Ich sehe das eigentlich ganz anders.![]()
Klar, kann man sich gerade derzeit viel Unsinn ansehen. Viele Schrott-Videos werden nur für Klicks erstellt und haben irgendwelche Schocktitel, damit sich möglichst viele das ansehen.
Aber ob man von den TV-Nachrichten oder der Presse getäuscht wird, ist auch egal.
Und es gibt auch sehr viele Spiele.
Hatte nach der OP das Kochen vergessen und habe es dank der vielen Kochseiten schnell wieder gelernt. innerhalb kürzester Zeit kann man mit einem kurzen Video lernen, wie man ein rohes Huhn fachgerecht zerteilt oder alles mögliche lernen selbst zu erstellen.
In den 90er Jahren habe ich mir Farben und Bücher gekauft und angefangen zu malen. Die Bücher braucht man heute gar nicht mehr, denn es gibt unheimlich viele Videos, in denen verschiedene Künstler zeigen wie es geht und es gibt unheimlich viele Seiten zu allem, was man wissen muss. Auch zu Farbmischungen und Pigmenten.
Auch wer nicht malen kann, kann immer noch sehr schöne Bilder mit der Pouring-Methode herstellen.
Früher gab es sehr viele Seiten, die heute leider meist verschwunden sind, auf denen großes Wissen gesammelt war.
Manchmal find ich einer der Seiten im Archiv wieder, weil ich sie in einem alten Beitrag bei symptome verlinkt hatte.
Die Tage ist mir eingefallen, dass die Antipsychiatrie eine sehr große Seite hatte, in der jedes einzelne Mittel mit seinen Risiken aufgeführt war.
Auch eine schöne ältere Seite ist diese: http://www.mweisser.de/alternative_medizin_intro.htm
Man kann unheimlich viele Informationen finden. Zu allem.
Ich war eigentlich erst ab 2000 privat im Internet und habe als eins der ersten Dinge nach der Krankheit gesucht, wegen der ich als Kind über Jahre Antiepileptika nehmen musste. Es ist etwas verrückt, dass die gleichen Fabrikate Kindern wie Erwachsenen völlig unverändert bis heute verordnet werden.
Ich hatte eine auf die Kindheit reduzierte schlafgebundene Epilepsie.
Aber als ich alles über die Krankheit gelesen hatte, war ich ehrlich gesagt stocksauer und habe mich total betrogen gefühlt.
Da habe ich mich gefragt, für was verdammt noch Mal habe ich mich als Kind über Jahre wie ein Zombie gefühlt.![]()
: http://www.anfallskind.de/antiepileptika.htm
Also es kommt sehr darauf an, wie man mit dem Internet umgeht.
Sehe es nicht so negativ.
Ich finde es mittlerweile viel negativer, wenn Menschen sich nicht selbst informieren.
Ein großes und wohl auch gefördertes Problem ist diese endlose Spaltung der Gesellschaft.
Es ist nicht wirklich neu. Nur das man es jetzt so offen sehen kann.
Es ist auch egal, von welcher Seite man sich aufhetzen lässt.![]()
Dass Leute mit dem Handy in der Hand durch die Gegend und über die Straße laufen, sollte genauso wenig sein, wie Handys in der Schule. Babys und Kleinkinder, die mit Smartphone ruhig gestellt werden, gehen gar nicht.
Ich halte auch nichts davon, wenn die jungen Leute ihr Handy als Navi benutzen. Klemmen das Handy vorne an die Scheibe und schauen dann während der Fahrt auf den kleinen Bildschirm.![]()
Aber in Zug und Bus, wenn man keinen Gesprächspartner hat, der bei mir immer an erster Stelle kam, und auch nicht pennt, warum nicht?
Kann natürlich auch interessant sein, aus dem Fenster zu schauen, denn auf meiner Bahnstrecke hab ich oft Pferde, Schafe, Kühe, Rehe, Reiher, Füchse oder Störche gesehen.![]()