Beiträge von Locke 38
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Mein Sohn hat uns eine Sprachnachricht geschickt. Er kann trotz Tracheotomie mit Hilfe einer Logopädin sprechen. Es war noch mühsam, aber mit erkennbarer Stimme. Das ist ein großer Fortschritt und motiviert zu weiterem Training. Als nächstes wird er wohl in eine REHA-Klinik verlegt werden. Er soll nun eine PEG, eine Magensonde durch die Bauchdecke statt durch die Nase, bekommen. Auch das ist trotz des Eingriffs ein Stück Freiheit, da er sich selbst damit versorgen kann.
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Sehr langsam. Mit den Augen gibt es Rückschläge. Offenbar hat sich im Bereich der Hirnbiopsie ein Bluterguss gebildet, der das Sehzentrum beeinträchtigt und sich langsam auflöst. Heute konnte er besser sehen. Meine Tochter ist heute dort gewesen und vermutlich im Augenblick auf dem Rückweg. Sie wird mehr berichten. Das Ganze ist ein komplexes Geschehen, bei dem multiple Zusammenhänge wirken. Die Nerven sind nicht geschädigt, sondern das Toxin hat die Synapsen besetzt und unwirksam gemacht, so dass keine Signalübertragung stattfindet. Deshalb müssen sich neu Synapsen bilden, und das kann dauern. Heute sind es 4 Wochen seit der ersten Übelkeit. Da wurde ein besonders aktiver Mensch aus dem normalen Leben gerissen und macht das Beste daraus. Sein Chef hat ihm signalisiert, er solle sich Zeit lassen. Er habe so viele Überstunden angesammelt, dass er diese erst mal abtragen sollte. Das tut er jetzt notgedrungen.
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Inzwischen ist mein Sohn von der Intensivstation auf die Überwachungsstation umgezogen. Er kann immer länger und besser gehen und hat statt eines hohen Gestells nur noch einen Rollator, muss sich aber begleiten lassen, da er zur Kontrolle der Vitalfunktionen immer noch verkabelt ist. Die Augen sind wieder beweglich, aber die Lider hängen noch über den Pupillen. Er muss sie zum Sehen hochziehen, kann deshalb nur mühsam das Notebook bedienen. Er wird immer noch über die Magensonde ernährt und atmet über die Tracheotomie. Er soll aber ein Gerät bekommen, mit dem er nach Training mit einer Logopädin sprechen kann. Die Ausatmung wird dabei nach oben über die Stimmbänder geleitet. Insgesamt geht es täglich etwas bergauf.
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Danke für die guten Wünsche, er hat sie verdient.
Ja, er ist begeistert von dem Team im Kreiskrankenhaus Ludwigsburg. Aber es hat auch den Anschein, als wäre er ihnen ans Herz gewachsen. Er ließ durch meine Tochter eine Karte schreiben: Ihr seid ein tolles Team, und mit Schokolade überreichen. Der Mut und die Energie, mit der er den unangenehmen Behandlungen zustimmt, beeindrucken. Magensonde, Tracheotomie, Gehirnbiopsie, da gehört schon Mut dazu, zuzustimmen. Meine Tochter, die nach der Nachricht von der Lungenentzündung spontan einen Flug umbuchte (sie wollte erst heute kommen), ihn mit meinem Auto fast täglich besucht und alles regelt, ist eine große Hilfe. Durch ihren Beruf als Psychologie-Professorin in den USA ist sie kompetent und kann mit den Ärzten auf Augenhöhe diskutieren. Heute ließ er sich dreimal längere Zeit durch die Flure führen, obwohl das noch sehr anstrengend ist. Jeden Tag ein bisschen mehr. Er hat die zweite Nacht ohne Sauerstoffzufuhr geschlafen, allerdings mit Schlafmittel. Lesen ist immer noch sehr anstrengend. Deshalb senden wir ihm per WhatsApp Sprachnachrichten. Leider konnte ich ihn erst zweimal mit meiner Tochter besuchen, da ich meinen Mann nicht gerne allein lasse.
