Beiträge von sububu

    Ich hasse die Waschmittelgerüche, das ist ein regelrechter Angriff auf meine Nase. Hier in der Stadt kann ich nicht in Ruhe spazieren gehen, ohne nicht von irgendeiner chemischen Duftwolke angegriffen zu werden. An einer Supermarktkasse stockt mir manchmal derart der Atem, dass ich weglaufen muss.
    Ich hatte mal Pröbchen von diesen konventionellen Waschmittelpods. Der Geruch ging selbst nach nochmaligem Waschen nicht heraus.
    Diese Duftperlen, die mal einer Zeitschrift beilagen, habe ich an den Hersteller geschickt, mit der Bitte, die ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie sind schließlich stark gewässerbelastend. Das steht als Hinweis auf der Verpackung! Da wird vermutlich mal wieder eine Nische in der Waschmittelverordnung genutzt.

    Ich vermute, die Menschen wollen sich hinter so einer Duftwolke verstecken. Auch beim Menschen werden Botenstoffe über die Körperausdünstungen gesendet.

    Nun, uns haben sie in einer Weiterbildung letztens erklärt, dass eine Plastiktüte in der Lebenszyklusanalyse wesentlich besser dasteht, als eine Stofftasche und dass Gemüse in Plastikverpackungen länger hält und damit nicht so viel weggeworfen werden muss.
    Bei diesen verkopften Berechnungen wird natürlich davon ausgegangen, dass das Plastik recyclet wird und nicht auf dem Meeresboden landet. :(

    Mit jedem Waschvorgang von Klamotten landen feinste Kunsstoffpartikel im Abwasser. Und dabei versucht man uns das Zeug als umweltfreundlich, weil aus recycletem Material zu verkaufen.

    Das hält mich nicht davon ab, mein Gemüse weiter unverpackt vom regionalen Erzeuger auf dem Markt zu kaufen - in Baumwolle, Wolle oder Leinen gekleidet.

    Allerdings muss ich zugeben, dass, trotzdem wir bewusst einkaufen, immer noch viel zu viel in der gelben Tonne landet. Ich arbeite dran, das weiter zu reduzieren.

    Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, guenter40 . Zur Qualität des Mehls sollte noch ergänzt werden, dass die gleiche Getreidesorte unterschiedliche Fallzahlen und damit Backeigenschaften haben kann. Das beeinflusst die Krume und die Feuchtigkeit des Brotes.
    Früher haben die Biomühlen / -läden hier im Grunde das gleiche Getreide angeboten, dass auch für das Viehfutter verwendet wurde. Das hat sich glücklicherweise geändert.

    Milch, Butter, Käse

    Clemens Kuby hat Dokumentationen über vegetarisch lebende Völker gemacht. Unter anderem über die Todas. Die leben von Büffelmilch bzw. -Butter, Honig und den Früchten des Waldes. Und sie kommen offenbar sehr gut damit klar.

    : https://www.youtube.com/watch?v=ILpI32fFFss

    Ich vermute, dass es eher an unseren Hochleistungsmilchkühen und der schlechten Haltung liegt, dass Milchprodukte so viele Probleme machen. Auch die Homogenisierung ist seit den 80er Jahren in der Kritik. Die Untersuchungen von Kurt Oster und Donald Ross sind meines Wissens nie widerlegt worden. Durch die Homogenisierung der Milch, bei der die Fettkügelchen der Milch verkleinert werden, kann das Enzym „Xanthinoxidase“ durch die Magensicherheitsschranken in den Darm gelangen und von dort über die Dünndarmhaut ins Blut. Im Blut frei zirkulierende Xanthinoxidasen zerstören aber eine wichtige Fettschutzschicht (Plasmalogene), welche die Herzmuskelzellen und die Arterienwandzellen schützt.

    Ultrahocherhitzte Milch gehört für mich schon gar nicht zu den Lebensmitteln. Das ist eher ein Vorteil für die Supermärkte, nicht für den Konsumenten. Übrigens verdirbt sie geöffnet genauso schnell wie normale Milch, stinkt dann aber unerträglich.

    Da hast du natürlich Recht, Naturheilung . Blöde Formulierung von mir!
    Ich verzichte ja selbst auch nicht - lediglich auf Industriezucker und auch das das ist kein Verzicht für mich. Bin aber auch überhaupt kein Fan von süßen Dingen, die über Fruchtsüße hinausgehen.
    Ich dachte gerade an eine Freundin, die sich selbst als zuckersüchtig bezeichnet. Sie verbietet sich die Süßigkeiten und wacht dann nachts auf und durchkämmt die Wohnung nach irgendwelchen versteckten Zuckersachen oder leert noch die Reste des Likörs ;)
    Da war wohl diese Geschichte der Grund für die Formulierung. Und dass es ein Thread über Zuckerersatz ist.

