Da wir schon längere Zeit argwöhnen, dass es knapp werden könnte mit Strom, Heizöl und Lebensmitteln, haben wir viele Flaschen Speiseöl im Keller gelagert, als es noch billig war. Auch wenn es jetzt zum Teil allmählich ranzig wird, könnte man es als Notration verwenden, um wenigstens kein Kaloriendefizit zu haben. Es kann auch als Lampenöl, zum Verbrennen und Heizölzusatz gebraucht werden. Rapsöl wird nicht so leicht ranzig wie Sonnenblumenöl. Dass genügend Hülsenfrüchte, Teigwaren, Reis, Fischkonserven vorrätig sind, ist auch wichtig. In den vergangenen Sommern habe ich viel Obst aus dem Garten eingekocht. Erst seit wenigen Wochen ist der Jahrgang 2021 an der Reihe.
9 Solarpaneele auf dem Garagendach, dazu leistungsfähige Akkus im Keller, könnten notfalls die gut gefüllten Kühlgeräte und die Heizung versorgen. Die Anlage ist vom Stromnetz getrennt als Inselanlage. Im Augenblick kann ich damit kochen, Waschmaschine und Spülmaschine damit betreiben, da noch viel Strom zur Verfügung steht. Im Winter müssen wir sparsamer damit sein, um gegen einen Stromausfall gerüstet zu sein. Zur Zeit ist es so warm, dass wir mit den beiden verglasten Balkonen heizen können, indem wir tagsüber die Türen nach innen öffnen.
Im Garten haben wir eine 10000-Liter-Regenwasserzisterne. Zur elektrischen Pumpe haben wir eine Handpumpe besorgt. Mit CDL desinfiziert, wäre das Wasser für den Haushalt und zum Trinken geeignet.
So gesehen könnten wir wohl einige Zeit überleben, wenn es zum Schlimmsten kommt.
Wenn es an der derzeitigen Lage etwas Gutes geben sollte, wäre es, dass die Menschen sich daran erinnerten, dass das einfache Leben auch ohne Technik möglich ist. Beim Camping in Frankreich lernte ich Leute kennen, die ohne aufwändige Ausrüstung Spass am einfachen Leben hatten und sich erfindungsreich immer neue Möglichkeiten fanden, es sich gemütlich zu machen, zum Beispiel mit einem Lager aus Zweigen und Laub statt Luftmatratze. Natürlich hatten die zuhause auch ihre Taschenfederkern-Matratze.