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Danke für die Aufstellung. Die Chance für die Gabe von Antitoxin wurde verpasst durch die Odyssee bei verschiedenen Ärzten, bevor er in der Neurologie landete. Selbstmedikation ist zur Zeit nicht möglich, da er durch die Magensonde ernährt wird.
Vorgestern wurde eine Biopsie einer Auffälligkeit im Gehirn durchgeführt. Er hat sie gut überstsnden. Das erste Ergebnis zeigt eine wenigzellige Struktur, die gegen einen Tumor, für eine Entzündung spricht. Zufallsbefund oder mit Botulismus zusammenhängend, ist die Frage. Weitere Analysen kommen in einigen Tagen.
Die Therapie sind REHA-Maßnahmen. Aufsitzen mit gesteigerter Dauer, Gehübungen unter Begleitung und Gehhilfe, immer länger Atmen ohne Sauerstoffzufuhr, Schluckversuche. Er macht täglich Fortschritte, aber langsam. Es wird Wochen und Monate dauern, bis er wieder mit dem Fahrrad die Alpen überqueren kann, (was nicht sein nächstes Ziel ist).

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bermibs,
gibt es naturheilkundliche Möglichkeiten zur Behandlung? Wenn ja, würde ich mich dafür interessieren. Er hat CDL bestellt, das heute bei mir angekommen ist. Er hat aber auch einen kleinen Vorrat im Krankenhaus. Nur kann er es wohl nicht selbst über die Magensonde einnehmen. Er hat aber die Ärzte vorbereitet, dass er ggf. die Einnahme durchsetzen wird. Er ist wegen seiner freundlichen und kooperativen Art auf der Station beliebt. Auch interessieren sich alle für seinen Fall, Ärzte und Pfleger, schon weil er ungewöhnlich ist. Die anderen Patienten sind alt und oft hoffnungslose Fälle. Er ist 48 und sportlich, auch wenn er er gerade wieder gehen lernen muss. Er hat gute Aussicht, wieder ganz gesund zu werden, aber das dauert Wochen und Monate. Die Augen haben sich bereits gebessert. Die Zunge kann er immer weiter herausstrecken. Wenn er wieder sicher schlucken kann, ist viel gewonnen. Dann kann die Tracheotomie rückgängig gemacht werden. Die Hoffnung, ihn Weihnachten mit uns feiern zu lassen, mussten wir aufgeben. Die Kinder, die jetzt bei der Ex-Frau sind, werden ihn im Krankenhaus besuchen und dann am 26.12. bei uns feiern ohne ihn. Traurig, aber Hauptsache er wird wieder gesund.
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In Deutschland gibt es jährlich nur 10-20 Fälle. Dumm, wenn es den eigenen Sohn trifft. Ich schreibe das nur, damit es bekannt ist, was die ersten Symptome sind, und dass man dann umgehend reagieren muss. Mein Sohn fuhr noch mit dem Fahrrad zum Augenarzt, der ihn dann im Krankenwagen weiter schickte, wo sie ihn dann ohne Behandlung heimfahren ließen anstatt ihn stationär aufzunehmen. Vermutlich haben viele Ärzte noch keinen Fall von Botulismus gesehen. Deshalb sollte jede/r Bescheid über die Symptome wissen, um selbst aktiv zu werden oder anderen zu helfen.
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Wenn nach einer Nahrungsmittelvergiftung mit Übelkeit und Erbrechen Probleme mit den Augen, Koordinationsprobleme, Augenlid-Lähmung, auftreten sollte unverzüglich ein Krankenhaus aufgesucht werden. Speisereste sollten mitgebracht werden. Es kann sich um Botulismus handeln, eine möglicherweise tödliche Vergiftung, die so schnell wie möglich therapiert werden sollte. Clostridium Botulinum entsteht unter Luftausschluss in unzureichend sterilisierten Konserven vor allem von Hülsenfrüchten. Je eher die Behandlung geschieht, desto größer ist die Chance auf Begrenzung der Lähmungen.