    Wer auf Süßes nicht verzichten kann, für den kann es eine Lösung sein, nur einen Teil des Zuckers durch Süßungsmittel zu ersetzen.
    Wenn die Zunge dem Körper signalisiert, da kommen jetzt ordentlich Kohlehydrate - dann sollten auch Kohlehydrate kommen, sonst bekommt man Hunger. Dafür brauche ich keine Wahnsinnsuntersuchungen. Das kann eigentlich jeder sofort an sich selbst feststellen, dessen Sinne noch einigermaßen funktionieren.

    Ein Vorteil dieser krassen Diät ist schon allein, dass man alles weglässt, was man eventuell nicht verträgt.

    Allerdings muss man so viel ich weiß aufpassen, dass man genügend Vitalstoffe aufnimmt. Im Muskelfleisch ist davon wenig enthalten. Das meiste steckt in den Innereien, die heute ziemlich "aus der Mode" gekommen sind. Zudem sollten sich die Tiere, die man isst, gut ernährt haben.
    Die potentiellen Schadstoffe des Tierfutters potenzieren sich in ihrem Fleisch.

    Eine Studie hat gezeigt, dass Probanden, die Gewicht verloren hatten, um ihre Gesundheit zu verbessern ein höheres Sterberisiko aufgrund koronarer Ereignisse hatten als übergewichtige Kontrollgruppen.

    Danke fürs recherchieren, Die Mama .

    Mit der zweiten Studie ist die erste jedoch nicht widerlegt, wenn ich das richtig verstehe.

    Was ich am Ergebnis der ersten so wichtig finde, ist dass die Gewichtsabnahme nicht den gewünschten Effekt gebracht hat, nämlich gesünder zu werden. Es geht nicht um das statistisch höhere grundsätzliche Risiko von Übergewicht.

    Insofern ging es mir gerade um die "Beziehung zu uns selbst" Naturheilung .

    Übergewicht fängt da an, wo es die persönliche Lebensqualität einschränkt, zum Beispiel die Bewegungsfreude oder -fähigkeit.
    Die Frauenzeitschriften, die in einer Ausgabe "lieb dich wie du bist" , "die neuste Dingens-Diät" und "die leckersten Sahnetorten" verkaufen kann man doch nicht ernst nehmen?

    Ich hab mal von einer Studie gelesen, in der nachgewiesen wurde, dass Probanden, die abgenommen hatten, um etwas für ihre Gesundheit zu tun, ein höheres Risiko hatten, an den typischen Zivilisationskrankheiten zu sterben als die übergewichtige Kontrollgruppe.
    Mir fehlt natürlich die Übersicht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein hohes Körpergewicht ein körperliches oder seelisches Defizit kompensiert. Das meine ich nicht abwertend, sondern im Sinne eines wiederhergestellten Gleichgewichts.

    Eine mir liebe Bekannte hat in einer unglaublichen Umstellung der Ernährung und Lebensweise (Joggen) ihr Körpergewicht reduziert und geschätzt 30-40 kg abgenommen. Am Ende war sie fast mager, durch den Sport sah sie aber in meinen Augen wirklich gut aus. Und dann hat sie sich erhängt. Ich bin heute noch traurig, dass ich das damals nicht gesehen habe, aber sie war auch sehr verschlossen und hat ihre Probleme wirklich gut vor anderen verborgen.

    Ich weiß nicht... Ich habe mich mal -ohne eigentlich abnehmen zu wollen- eine Weile aus anderen Gründen ketogen ernährt und rasend schnell abgenommen.

    Genauso rasend schnell habe ich wieder zugenommen und mehr Gewicht als vorher zugelegt, als ich damals wieder zum "normalen" Essverhalten zurück bin. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass eine ketogene Diät schädlich für die Herz- und Nierenfunktion ist. Auch wenn die Ergebnisse mal wiedermal von armen Labormäusen stammen, deren Stoffwechsel mit unserem kaum zu vergleichen ist.
    Aber meine eigenen Erfahrungen sind tatsächlich eher miserabel und ich kenne andere, denen es ähnlich ergangen ist.

