Ich habe hier seit Januar eine Antwort stehen, die ich bisher nicht gepostet hatte. Das tue ich jetzt.
Hätte die Frage zu Magnesiumbisglycinat schon in meinem letzten Beitrag sehr ausführlich beantworten können.
Aber ich hatte mich dagegen entschieden, da alles auf meine Antwort hinausgelaufen ist.
Ich hatte allerdings auch nicht in Deutschland nach einer Antwort gesucht, da hier viele Informationen schon immer besonders beschränkt sind.
Das heißt, es gibt einige Quellen wie z. B. Andrew Huberman, die zwar behaupten, Magnesiumbisglycinat könne die Blut-Hirn-Schranke passieren, da Glycin als Neurotransmitter wirkt.
Sie vermuten das aufgrund besseren Schlafs nach der Einnahme, ohne entsprechende Untersuchungsergebnisse vorgelegt zu haben, die durch faktische Messung einer Erhöhung der CSF-Konzentration beweisen würden.
Und eigentlich wäre es auch logisch, wenn man Magnesium mit einer Aminosäure umhüllt, da Aminosäuren die Blut-Hirn-Schranke passieren können sollten.
Gleichzeitig kann man vor allem auf Sportlerseiten lesen:
Magnesiumbisglycinat wird vom "ganzen Körper" verarbeitet. Nach der Aufnahme im Dünndarm – wo es dank der Bindung an Glycin besonders gut über Aminosäuretransporter resorbiert wird – gelangt es in den Blutkreislauf und wird systemisch im ganzen Körper, in den Knochen, Muskulatur, Weichgewebe; Organen und Nervensystem verteilt.
Oder auch als Auskunft aus China: Magnesiumbisglycinat wird häufig zur Behebung eines Magnesiummangels und zur Unterstützung der Nerven-, Muskel-, Knochen- und Stoffwechselfunktionen eingesetzt.
Magnesiumbisglycinat gilt aufgrund seiner hohen Absorptionsrate, der geringen Nebenwirkungen und seiner doppelten Wirkung (Magnesiumergänzung + Glycin) als die am besten geeignete Form für eine langfristige systemische Magnesiumergänzung.
Da Magnesiumbisglycinat dafür vorgesehen ist, den ganzen Körper zu versorgen und das offenbar effektiv tut, und nicht speziell für das Hirn konzipiert wurde, denke ich, dass es anders zu bewerten ist, als Magnesium-L-Threonat (Magtein®).
Immer wieder wird geschrieben: Studien zeigen, dass herkömmliche Magnesiumformen (z. B. Citrat, Oxid, Glycinat) den Magnesiumspiegel im Gehirn oder Liquor nicht signifikant erhöhen.
Es wird daher angenommen, dass Magnesiumbisglycinat durch den Glycin-Anteil indirekt über GABA-Rezeptoren wirkt, jedoch nicht durch Erhöhung der CSF-Konzentration.
Aber hier sind jede Menge Studien zu Magnesiumbisglycinat verlinkt.
: https://www.wbcil.com/de/blog/der-gl…inat-aufzeigen/
Nach meinem Eindruck wurde nie vorher eine Magnesiumform ganz gezielt so entwickelt, das mittels Tierstudien gezeigt wurde, dass speziell der Magnesiumgehalt im Gehirn und der Zerebralflüssigkeit/Liquor signifikant erhöht wird, wie das bei Magnesium-L-Threonat (Magtein®) der Fall ist.
Zu Magnesium-L-Threonat oder MgT gibt es bereits mehr als 40 Studien bei Pubmed, die oft in Zusammenhang mit Alzheimer, Parkinson, ADHx, aber auch vergifteten Ratten, Krebs usw. stehen. Alzheimer wird dabei interessanterweise künstlich durch Aluminiumchlorid ausgelöst.
https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=Magnesium-L-Threonat
Eine der älteren Studien zu Magnesium-L-Threonat aus 2011 trägt den verräterischen Titel, der noch deutlicher macht, dass wir damit über eine verstärkte Wirkung auf das Hirn eher im Bereich der Wirkung auf die Psyche sind : Auswirkungen einer Erhöhung des Magnesiumspiegels im Gehirn auf die Furchtkonditionierung, die Furchtextinktion und die synaptische Plastizität im infralimbischen präfrontalen Kortex und der lateralen Amygdala.
https:/ / pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22016520/
Diesbezüglich gibt es aber auch noch was Neues, da wir ja noch nicht am Ende der Experimente sind und ein derartiges Magnesium wahrscheinlich immer noch besser als die üblichen Alzheimer- und Parkinsonmedikamente, Psychopharmaka, usw. ist.