Mein Sohn (48 Jahre) befindet sich zur Zeit auf der Intensivstation in der Neurologie des Kreiskrankenhauses. Er atmet durch Luftröhrenschnitt Tracheotomie und wird durch eine Magensonde durch die Nase ernährt. Er ist auf dem Weg der Besserung, wird aber viel Geduld brauchen, bis er wieder ganz hergestellt ist.
Sonntag 30. November. Er ruft an, dass er wegen einer Lebensmittelvergiftung nicht wie verabredet kommen kann. Nach Abklingen bekommt er Probleme mit den Augen. Am Montag sucht er den Augenarzt au. Der lässt ihn mit dem Krankenwagen nach Stuttgart ins Katherinenhospital fahren. Von dort wird er mit der S-Bahn nach Hause geschickt. Am nächsten Tag sucht er das städtische Krankenhaus auf und wird mit dem Rettungswachen ins Kreiskrankenhaus gebracht in die Neurologie. Mitgebrachte Speisereste werden nicht weitergegeben. Endlich werden seine Probleme ernst genommen, nachdem wertvolle Zeit verstrichen ist. Botulismus wird für möglich gehalten, aber auch anderweitig ermittelt. Wahrscheinlich kam es durch selbst eingekochte Kichererbsen, ein klassischer Auslöser für Botulismus. Da er inzwischen die Zunge nicht mehr bewegen und nicht schlucken kann, wird er durch eine Magensonde durch die Nase ernährt. Trotzdem gelangt erbrochener Mageninhalt in die Lunge löst eine lebensbedrohliche Lungenentzündung aus, die zum Glück inzwischen abklingt. Er bekommt Sauerstoff zugeführt, hat aber die letzte Nacht erstmals ohne Sauerstoff verbracht. Durch die Tracheotomie kann er nicht sprechen und verständigt sich über eine elektronische Schreibtafel. Er ist trotzdem heiter, gelassen und zuversichtlich. Seine gute Kondition hilft ihm. Er macht Scherze über seine Situation. Er lernt wieder Gehen mit Gehhilfe und Begleitung. Jeder Tag bringt Besserung. Vieles von dem, was er durchmacht, hätte bei rechtzeitiger Behandlung vermieden werden können. Er braucht viel Geduld, hat aber Aussicht auf völlige Genesung.
Deshalb, wer solche Symptome erlebt, sollte auch auf Verdacht umgehend als Notfall Hilfe suchen. In den ersten 48 Stunden kann ein Antitoxin weitere Schäden vermeiden. Die Schäden entstehen dadurch, dass das Toxin Synapsen, die Verbindung zwischen Nerv und Muskel zerstört, wodurch Muskeln gelähmt werden. Diese Synapsen wachsen nach, was aber Wochen und Monate dauert.
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Wir hatten früher bei unseren Wanderungen oft Blasen. Wir wanderten bis zu 30 km täglich von einer Jugendherberge zur anderen. Wir stachen die Blasen auf, drückten die Flüssigkeit aus, und die Haut verklebte. Darüber kam ein Heftpflaster. Wir waren schon an der nächsten Herberge angemeldet, mussten also weiter. Zur Vermeidung von Blasen streuten wir Talkumpulver in die Schuhe. (Babypuder, aber Talkum ist billiger, da nicht von Penaten beworben)
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Behandeln darf mit CDL kein Arzt. CDL gilt als giftig, obwohl es keine Gefahrenstufe dafür gibt. Es ist gefährlich für die Pharmaindustrie. Der Arzt darf allenfalls seine Meinung sagen, wenn ein Patient von sich aus CDL anwendet. Wäre ich wieder betroffen wie vor 45 Jahren, so würde ich heute schon bei Verdacht langsam einschleichend CDL anwenden, beginnend mit 4 oder 8 ml. bei Verträglichkeit steigernd bis auf 30 ml täglich in einem Liter Wasser, über den Tag getrunken. Nach 3 Wochen würde ich eine Woche Pause machen, in der ich Vitamine und Mineralien nehmen würde, und dann die Einnahme fortsetzen. Das wäre jedenfalls unschädlicher als die damalige massive Bestrahlung, die mir als Spätfolge eine Aortenklappensklerose beschert hat.
