P.S. Diese Aufzählung von Symptomen, die bei den Arzneimittelprüfungen aufgetreten sind, bedeutet natürlich nicht, dass alle diese Symptome bei der Person auftreten, die dieses Mittel nimmt.
Das ist genau so wie beim Beipackzettel für ASS oder Guaifenesin: Es werden alle einmal aufgetretenen Symptome aufgeführt, was genau so wenig bedeutet, dass eines oder mehrere und schon gar nicht alle Symptome zusammen auftreten werden.
Auch wenn das heute mit homöopathischen Mitteln gemacht wird, ist eine Arzneimittelprüfung in der Homöopathie im Ursprung die Prüfung der Symptome, die eine Ursubstanz hervorruft. Denn genau die Symptome, die die Ursubstanz hervorruft, sind die Symptome, gegen die das homöopathische Mittel wirksam ist.
„Ich nahm des Versuchs halber etliche Tage zweimahl täglich jedesmahl vier Quentchen gute China ein; die Füse, die Fingerspitzen, u.s.w. wurden mir erst kalt, ich ward matt und schläfrig, dann fing mir das Herz an zu klopfen, mein Puls ward hart und geschwind, eine unleidliche Aengstlichkeit, ein Zittern (aber ohne Schauder), eine Abgeschlagenheit durch alle Glieder; Dann ein Klopfen im Kopfe, Röthe der Wangen, Durst, kurz alle mir sonst beim Wechselfieber gewöhnlichen Symptome erschienen nacheinander; doch ohne eigentlichen Fieberschauder. (…)“
Von daher sehe ich das, was man heute als homöopathische Arzneimittelprüfung mit potentierten homöopathischen Mitteln bezeichnet, mit einer gewissen Skepsis. Eigentlich sind das keine homöopathischen Arzneimittelprüfungen, sondern eher Tests, ob eine C2 oder C30 bei einer x-beliebigen gesunden Person eine Reaktion bewirkt.
Mögliche Symptome/Nebenwirkungen auf den Beipackzetteln sind dagegen nur deshalb unterschieden in Häufigkeit aufgeführt, da sie mindestens entsprechend häufig auftreten (es wird ja nicht viel gemeldet), um den Pharmahersteller bei Auftreten dieser teils schweren Nebenwirkungen nach Einnahme rechtlich vor einer Klage zu schützen.
Dabei geht es nur darum, dass der Patient rechtlich mit der Einnahme allen aufgeführten möglichen Nebenwirkungen automatisch zustimmt und sie akzeptiert. Das alleine, die rechtliche Absicherung, ist der Grund für die Aufführung der Nebenwirkungen im Beipackzettel. Weil man sie tatsächlich bekommen kann und der Pharmahersteller nicht für den Schaden aufkommen wird.
Schon 2003 hatte Prof. Frölich eine Studie herausgebracht, nach der wenigsten 50.000 Patienten im Jahr in den inneren Abteilungen der deutschen Krankenhäuser aufgrund falscher oder falsch kombinierter oder dosierter Arzneimittel versterben. Und das war nur die innere Abteilung.
Es ist so einfach. Du nimmst ein Medikament, z.B ein Asthmaspray. Dann verschreibt dir ein Arzt ein Herzmedikament. Z.B. Metoprolol.
Und dann gab man die beiden Medikamente vor 10 Jahren (Heute Anzeige nicht mehr möglich) in den Wechselwirkungschecker der Apothekenumschau ein und schon hat man 46 mögliche Nebenwirkungen in allen vorstellbaren Bereichen. Hab es mir damals leider nicht ausgedruckt. Aber doch etwas gefunden, was ich damals geschrieben hatte (nach meiner Erinnerung war Diabetes und schwere Gangstörungen dabei):
Angioneurotisches Ödem (was nichts anderes ist, als das erst unter seiner OP aufgetretene Quincke-Ödem), Bauchspeicheldrüsenentzündung, Blutarmut durch Untergang roter Blutkörperchen, Interstitielle Nierenentzündung, Weiße Blutkörperchen vom Typ der Granulozyten in gefährlichem Ausmaß vermindert und natürlich noch viele andere mögliche Nebenwirkungen wie u.a. Erhöhung des Blutzuckers (da wartet er eh drauf, weil seine Mutter schwere Diabetikerin war), Depression oder depressive Verstimmung, Magen- Darmprobleme, Übelkeit und Erbrechen, Gefäßentzündungen, Gelenkschmerzen, Nesselsucht und andere Hautprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Verwirrtheit, Sehstörungen, Anstieg des Serumkreatinins (mögliche akute Niereninsuffizienz) und unterschiedliche Herzprobleme.
Also denkt man natürlich nicht, wenn man es nicht gelesen hätte, dass auch nur eine der NW daher kommen könnte und geht wieder zum Arzt und bekommt neue Medikamente für die neuen Krankheiten. Das System lebt doch zum großen Teil von den Krankheiten, die es selbst auslöst.
So etwas kann man verschrieben bekommen, weil der Patient mit dem Fahrrad zum Arzt gefahren war und sein Blutdruck deshalb leicht erhöht war, obwohl der HA natürlich auch von der Asthmamedikation wusste.
Und dazu habe ich auch andere Beispiele. Meinen Mann, der wirklich in einem beschissenen Zustand war und kaum noch laufen konnte, weil er die Mittel genommen hat, die eine Ärztin ihm 2017 verschrieben hatte (hatte das nicht mitbekommen) und eine Freundin, die nach Medikamenten eine schwere Diabetes bekommen hat.
Eine andere Freundin hat Sylvester wegen Schmerzen einen Notarzt gerufen. Der kam und hat eine verbotene Medikamentenkombi gegeben. Ihr Arzt sagte ihr, dass die verboten wurde, weil so viele Patienten daran gestorben sind. Sie hat es überlebt und die direkt danach auftretenden Leberprobleme hat man dann in Krebs umgemünzt. Sie ist Monate später auch gestorben.
Aber auch Zwinge, der seither krank ist und noch viele andere Menschen, die durch Medikamente neue Erkrankungen bekommen haben zeigen wie riskant Medikamente sind.
Man kann das nicht klein reden. Das ist leider kein Spaß.