Magnesium-N-Acetyltaurat (Mg-N-Acetyltaurat) ist ein acetyliertes Derivat von Magnesiumtaurat, das durch die Einführung einer Acetylgruppe eine veränderte Lipophilie und damit eine verbesserte Membranpermeabilität aufweist. Diese strukturelle Modifikation erlaubt eine effizientere Diffusion über biologische Lipidmembranen und eine deutlich erhöhte intrazelluläre Bioverfügbarkeit.
Tierexperimentelle Daten zeigen, dass Mg-N-Acetyltaurat unter verschiedenen getesteten Magnesiumverbindungen die höchste Magnesiumkonzentration im Hirngewebe nach 8 Stunden erreicht [Uysal et al., 2019]. Bereits geringe Dosen führen zu einer signifikanten Anreicherung im Gehirn [Ates et al., 2019].
Im Gegensatz zu Mg-L-Threonat wirkt Mg-N-Acetyltaurat nicht nur indirekt über die Erhöhung des intrazellulären Magnesiums, sondern zeigt zusätzlich direkte modulierende Effekte am NMDA-Rezeptor.
Aufgrund seiner glutamatähnlichen Struktur besitzt der Taurat-Anteil eine partielle antagonistische Wirkung, wodurch exzitatorische Überaktivität gedämpft und neuronale Stabilität verbessert werden [Fassin et al., 2020].
: https://neurolab.eu/neue-magnesium…uer-das-gehirn/
Gleich der 1. Link auf der Seite unten führt eine Tierstudie mit 103 Mäusen in Einzelhaft auf, das war diese Gattung
: https://en.wikipedia.org/wiki/BALB/c , die im Rahmen des neuen Magnesiums geopfert wurden. RIP.
Darin wurde die Aufnahme verschiedener Magnesiumformen, Citrat, Malat, Glycinat und Acetyltaurat mit verschiedenen Dosierungen in verschiedenen Bereichen (Magnesiumspiegel in Blut, Gehirn und Muskelgewebe) verglichen, um eine erhöhte Aufnahme im Hirn durch Acetyltaurat zu zeigen.
Ates M, Kizildag S, Yuksel O, Hosgorler F, Yuce Z, Guvendi G, Kandis S, Karakilic A, Koc B, Uysal N. Dose-Dependent Absorption Profile of Different Magnesium Compounds./Dosisabhängiges Absorptionsprofil verschiedener Magnesiumverbindungen.
Biol Trace Elem Res. 2019 Dec;192(2):244-251. doi: 10.1007/s12011-019-01663-0. PMID: 30761462. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30761462/
Da es sich hier nur um den Vergleich verschiedener organischer Magnesiumverbindungen handelt, die entweder an organische Säuren gebundenen sind (Magnesiumcitrat und Magnesiummalat) oder um an Aminosäuren gebunden sind (Magnesiumacetyltaurat und Magnesiumglycinat), stellt das leider auch keinen Vergleich zu Magnesium-L-Threonat (Magtein®) dar.
Und wenn ich jetzt die KI befrage, erhalte ich unter Verweis auf verschiedene Seiten folgendes Ergebnis:
Bei einer Dosis von jeweils 400 mg unterscheidet sich die Aufnahme im Gehirn deutlich:
- Magnesium-L-Threonat: Diese Form wurde speziell entwickelt, um die Blut-Hirn-Schranke effizient zu überwinden. Studien zeigen, dass sie die Magnesiumkonzentration im Gehirn signifikant erhöht.
- Magnesium-N-Acetyltaurat: Auch diese patentierte Form (z. B. ATA Mg®) ist lipophil (fettlöslich) und kann die Blut-Hirn-Schranke passieren. Sie wird in der Forschung als neurofokussierte Verbindung beschrieben.
- Magnesium-Bisglycinat: Obwohl es eine hohe Bioverfügbarkeit im Körper hat, gelangt nur ein geringer Teil ins Gehirn. Es wirkt vor allem auf Muskeln, Schlaf und Entspannung, kann aber die Blut-Hirn-Schranke nicht so effektiv überwinden wie die beiden anderen Formen.
Fazit: Bei gleicher Dosis ist Magnesium-L-Threonat und Magnesium-N-Acetyltaurat den anderen Formen hinsichtlich der Gehirnaufnahme überlegen, wobei L-Threonat die am besten erforschte und etablierte Form ist.