    Wenn man sich mit seinem Gewicht nicht wohlfühlt, halte ich es für besser, die Ernährung so umzustellen, dass man damit gut und zufrieden sein weiteres Leben geniessen kann.

    Die Geschichte von deiner Oma finde ich interessant, Die Mama . Bei mir ist es nämlich ähnlich. Meine Uroma hatte - aus heutiger Sicht - starkes Übergewicht (mit dem sie übrigens bis ins Alter von 90 Jahren recht fit war.) Die Uroma war eine "gestandene stolze" Ostpreussin, für die alle großen Respekt hatten. Deshalb musste ich eben lachen, als ich von der "Charakterschwäche" übergewichtiger Menschen gelesen habe.

    Nebenbei:
    Die Sichtweise auf beleibtere Menschen kippte übrigens auffällig im bzw. nach dem Krieg, weil jeder, der noch ordentlich Gewicht hatte, der Kollaboration verdächtigt war.

    Wer etwas Übergewicht hat, der ist mit einer einfachen App, die die Kalorien zählt, schon weit vorne in der Bewußtwerdung für das, was er sich täglich reinzieht ;)
    Das kann man natürlich mit einem Ernährungstagebuch in Papierform genauso gut machen, ist aber mehr Aufwand.
    Einige Apps enthalten zusätzlich ein "Bewegungstagebuch".
    In den Apps werden häufig schon die Aufnahme von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten aufgeschlüsselt. Manche geben auch auf Grundlage der Eingaben ("eine mittelgroße Banane") die Basis-Vitalstoffe mit an.

    Die grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Ernährung sollte m.E. immer vorausgehen. Mit manchen Diäten macht man sich den Stoffwechsel richtig gründlich kaputt.
    Wichtig ist es sicherlich auch, sich nicht innerlich irgendetwas zu verbieten, sondern sich selbst das Versprechen zu geben, sich gut und ausreichend zu versorgen (und das Versprechen auch halten). Und man sollte sich entstressen. Im Stressstoffwechsel kann man kaum überschüssiges Fett verbrennen.

    Wenn es spezieller wird, weil Erkrankungen wie z.B. Diabetes zu berücksichtigen sind, kommt man sicherlich um eine persönliche Beratung und eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Ernährung nicht herum.

    Von dem nimmt man für jedes neue Brot 10-20 Gramm ab und nach Anleitung noch 3 gr. Ferment

    Genau an dieser Stelle mache ich das anders und nehme viel mehr Grundansatz. Der gesamte Grundansatz wird so aufgefrischt und hält länger.
    Und ich spare die 2. Stufe.
    Aber am besten machst du es erst einmal nach der "offiziellen" Anleitung. Das Backfermentpulver hält so eine Ewigkeit, weil ich es eigentlich nicht benutze, es sei denn, der Ansatz ist wirklich irgendwann überarbeitet, weil ich ihn nicht gepflegt habe.

    Später spielen und schaun was so geht, wirst du sowieso ;)


    Um jedesmal ein gleichmäßiges Produkt zu bekommen ist das abwägen Pflicht.

    Da stimme ich dir vollkommen zu. Deshalb habe ich mir auch zum Beispiel die Salzzugabe pro kg notiert.
    Man muss schon schaun, an welcher Stelle man großzügig sein darf, wenn man improvisiert. Ich habe auch noch nie in meinem Leben etwas zweimal gleich gekocht.

    Na ja, solange er es gerne isst, verdirbt er mir die Freude daran nicht, guenter40 . Eher ich ihm... weil er natürlich als "Gelernter" eine Raketenwissenschaft draus machen muss. ;) Ich backe aber vermutlich schon wesentlich länger Brot als er.

    Ein Kompromiss ist für mich der Backfermentansatz. Das soll, man möge mich korrigieren, ich weiß es nicht wirklich, durch wilde Hefen treiben, ist also eher vergleichbar mit einem Weizensauer (bei mir ist im Grundansatz auch Roggen!) und gibt ein nur leicht säuerliches Brot. Durch die lange Teigführung ist es sehr verträglich. Und es ist wirklich einfach zu handhaben und treibt ziemlich alles mit hoch.

    Das Rezept (bzw. den Versuch eines ungefähren Rezepts) habe ich aufgeschrieben, weil Backferment in der Zutatenliste das Brots von Die Mama auftaucht. Dort wird es zusammen mit Sauerteig verwendet. Das werde ich mal in Kombination ausprobieren.

