Gleichzeitig kann man aber sagen, dass es auch andere Seiten gibt, die Risiken der Einnahme erwähnen:
Ab 2.000 Milligramm wird empfohlen, die L-Carnitin-Gesamtdosis über den Tag zu verteilen, zum Beispiel dreimal 1.000 Milligramm, da der Darm nur eine bestimmte Menge auf einmal aufnehmen kann. L-Carnitin kann entweder zu den Mahlzeiten eingenommen werden oder unabhängig davon – die Einnahme zu einer Mahlzeit erhöht allerdings die Verträglichkeit für den Magen.
L-Carnitin: zu beachten bei Erkrankungen und Medikamenteneinnahme
Personen mit Nierenschwäche sollten die Einnahme von L-Carnitin mit dem Arzt absprechen, wenn die Dosierung langfristig 1.000 Milligramm pro Tag übersteigt.
Aus L-Carnitin entstehen bei einer gestörten Darmflora Substanzen, die in großen Mengen negativ bei Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sein könnten (TMAO, Trimethylamin-N-oxid).
Eine regelmäßige Einnahme sollte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Arteriosklerose), Lebererkrankungen (etwa Fettleber), Diabetes sowie Diabetes-Vorstufen (metabolischem Syndrom) nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen. TMAO kann bei Bedarf im Labor bestimmt werden.
Wird L-Carnitin bei einem Herzinfarkt plötzlich abgesetzt, könnten sich dadurch die Schäden am Herzen verschlimmern. Dies zeigt ein Tierversuch. Bei einem Herzinfarkt sollte der Arzt über die Carnitin-Einnahme informiert werden.
Bei Prostata- und Blasenkrebs ist der Fettstoffwechsel aktiviert. Betroffene sollten kein L-Carnitin ergänzen. Auch ist noch nicht klar, wie sich eine langfristige Zufuhr auf Darmkrebs auswirkt.
In seltenen Fällen verstärkt L-Carnitin die Wirkung von einigen Blutgerinnungshemmern. Betroffen sind Wirkstoffe vom Cumarin-Typ wie Phenprocoumon (Marcuphen® oder Falithrom®) und Warfarin (Coumadin®). Die Ergänzung von L-Carnitin sollte dann mit dem Arzt abgesprochen sein.
L-Carnitin kann den Blutzucker beeinflussen. Bei Diabetes sind eine regelmäßige Kontrolle der Werte und eine Absprache mit dem Arzt empfehlenswert. Werden blutzuckersenkende Medikamente wie Metformin (Siofor®, Diabesin®) oder Sulfonylharnstoffe (Maninil®, Euglucon®) eingenommen, muss der Arzt eventuell die Dosierung ändern. Es könnte sonst zu einer Unterzuckerung kommen.
: https://proxy.metager.de/www.vitamindoc…49a027a42e39519
So dass es je nach persönlicher Verfassung, Erkrankung und auch Medikamenten Vor- und Nachteile bei der Einnahme von an sich harmlosen Stoffen geben kann. ![]()
Der Zustand der Unterzuckerung ist für einen Diabetiker jedenfalls echt kein Spaß.
Ich war vor gut 40 Jahren mit einem befreundeten Diabetiker in Urlaub. Er hatte sein Insulin vergessen und nach einem Zwischenstopp in der Schweiz das Insulin seines Bruder benutzt, das aber schwächer war. Das ging die ganze Woche in Italien gut. Doch so kam es, dass ich eine Unterzuckerung selbst erlebt habe, als wir im letzten Shop an der Grenze von Italien waren.
Er war plötzlich in einem Zustand wie betrunken, konnte nicht mehr klar reden und war kaum noch ansprechbar. Ich selbst wusste nicht, was los ist.
Ich hatte ihm dann rein intuitiv einen Pfirsich gegeben, der das Problem zum Glück sofort gelöst hat. Danach ist er von der italienischen Grenze bis Frankfurt durchgefahren. Ich hatte damals noch keinen Führerschein.
Sascha9 , das habe ich in der Erinnerung verwechselt. Aber ob ACE-Hemmer oder Betablocker ist letztlich eigentlich egal. Denn beide haben den gleichen Wirkungskreis.
Für dich fällt mir gerade zu den regelmäßigen Kontrollen der Werte noch ein, dass ich bei einer Recherche nach alten Diabeteswerten vor einiger Zeit Diskussionen unter Menschen mit Diabetes in einem älteren Forum im Archiv gelesen hatte.
Eine der Diskussionen bezog sich darauf, dass früher Teststreifen für das tägliche Testen an Diabetiker verschrieben wurden, auf die schon damals zunehmend verzichtet wurde. Viele Menschen empfanden es als sehr hilfreich, ihren Wert täglich oder bei Bedarf selbst testen zu können.
Zur Not kann man die Teststreifen auf eigene Kosten aus der Apo holen, wenn man seinen Arzt nicht von der Notwendigkeit überzeugen kann. ![]()
