurden als Rohware (Steak, Filet, etc.) sowie als Konserve untersucht. Es wurden zwei Höchstgehaltsüberschreitung für Quecksilber (1,29 mg/kg) und Cadmium (0,13 mg/kg) in Thunfisch-Rohwaren festgestellt. Hingegen gab es keine Höchstwertüberschreitungen bei Thunfisch-Konserven.
Die Werte im Einzelnen
- Quecksilber: im Mittel 0,137 mg/kg (gesetzl. Höchstwert 1 mg/kg)
- Cadmium: im Mittel 0,024 mg/kg (gesetzl. Höchstwert 0,1 mg/kg) Blei: im Mittel 0,05 mg/kg (gesetzl. Höchstwert 0,3 mg/kg)
: https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/leb…sen-152347.html
Palladium soll schlecht vom Körper aufgenommen werden können, habe ich auf einer Chemieseite gelesen.
Dort steht auch, früher wurde Palladiumchlorid zur Behandlung von Tuberkulose in einer Menge von 0,065 g (65mg) pro Tag (ca. 1 mg/kg) verschrieben. Angeblich ohne allzu viele schlimme Nebenwirkungen.
Aber es ist ein Allergen.
Zudem sind in Edipeel 6% Reinigungsmittel enthalten und der ganze Rest.
Wollte es sicher nicht auf essbarer Schale haben und empfinde es durchaus als Sauerei, dass in manchen Ländern frisches Obst damit behandelt wird.
Diejenigen, die es jetzt auf essbarer Schale haben, sind praktisch die Versuchskaninchen und sicher gibt es bald noch Studien dazu.
Wie immer wendet die Nahrungsmittel-Industrie einfach etwas an, so wie sie das seit Jahrzehnten ohne Unterbrechung macht und gewohnt ist, da es ja ihre Produkte sind. Und es wird dann doch gekauft.
So wie unsere ehemalige CDU-Landwirtschaftsministerin für den Fall, das Glyphosat verboten würde, was aber auch jedes Land selbst verbieten kann, vor ihrem Abgang schnell noch etliche längst verbotene teils Bienengiftige Pestizide bei uns wieder erlaubt hat. Da sehe ich bisher keine Proteste. ![]()
Allerdings wurde eine solche Beschichtung nach meiner Erinnerung bisher noch nie beworben. Wenn sie früher geschrieben hätten, schaut Mal wie giftig unsere neue Beschichtung von Zitronen, Mandarinen und Orangen ist, wäre das auch nicht so gut gekommen. ![]()