    Ich würde auch gerne nur mit Sauerteig und höheren Roggenanteilen backen, aber das esse ich dann hier alleine. Und da ich wie gesagt sowieso nicht so viel Brot esse, lohnt sich das Backen dann wirklich kaum noch.

    Hallo guenter40 , backst du auch mit Backferment? Mein Brot ist noch nie strohig geworden, nein.

    Aber ich habe das vielleicht auch übertrieben formuliert. Wenn es richtig zusammenfallen würde, würde ich es noch einmal verlängern und nicht so ausbacken. Ist aber noch nie passiert. Es ist am Ende maximal gerade mit einer leichten Tendenz nach unten - dann wird es allerhöchste Zeit.
    Auf Grund der relativ feuchten Teigführung wird mein Brot nicht so prall und rund wie ein frei geschobenes Hefebrot.

    Mein Lebensgefährte hatte jahrelang eine Bio-Bäckerei. Der meint auch, ich würde "alles falsch" machen und wundert sich, das das Ergebnis trotzdem sehr gut und lecker ist :)

    Aber ich wüsste nicht einmal, wie ich das anfangen könnte und bin da völlig planlos.

    Ich backe Brot gerne mit Backferment (Sekowa).

    Leider bin ich kein Mensch, der es mit Wiegen und auf die Uhr schaun so genau nimmt. Deshalb ist es für mich schwierig, ein Rezept weiter zu geben. Ich denke, für den Anfang sollte man sich eine Anleitung aus dem Netz suchen oder sich an die Anleitung des Herstellers halten.

    Eins mache ich jedoch anders als es vom Hersteller vorgeschrieben wird: Ich nutze meinen Ansatz und verlängere ihen, wie bei Sauerteig.

    Den Ansatz herzustellen ist etwas aufwendig, da es in dieser ersten Phase wichtig ist, eine gleichbleibende Temperatur zu halten. Das geht in einer Gärkiste, einer Heißluftfritteuse mit 30° Funktion oder einem Backofen, der diese Temperatur halten kann. Einfach an die Anleitung halten. Das Brot wird leicht säuerlich.

    Sobald der Ansatz fertig ist und sichtbar gärt, ich habe dann ca 400 g zähflüssigen Teig, verlängere ich ihn mit der gleichen Menge Mehl und Wasser wie den Urteig, nehme davon die 400 g ab und stelle sie in den Kühlschrank. Die abgenommene Menge lasse ich über Nacht bei Raumtemperatur stehen.
    Das kann man ewig so weitertreiben. Wenn man 1 Woche nicht backt, sollte man den Grundansatz aber trotzdem verlängern, sonst kippt er.

    Den über Nacht gereiften Grundansatz verlängere ich mit allem, was ich in meinem Brot haben möchte, also neben Mehl gerne auch Hirse (gar), Hafer (geschrotet), Möhren, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Trockenfrüchte etc und wichtig: Erst jetzt kommt Salz in den Teig, nie in den Grundansatz. Der Teig wird bei mir etwas klebriger als ein Hefeteig, da Backferment damit gut klarkommt und das Brot saftig wird.
    Auf Grund dieser Konsistenz backe ich dann nach ca 12 Stunden (kommt nicht so drauf an - das Volumen hat sich fast verdoppelt, das Brot fällt eher schon wieder leicht ein) in einer normalen Kastenform. Da habe ich eine, die man verschieben kann - das ist praktisch.

    Grundrezept:
    auf 1000 g Mehl ca 600 ml Wasser, Grundansatz, 4 gestr. TL Ursalz - 45 Minuten Backzeit bei 240 °C oder 60 Minuten bei 220°C
    Meist nehme ich das Brot vorher aus der Form und back die letzten 10 Minuten ohne - dann wird die Kruste schöner.

    Und wie bekommst du das in den heißen Topf hinein,

    Wenn man möchte, kann man es auf Papier oder einem Leinentuch gehen lassen und dann vorsichitg in den Topf rutschen lassen.
    Ich gebe zu, ich lasse es "reinplumpsen". Rechts und links bleibt bei meinen Brotformen etwas Platz für die Finger. Ich habe aber auch zwei kleine Formen, wenn ich im Gusseisernen backe - das fällt nicht tief und das Ergebnis ist trotzdem gut.
    Mit Backpapier zu backen vermeide ich eigentlich grundsätzlich. Das zwischenzeitlich rauszunehmen empfinde ich zudem als zu aufwendig.