Plasmathron ist mir unbekannt.
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Die Kennzeichnung für viele gentechnisch veränderte Lebensmittel soll fallen – still und leise, aber mit enormer Sprengkraft. Genau darauf haben sich Unterhändler aus EU-Rat und Parlament nun in Brüssel geeinigt
Allerdings handelt es sich dabei um grüne Gentechnik. Dabei werden den Pflanzen nicht artfremde Gene eingesetzt. Es werden Manipulationen am vorhandenen Genom vorgenommen durch Aktivierung ausgeschalteter und Blockierung aktiver Gene. Es entstehen Pflanzen, die auch durch Zuchtwahl und natürliche Mutationen entstehen könnten. Ich finde, das ist schon ein Unterschied. Pflanzen denen tierisch Gene oder Bakterien eingesetzt werden, müssen weiterhin gekennzeichnet werden.
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Das erinnert mich, dass ich wieder DMSO-Augentropfen herstellen sollte. 3 Tropfen DMSO auf 10 ml isotonische Kochsalzlösung. Ich hatte die Benützung unterbrochen, da eine Nachstar-Behandlung beider Augen anstand. Das Ergebnis ist gerade mal befriedigend. Mal sehen, was DMSO bewirkt.
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wie die mit der verrückten Falun Gong Sekte, die in China zu Recht verboten ist und als extremistisch gilt,
Was hast du Falun Gong vorzuwerfen, das ihre Verhaftung ohne irgendein Verschulden rechtfertigt? Oder sind Meditation, Spiritualität, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit und Nachsicht strafwürdig, ist es verrückt, solche Prinzipien zu leben? Ist der Mann, der entkommen ist, nachdem ihm nachweislich eine Niere entnommen wurde, ein Lügner? Kannst du erklären, wie es sein kann, dass reichen Patienten innerhalb weniger Tage ein passendes Organ transplantiert werden kann, während man in anderen Ländern Monate und Jahre warten muss? Wir befinden uns wohl in unterschiedlichen Blase.
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Ein NETZFUND, Autor unbekannt----
Mein Mann und ich, wir sind diese alten Eltern. Wir haben eine Tochter und einen Sohn. Diese wissen sehr wohl, was sie uns verdanken. Wir haben ihnen Schutz und Wärme vermittelt und einen guten Beruf ermöglicht, in dem sie nun ihr Leben gestalten und damit jeweils zwei Kindern den Weg ins Leben ebnen. Ja, wir sind dankbar, dass uns der Sohn sooft wie möglich besucht, Reparaturen durchführt und in Haus und Garten hilft, dass die Tochter mit ihrer Familie uns zweimal jährlich, sogar über Weihnachten aus den USA besucht und wöchentlich eine Videokonferenz macht. Das leisten sie gerne. Aber wir haben keinen Anspruch darauf, sondern haben nur weitergegeben, was wir von unseren Eltern erhalten haben. Am zweiten Weihnachtstag sind wir alle beisammen, und darauf freuen wir uns. Beim Festessen hilft meine Tochter, und das Schmücken des Baumes übernimmt gerne meine amerikanische Enkelin. Mein amerikanischer Enkel wird an der Tonkrippe, die ich vor ca. 20 Jahren für die Kirchengemeinde gemacht habe, eine bessere Beleuchtung anbringen. Mein französischer Schwiegersohn wird hier im Haus technisch viel zu verbessern finden, um uns das Leben zu erleichtern. Aber sonst haben sie das Recht auf ihr eigenes Leben, so wie diese einst es ihren eigenen Kinder einräumen werden.